01.
2004
Herren NLB: Die Chancen der Seeländer bleiben intakt
«Wir hatten ganz einfach den grösseren Siegeswillen als der Gegner», fasste Biel-Seelands Spielertrainer Luan Misini die Begegnung zwischen dem Tabellensiebten Biel-Seeland und dem zweitplatzierten Bülach treffend zusammen. Gegen die aufopfernd kämpfenden Bieler vermochten die Gäste ihre gesicherte Tabellenlage in der Tat nicht zu verbergen und blieben offensiv wie defensiv unter ihren Möglichkeiten. Anders der gut aufgelegte UHC Biel-Seeland, der an diesem Samstag in Torwart Beat Bruderer und Luan Misini seine Erfolgsgaranten hatte.
Biel-Seeland machte zu Beginn Druck
Misinis Equipe war gleich zu Beginn die engagiertere Mannschaft und kam früh zu
ersten Torchancen. Noch keine drei Minuten waren gespielt, als der
Spielertrainer selbst zum 1:0 traf. In der Folge hatten die Seeländer mehrfach
Gelegenheit, ihre Führung auszubauen; sowohl Adrian Kocher als auch Stefan
Hänzi trafen in den Spielminuten sechs und sieben aber nur die Torumrandung.
Allmählich kamen nun die Bülacher etwas besser ins Spiel. Auf vereinzelte
Unsicherheitsmomente in der Abwehr jedoch reagierte Biels Schlussmann Bruderer
jeweils mit magistralen Reflexen.
Auch im zweiten Spielabschnitt agierte Biel-Seeland druckvoller als der Gegner. Dieser zeigte nun aber Kaltblütigkeit im Abschluss und konnte sowohl auf Sandro Della-Rosas 2:0 als auch auf Misinis 3:1 praktisch aus dem Nichts mit dem Anschlusstreffer antworten. Auch im letzten Drittel gelang es den Seeländern zunächst nicht, sich von den Bülachern abzusetzen. In einem ausgeglichenen Schlussabschnitt traf zwar erneut Misini zum 4:2, den Gästen gelang jedoch wiederum der Anschlusstreffer, ebenso auf Patric Martins 5:3 dreieinhalb Minuten vor Spielende. Die endgültige Erlösung brachte dann in einer turbulenten Schlussphase Stefan Hänzi, auf dessen 6:4 den Bülachern keine Zeit mehr für eine Antwort blieb.
Neben den herausragenden Einzelakteuren Beat Bruderer und Luan Misini erwies sich die veränderte Zusammensetzung der Formationen als Erfolgsgarant der Gastgeber. «Wir waren in dieser Saison zu oft von unserer Paradelinie abhängig», erklärte Misini. «Deshalb habe ich die Blöcke nun etwas ausgeglichen.» Eine Massnahme, die sich bezahlt machte, wie die je drei Tore der beiden Formationen beweisen.