09.
2004
Herren NLB: Magic siegt in der Verlängerung
Die Berner versuchten zu Spielbeginn mit Pressing die Basler zu verunsichern und zum Erfolg zu kommen. Vorerst blieb ihnen dieser verwehrt und es waren die Basler in Form des Norwegers Glen Evensen, der nach einem Zuspiel Zellers alleine vor Torhüter Falk auftauchte und den Berner Schlussmann bezwang. Mit einer Doublette gelang den Bern Capitals noch vor dem ersten Tee die Führung. Beim ersten Tor profitierten die Gäste von einem Aussetzer des Schweden Martin Rath. Er erwartete den Pfiff des Schiedsrichter, nachdem er bei einem Zusammenprall einen Ellbogen unglücklich ins Gesicht bekam, indes der Pfiff blieb aus und Rath musste verwundert den Ausgleich zur Kenntnis nehmen. Beim zweiten Treffer überlisteten die Berner das Heimteam mit einer schönen Freistosskombination. Von Moesch ausgehend, fasste sich Meueter ein Herz und traf zentimetergenau in den oberen Winkel. Die Nervosität der Basler legte sich zu Beginn des zweiten Drittels. Entgegen dem Spielverlauf fiel jedoch ein weiterer Treffer für die Caps. Meyer traf beinahe von der Bande ins kurze Eck. Basel-Torhüter Nieth sah für einmal nicht gut aus. Trainer Stoppa brachte danach für die enttäuschenden Hofer und Ingemarsson mit Balogh und Renggli zwei frische Kräfte. Unmittelbar nach dem dritten Gegentor folgte Basels Reaktion: der fleissige Fabio Mutti, setzte sich gegen die Berner Abwehr durch und konnte im letzten Moment nur mit einem Foul gestoppt werden. Folgerichtig gab es Penalty, der von Glen Evensen sicher verwandelt wurde. Bis zum Schluss blieben die Basler am Drücker. Bern konterte immer wieder gefährlich, doch bis vier Minuten vor Schluss blieb es bei der knappen 3:2-Führung für die Gäste. Das Berner Tor schien wie zugenagelt. Insgesamt verzeichneten die Basler 66 Abschlussversuche, die oft aber auch zu unüberlegt ausfielen oder von Falk behändigt wurden. Zweimal rettete die Lattenkante für die sich gegen den Ausgleich stemmenden Caps. In der 56. Minute war es dann aber doch um die Führung geschehen: Magnus Jacobsson wurde von Glen Evensen bedient und alleine vor Torhüter Falk liess sich der 30-jährige Routinier diese Möglichkeit nicht entgehen. Die Berner gaben ihre defenisve Spielweise in der Folge auf, suchten den erneuten Führungstreffer und trugen somit ihrerseits nun wieder mehr für die Attraktivität des Spiels bei. Aus dem Gewühl war es dann aber Basels Reto Schnidrig, der eine unübersichtliche Situation vor dem Berner Tor am Schnellsten erfasste und Falk mit einem Drehschuss überwinden konnte. Beide Mannschaften hatten streckenweise überzeugt, aber auch noch grosse Schwächen offenbart, die es abzustellen gilt, will man in der ausgeglichenen Liga vorne mitmischen. Für die Basler ist der Start resultatmässig zumindest geglückt, was in den Jahren zuvor nie gelingen konnte.
Basel Magic – Bern Capitals 4:3 n.V. (1:2, 1:1, 1:0, 1:0)
St. Jakobshalle - 150 Zuschauer
SR: Chiapparini/Meyer
Tore: 9. Evensen (Zeller) 1:0. 14. Leuenberger (Reusser) 1:1. 16. Meueter (Moesch) 1:2. 26. Meyer (Galli) 1:3. 27. Evensen (Penalty) 2:3. 56. Jacobsson (Evensen) 3:3. 62. Schnidrig 4:3.
Strafen: 2x2 Min. gegen Basel, 3x2 Min. gegen Bern.
Basel: Nieth; Talme, Rath; Lüthi, Hofer (26. Balogh); Jacobsson, Zeller, Evensen; Schnidrig, Ingemarsson (26. Renggli), Mutti; Mosimann, Schneider, Sutter.
Bern: Falk; Meuter, Moesch; Buser, N. Galli; S. Galli, Karlen; Huuskonen, Reusser, Leuenberger; Salzmann, Gygax, Tröhler; Meyer, Luginbühl, Glur.
Bemerkungen: Basel ohne Hell, Käser, Lusis (nicht eingesetzt), Lohner,
Suter, Walther (verletzt), Mendelin und Schmutz (nicht im Aufgebot). Bern ohne Abbühl, Aeschbacher, Gambardella, Schüpbach (nicht eingesetzt), Pittet, Baumann, Dysli und Wanner (nicht im Aufgebot).