10.
2004
Herren NLB: Sieg gegen die Caps
Im ersten Derby an diesem Wochenende war für Spannung gesorgt. Das Team des Trainergespanns Brügger/Poffet musste unbedingt punkten, um den ersten Tabellenrang weiterhin behaupten zu können. Die Berner ihrerseits brauchten einen Sieg, um den Anschluss an die Spitze halten zu können.
Gleich von Beginn an spielten die Sensler druckvoll auf. Sie liessen den Ball geschickt in den eigenen Reihen zirkulieren und drängten die Berner so mehrheitlich in die Defensive. In der 7. Minute konnte Delaquis das Skore für die Sensler eröffnen. Mittels einer schönen Direktabnahme liess er dem Berner Keeper keine Chance. Sense blieb weiterhin die dominierende Mannschaft. In der 13. Minute fiel jedoch nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Sensler Tor der glückliche Ausgleichstreffer für die Berner. Genau zwei Minuten später erhöhten die Berner sogar auf 2:1. Ein Sonntagsschuss von der Mitte fand den Weg in`s Sensler Gehäuse. Torhüter Gauch konnte dabei nicht rechtzeitig reagieren, da ihm die Sicht geschickt verdeckt wurde. Bis zur ersten Drittelspause änderte sich am Resultat nichts mehr.
Trotz des Rückstandes spielten die Sensler nach der Pause weiterhin geduldig weiter. Sie liessen sich nicht aus der Ruhe bringen und versuchten weiterhin ihr Spiel dem Gegner aufzuzwingen. In der 23. Minute schnappte sich dann der Tscheche Nesmerak den Ball in der eigenen Zone und glich, nach einem schönen Sololauf, das Spiel wieder aus. Zehn Minuten vergingen, ehe Captain Käser mit einem Freistosstor in die hohe Ecke, Unihockey Sense erneut in Führung schoss. Doch das Glück währte nicht lange. Ein hoher Pass der Berner wurde nicht konsequent genug aus der Gefahrenzone befördert, so dass sich der bernische Stürmer nicht zweimal Bitten liess und zum 3:3 einschob. Kurz vor Ende des zweiten Drittels musste noch ein Spieler der Caps wegen Reklamierens auf die Strafbank. Die Sensler Power-Play Formation nutzte diese Gelegenheit innerhalb von nur 10 Sekunden aus. Mit einer 3:4 Führung konnte Sense einigermassen beruhigt in die zweite Drittelspause gehen.
Das letzte Drittel begann Sense wiederum druckvoll und mit
hohem Tempo. Sense wollte die Führung keinesfalls mehr preisgeben. Ein schnell
ausgeführter Freistoss in der 46. Minute bedeutete erstmals einen
Zweitore-Vorsprung für die Freiburger. Als in der 50. Minute einem Berner mit
einem Drehschuss der Anschlusstreffer gelang, flammte die Hoffnung für die
Hauptstädter noch einmal auf. Doch knapp vier Minuten später stellte Schorno mit
einer sehenswerten Soloaktion den alten Vorsprung wieder her. Zwei Minuten
später konnte Jungo nur noch mit einem Foul gestoppt werden. Der daraus
resultierende Penalty verwandelte Hayoz souverän. Trotz des hohen Vorsprungs
kämpften die Berner weiter. Sie ersetzten den Torhüter durch einen sechsten
Feldspieler, um den Druck auf die Sensler zu erhöhen. Doch der Treffer von
Dubois in`s leere Tor (59.), besiegelte das Schicksal der Berner endgültig.
Mit dem verdienten Sieg konnten die Freiburger ihre Tabellenposition verteidigen
und den eigenen Zielen gerecht werden.
Bern Capitals – Unihockey Sense Tafers 4:8 (2:1, 1:3, 1:4)
Wankdorfhalle, Bern – 80 Zuschauer
SR: Riva / Schlub
Tore: 06:12 Delaquis (Wälchli) 0:1, 12:19 Leuenberger (Reusser) 1:1, 15:19 S. Galli 2:1, 22:10 Nesmerak 2:2, 32:05 G. Kaeser 2:3, 33:43 Salzmann 3:3, 36:46 A. Fasel (Ruch) 3:4, 45:09 Schorno (Roulin) 3:5, 49:40 Leuenberger (Huuskonen), 4:5 53:28 Schorno (Ausschlüsse Dysli und A. Fasel) 4:6, 54:57 Hayoz (Penalty) 4:7, 58:30 Dubois (ins leere Tor) 4:8
Strafen: Bern 5x2', Sense 3x2'
Bern Capitals: Schüpbach; N. Galli, S. Galli; Moesch, Buser; Dysli, Karlen; Reusser, Huuskonen, Leuenberger; Baumann, Aeschbacher, Abbühl; Salzmann, Gygax, Tröhler; Meyer
Unihockey Sense: Gauch, Wälchli Ch., Brügger; Delaquis, Fasel, Hayoz; Haymoz, Ruch, Käser, Schwaller, Jungo, Buchs, Nesmerak, Roulin, Aebischer, Schorno, Andrey, Dubois
Bemerkungen: 56. TimeOut Bern Capitals, Caps danach sporadisch ohne Torhüter; Bern Capitals ohne Pittet, Luginbühl, Glur, Gambardella, Meuter, Wanner und Falk Best Players: Aeschbacher / Ruch