07.
03.
2004
NLB Männer | Autor: UHC Biel-Seeland

Herren NLB: Plötzlich ging nichts mehr

Trotz guter Leistung in den beiden ersten Dritteln verlor der UHC Biel-Seeland gegen Basel Magic erneut (4:8). Damit sinken die Hoffnungen auf den vorzeitigen Klassenerhalt der Bieler weiter.

Ein Sieg in diesem eminent wichtigen Spiel bei Basel Magic und der UHC Biel-Seeland wäre auf einmal wieder ganz nahe am sicheren Klassenerhalt gewesen. Dies vor allem, weil das bereits gesicherte Thun den Seeländern Schützenhilfe leistete, in dem es deren Konkurrenten um Platz zwei, den UHC Dietlikon, mit 8:4 bezwang. Dass den Bielern erneut keine Rehabilitation gelang, ist in erster Linie auf den Einbruch im Schlussdrittel zurückzuführen. Aber auch in der an sich gelungenen Startperiode wurden mit drei ungenutzten Überzahlsituationen wichtige Chancen zur Führung vergeben. «Im Offensivbereich ist es bei uns heute generell nicht besonders gelaufen», sagte Stefan Hänzi, im letzten Drittel sei dann auch die Defensive eingebrochen. «Plötzlich ist nichts mehr gegangen», findet auch Rickard Högberg, der nach langer Verletzungspause aus Schweden zurückgekehrt ist, gegen die Basler aber vorerst nur phasenweise zu glänzen vermochte.

Hin und Her
Anders als die Powerplay-Formation Biel-Seelands war diejenige der Basler von Beginn an erfolgreich. Bereits in der fünften Spielminute gelang so der Führungstreffer. Dann aber setzte der während seiner Abwesenheit schmerzlich vermisste Högberg ein erstes wuchtiges Zeichen mit einem Gewaltskracher aus zirka 20 Meter Distanz ins hohe Eck. Nachdem in einer erneut erfolglosen Überzahlsituation der Bieler sogar ein Shorthander erzielt wurde, musste die Misini-Equipe dennoch mit einem 1:2-Rückstand in die erste Pause. Der wiederholte Ausgleich gelang in der 28. Minute Spielertrainer Luan Misini nach einem Zuspiel Patric Martins, bevor die Gastgeber mit einem erneuten Überzahltreffer wiederum in Front gingen. «Es war ein Hin und Her. Basel hat jeweils einen Treffer vorgelegt, doch wir konnten in den ersten beiden Dritteln immer wieder ausgleichen», erklärt Hänzi. Ihm selber gelang bei eigener Unterzahl in der 42. Minute der letzte Ausgleichstreffer der Bieler zum 3:3.
Damit hatte der Schlussabschnitt noch ideal begonnen. Doch sollte er für die Gäste aus dem Seeland einmal mehr desolat enden. So folgte nämlich auf das 4:3 der Basler nicht der Gegenschlag der Gäste, sondern drei Minuten später das 5:3. Biel-Seelands Gegenwehr war nun mehr oder weniger zerbrochen, einziger Lichtblick ein weiterer Shorthander Hänzis, der in der 55. Minute zum 6:4 führte. Als eine Minute vor Spielende das letzte Tor zum 8:4 fiel, hatte sich der an der Niederlage unschuldige Keeper Beat Bruderer bereits durch Matteo Villa ersetzen lassen.

Entscheidung zum Schluss
Um den Gang in die Barrage doch noch zu verhindern, muss der UHC Biel-Seeland die verbleibenden zwei Partien gewinnen. Zunächst gegen den UHC Thun und dann das womöglich entscheidende Duell gegen den Rivalen aus Dietlikon. Allerdings könnten die Seeländer, sollte Dietlikon gegen Basel gewinnen, an ihrem Torverhältnis scheitern. Dieses präsentiert sich momentan um zwei Treffer schlechter als das des Opponenten. Entsprechend ist in Biel die Realität eingekehrt. Man werde sich wohl langsam «mit dem Thema Barrage auseinandersetzen müssen», gesteht Hänzi. Überaus optimistisch bleibt Rickard Högberg. Die Chancen auf Platz zwei seien nicht so wesentlich gesunken, findet er, und fügt entschlossen an: «We want to get it!»

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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