26.
02.
2005
NLB Männer | Autor: Bern Capitals

Herren NLB: Erneut den Leader geschlagen

In den letzten fünf Begegnungen mussten die Caps-Herren vier Mal gegen den Tabellenersten antreten und wussten diesen jedes Mal zu schlagen. Heute hiess der Leader Basel Magic und hatte sich vorgenommen, die Serie der Caps zu brechen. Mit fünf Ausländern wollte es Basel wissen. Die Entscheidung fiel mit 6:1 zugunsten der Caps schon im ersten Drittel.

Der Respekt der Basler war wohl gross, dementsprechend spielten sie zu Beginn sehr defensiv. Sie warteten hinter der Mittellinie eng zusammengezogen auf die Caps. Auf beiden Seiten waren die Banden offen, dadurch hatten die Stadtberner auch keine Mühe nach vorne zu kommen. Ihr Plan war wohl zu verhindern, dass die Caps mit dem Ball in den Slot kommen konnten. Die Hausherren liessen sich dadurch nicht beirren und suchten den Abschluss von aussen. Von Beginn weg machten sie Druck und suchten den Führungstreffer vehement, welchen Luginbühl in der fünften Spielminute dann auch erzielten konnte. Im Bestreben, den Druck aufrecht zu halten und die Führung auszubauen, liefen die Berner dann aber unglücklicherweise in einen Konter, welcher den Ausgleich bedeutete. Die Caps liessen sich aber nicht von ihrem Kurs abbringen und setzten gar zu einem Torfestival an, das die Partie schon früh entschied. Mit Schüssen von aussen, einer Mask und konsequentem Nachsetzen bei Abprallern erzielten die Caps weitere fünf Treffer. Der Gästetorhüter war wahrlich nicht zu beneiden und wurde schon bald ausgewechselt.

Ausländer blieben blass
Von Basels Ausländer war nicht viel zu sehen. Henrik Talme und Glen Evensen spielten zu Beginn in derselben Linie, wirbelten aber meist an der Seite oder in den Ecken. Die Capsverteidigung liess sie aussen Schalten und Walten, gewährte ihnen aber in der Mitte keinen Platz. So vermochten die beiden kaum Akzente zu setzen, Evensen blieb sogar während der ganzen Partie ohne Skorerpunkt, obwohl er oftmals den Rückwärtsgang gar nicht fand und nur vorne anzutreffen war. Ingemarsson war als Verteidiger meist überfordert und spielte kaum einen Pass nach vorne. Jacobsson und Mutti waren die einzigen Basler, die schnell zu spielen versuchten und noch Einsatz zeigten als das Spiel schon gelaufen war. Das kurze Aufbäumen der Basler im Mitteldrittel wurde von den Caps freundlich gewährt, da diese in Gedanken wohl noch in der Garderobe waren. Doch schon nach dem warnenden 6:3 drehten die Hauptstädter wieder auf und setzten die Gäste erneut unter Druck. Die Gegenwehr war danach nicht mehr vorhanden. Bezeichnend war das Tor von Salzmann in der 37. Minute: Er spazierte von der Bande an Henrik Talme vorbei, der ihm ganz nett den Weg freihielt, und setzte den Ball am Torhüter vorbei in den Winkel. Im letzten Drittel setzen die Caps noch einen drauf, am Schluss resultierte der höchste Saisonsieg - das ausgerechnet gegen den Leader.

Huuskonen verlässt Caps
Bei den Caps kann man keinen Spieler aus dem Kollektiv hervorheben. Alle waren ihrer Aufgabe gewachsen und spielten hervorragend. Sieben verschiedene Torschützen konnten sich in die Skorerliste eintragen und die Berner Verteidigung hatte den gefährlichsten Sturm der Liga gut im Griff. Torhüter Schüpbach hielt gut, obwohl er zeitweise nicht viel zu tun hatte. Die Berner waren an diesem Tag schlicht eine Klasse besser als die Magier. Basel wird es mit der heute gezeigten taktischen Ausrichtung schwer haben, sich für höhere Aufgaben empfehlen zu können. Für die Caps wird die Aufgabe auch nicht einfacher. Nachdem bereits Topskorer Reusser das Team verlassen hat, wird nun auch noch der Finne Jussi Huuskonen gehen. Er wird sein Studium in Finnland fortsetzen. Die Stadtberner werden ihren Ausländer nicht nur auf dem Spielfeld vermissen.


Bern Capitals - Basel Magic 12:4 (6:1, 2:2, 4:1)
Wankdorfhalle, Bern - 87 Zuschauer
SR: Spori/ Wälti
Tore: 04:32 Luginbühl (Huuskonen) 1:0, 05:52 Mutti (Jacobsson) 1:1, 06:42 Glur (Salzmann) 2:1, 08:57 Tröhler (Glur) 3:1, 12:05 Leuenberger (S. Galli) 4:1, 14:25 Salzmann (Moesch) 5:1, 16:44 Buser (Glur) 6:1, 23:36 H. Talme (Jacobsson) 6:2, 25:22 Ingemarsson 6:3, 36:20 Meyer (Abbühl) 7:3, 38:33 Luginbühl (Salzmann, Ausschluss K. Talme) 8:3, 42:47 Salzmann (Tröhler) 9:3, 45:24 Tröhler (Huuskonen) 10:3, 47:46 Leuenberger (Huuskonen) 11:3, 52:11 K. Talme (Jacobsson) 11:4, 56:25 Luginbühl (Penalty) 12:4
Strafen: Bern Capitals 1x2', Basel Magic 3x2'
Bern Capitals: Schüpbach; N. Galli, S. Galli; Buser, Moesch; Wanner; Huuskonen, Luginbühl, Leuenberger; Salzmann, Glur, Tröhler; Meyer, Aeschbacher, Abbühl; Gambardella
Bemerkungen: Bern Capitals ohne Gygax (verletzt), Reusser (Ausland) und Dysli (Familie); 12:05 Time-out Basel, 31:27 Tor Bern Capitals aberkannt
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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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