02.
2002
Herren NLB: Die Wirbelstürme verlieren gegen die Einhörner
Bereits zu Beginn der Partie war zu sehen, dass Einhorn Hünenberg auf Punkte angewiesen ist. Die Gäste aus Zug brachten die Berner Hurricanes teils stark in Bedrängnis und führten nach knapp zehn Minuten durch zwei Tore von Lemmenmeier verdient mit 2:0. Erst ein Freistosstor durch den Schweden Lagerström brachte die Canes wieder zurück ins Spiel. Als dann drei Minuten vor Drittelsende auch Glur eine Freistossvariante erfolgreich abschliessen konnte, gingen die Canes mit einem eher schmeichelhaften Unentschieden in die erste Pause.
Das zweite Drittel begann turbulent. In der 26. Minute konnte Gygax einen Penalty nicht verwerten, er setzte den Ball im Fallen nur an den Pfosten. Danach hatten die Hurricanes die Möglichkeit, in Überzahl zu spielen. Durch einen Stellungsfehler von Lagerström konnte dann aber Schuler alleine auf Huber zustürmen und diesen mit einem Hocheckschuss sicher zum 3:2 überwinden - und dies in Unterzahl! Die Reaktion der Canes blieb nicht aus, sie bestürmten das Gästetor vehement. Nur eine Minute nach dem Führungstreffer der Gäste konne Wahli das Spiel wieder ausgleichen. Er lenkte im Slot einen Querpass von Baldinger mit dem Fuss ins Tor, allerdings ohne Kickbewegung. Auch das zweite Drittel endete mit einem unentschiedenen Spielstand.
Im letzten Spielabschnitt startete das Heimteam dann wieder gut: Glur konnte bereits nach sechs Minuten die erstmalige Berner Führung erzielen. Doch Hünenberg gab sich erwartungsgemäss nicht geschlagen. Der Ex-Basler Birchler bezwang Huber mit einem Weitschuss und glich das Spiel erneut aus. Nur eine Minute später war es erneut Lemmenmeier, der mit seinem dritten persönlichen Treffer das Spiel zu Gunsten der Zuger entschied. Die Berner Hurricanes waren nicht mehr in der Lage, in den verbleibenden zehn Minuten das Tempo zu erhöhen, waren sie doch durch den krankheitsbedingten Ausfall von Sandro Galli nur mit drei Verteidigern angetreten.
Im Nachhinein muss gesagt werden, dass dieses Spiel trotz den teils eklatanten Fehlern in der Berner Verteidigung auch auf der taktischen Ebene verloren ging. Die Berner traten mit nur drei Verteidigern an, dies hatte zur Folge, dass die Canes im letzten Drittel nach der Hünenberger Führung nicht mehr an Tempo zusetzen konnten. Wieder einmal ging ein Spiel somit im Schlussabschnitt verloren, nachdem die Hurricanes geführt haben.
Berner Hurricanes - Einhorn Hünenberg 4:5 (2:2;1:1;1:2)
Unisporthalle, Bern-Neufeld - 50 Zuschauer
SR: Erhard / Kilchenmann
Berner Hurricanes: Huber; Karlen, N. Galli, Irniger; Gygax, Lagerström, Baldinger, Scheidegger, Glur, Wahli (55. Beyeler). Gerber, Bühler und Laich nicht eingesetzt
Tore: 4. Lemmenmeier (Dittli) 0:1, 9. Lemmenmeier (Isler) 0:2, 10. Lagerström (Irniger) 1:2, 17. Glur (Scheidegger) 2:2, 27. Schuler (Ausschluss Isler!) 2:3, 28. Wahli 3:3, 47. Glur (Scheidegger) 4:3, 49. Birchler (Schuler) 4:4, 51. Lemmenmeier (Birchler) 4:5
Strafen: Berner Hurricanes 2x2', Einhorn Hünenberg 1x2'
Bemerkungen: 14. Pfostenschuss Isler, 21. Pfostenschuss Baldinger, 26. Gygax setzt Penalty an den Pfosten, 33. Time-Out Berner Hurricanes, Berner Hurricanes ohne Ferro, Zettel (beide abwesend), S. Galli (krank), Rentsch (Ferien), Leuenberger und von Allmen (beide Militär)