11.
2003
Herren NLB: Sense siegt in Krimi
Biel-Seeland kam gleich zu Beginn mit Pässen in den Slot zu guten Chancen und ging auch mit 1:0 in Führung. Sense löschte seine Null auf der Anzeigentafel nur kurz später, als Verteidiger Martin Buchs sich vors Tor schlich und einen clever gespielten Pass von Pittet verwerten konnte. Einen unglücklichen Rebound in der Sensler Abwehr konnte Ritter zur wiedermaligen Führung nutzen, doch Captain Haymoz glich in der selben Minute mit einem unnachahmlichen Weit- und Spinschuss aus. Leider gelang den Bielern mit dem letzten Angriff vor dem ersten Tee noch ein Treffer, zur Pause stand es 3:2 für die Platzherren. Bis Spielmitte passierte nicht mehr viel, in der 29. Minute ging Biel nach einem Konter erstmals mit 2 Toren in Führung. Schlimm genug, nur Sekunden später zappelte es wieder im Sensler Gehäuse, ein Weitschuss hatte den Weg ins linke obere Eck gefunden. In der 32. Minute entwischten Boschung und Hayoz und kombinierten zum 5:3 in Unterzahl. Dem 6:3 für die Bieler ging ein Aufbaufehler in der Defensive voraus, doch nur zwei Minuten gab der Bieler Goalie den Senslern das Geschenk wieder zurück, als er Guido Käser (fast) pfannenfertig den Ball vor dem Tor in die Schaufel warf, und dieser locker lässig zum 6:4 einschoss. Das 7:4 für die Bieler wiederspiegelte denn auch das ganze Mitteldrittel, nach einem unnötigen Ballverlust in der Offensivzone spielten die Bieler einen schnellen Konter und liessen dem machtlosen Freiburger Goalie keine Chance. Zu Beginn des letzten Drittels bewies das Trainergespann Bucher/Nobel Mut. Mit Aebischer, Blaser und Thomas Fasel gab er der vierten Linie das Vertrauen, und zwischen den Pfosten stand fortan Elmar Gauch. Die .Checker-Linie. kam, sah und drehte den Spiess um. Zuerst via Freistoss, dann mittels abgelenktem Weitschuss. Als dann noch Ritchie Delaquis alleine aufs Tor zog, und den Goalie verlud, hatte Sense Tafers das Undenkbare bewerkstelligt. In nur 53 Sekunden vom 7:4 zum 7:7! In der 48. Minute hielt Gauch einen Penalty, bereits den zweiten diese Saison. Dass die Bankspieler in diesem Spiel für die Entscheidung sorgten, bewies auch Michael Wälchli, der nur kurz nach seiner Einwechslung das 7:8 und damit die erstmalige Führung für Tafers erzielte, und diese auch gleich mit einem Tänzchen feierte. Nur gerade 40 Sekunden später glichen die Hausherren aber wieder aus, ein toller Slapshot zum 8:8. Angefeuert vom zahlreich mitgereistem Publikum gaben sich die Freiburger mit dem Unentschieden aber nicht zufrieden, preschten weiter nach Vorne, und 14 Sekunden vor Schluss gelang Leo Pittet eine herrliche Direktabnahme zum siegbringenden 8:9. Freudentaumel nach dem Spiel in der Kabine, einen Dreitorevorsprung eingeholt und dann das Spiel noch gewendet. Diese Mannschaft hat Feuer und es macht Spass ihr zuzusehen. Sense Tafers weiterhin auf dem 4. Rang sieben Punkte vor dem Strich.
Biel Seeland . Unihockey Sense Tafers 8:9
Tore: 4. Kocher (Martin) 1:0, 6. Buchs (Pittet) 1:1, 8. Ritter 2:1, 9. Haymoz (Käser) 2:2, 20. Christen 3:2, 29. Hegg 4:2, 30. Ritter (Hegg) 5:2, 32. Hayoz (Boschung) 5:3, 35. Misini (Della Rosa) 6:3, 37. Käser 6:4, 38. Misini (Engel) 7:4, 43. Haymoz (Blaser) 7:5, 43. T.Fasel (Ruch) 7:6, 44. Delaquis (Pittet) 7:7, 54. Wälchli (Andrey) 7:8, 54. Hänzi (Ritter) 8:8, 60.(59:46!!) Pittet (Haymoz) 8:9.
Unihockey Sense: Overney (ab 40. Gauch); Ruch, Haymoz; Andrey, Käser, T.Jungo; Hirschi, Buchs; Pittet, Delaquis, A. Fasel; Schwaller, Hayoz, Boschung; Brügger, T.Fasel, Blaser, Aebischer, Wälchli