09.
2004
Herren NLB: Sense mit Kantersieg
Die Sensespieler waren vom ersten Bully an überrascht von der Spielweise des Gegners. Er zog sich bis zwei Meter hinter die Mittellinie zurück und hinderte die Sensler nicht am Aufbau. Doch in den ersten Minuten wusste Sense nichts mit dem freien Raum anzufangen und lief in einige Konter. Einer dieser von Dietlikon gut ausgetragenen Konter führte dann auch zum ersten Tor in diesem Spiel. Nach einem Ballverlust vor dem Tor der Dietliker ging es blitzschnell in die andere Richtung und schon lag der Ball im Netz. Doch das war alles was Dietlikon im ersten Drittel zu bestellen hatte. Nach einem Gewühl vor dem Tor des Gegners in der 6. Minute reagierte Hayoz am schnellsten und stocherte den Ball über die Linie. In der 12. Minute traf Sense wiederum vor dem Tor zum 2:1. Nur genau 20 Sekunden später erzielte Schorno mit einem schönen Direktschuss das 3:1.
Im zweiten Drittel starteten die Sensler furios und konnten den freien Raum endlich clever ausnützen. Nach 4 Minuten im Mitteldrittel stand es bereits 5:1. Danach kam der typische Sense-Effekt: Bei hohem Vorsprung nur noch halbherzig und unkonzentriert zu Werke gehen. Wiederum nach einem schnellen Konter von Dietlikon und einem Penalty stand es plötzlich nur noch 5:3. Nach einem Appell der Trainer an die Spieler sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren und Geduld zu haben, zog Sense den Hebel an und erzielte erneut Tore. Zuerst Captain Kaeser in seiner typischen Manier und danach die tschechische Neuverplichtung Nesmerak, der den Ball in der Mittelzone abfing und nach einem Solo den Ball unter die Latte drosch. Nur kurz darauf fiel im Mitteldrittel das 8:3 für Sense.
Im letzten Drittel liess Sense den Ball geschickt laufen und erzielte durch Ruch und Roulin noch zwei weitere Tore zum Schlussstand von 10:3. Dietlikon hatte in diesem Drittel ausser ein paar wenigen Kontern nicht viel zu bieten und liess Sense trotz des grossen Rückstands mehrheitlich gewähren. Sense erhielt trotz zwei Strafen in diesem Spielabschnitt keine Tore mehr. Es ist schwierig bei so einem passiven Gegner die Leistung von Sense einzustufen. Fakt ist, dass die drei Punkte den Sense Männern sicher sind, und dass sie abgesehen von den 5 Minuten im Mitteldrittel eine konzentrierte und konstant gute Mannschaftsleistung erbracht haben.
UHC Dietlikon – Sense Tafers 3:10 (1:3, 2:5, 0:2)
Hünerweid Dietlikon - 34 Zuschauer
Tore: 5. Cejka (Keller) 1:0; 6. Hayoz (Delaquis) 1:1; 12. Delaquis (Hayoz) 1:2; 12. Schorno (Nesmerak) 1:3; 21. Delaquis (Hayoz) 1:4; 25. Schorno (Dubois) 1:5; 26. Dürst (Baltisberger) 2:5; 28. Baltisberger (Penalty) 3:5; 32. Kaeser (Schwaller) 3:6; 37. Nesmerak 3:7; 37. Kaeser (Wälchli Ch.) 3:8; 56. Ruch (Schwaller) 3:9; 58. Roulin (Schwaller) 3:10.
Dietlikon: De Lucia, Belandras, Müller, Willi, Peterhans, Kaiser, Cejka, Meyer, Dürst, Fischer, Keller, Matthey-Doret, De Marchi, Hobel, Sorejs, Baltisberger.
Sense: Gauch; Haymoz, Ruch; Wälchli M., Nesmerak; Wälchli Ch., Brügger; Buchs; Delaquis, Fasel, Hayoz; Dubois, Aebischer, Schorno; Roulin, Schwaller, Kaeser; Andrey.