12.
2002
Herren NLB: Sieg vor der Weihnachtspause
Indem Trainer Gubser statt den gewohnten 3 Sturmlinien nur
die ersten beiden Formationen laufen lies, wollte er schon von anfang an mehr
Tempo und Druck in das Spiel der Flames bringen. Die Spieler verstanden diese
Massnahme ab der ersten Spielminute, gingen mit der vollen Konzentration und dem
nötigen Einsatz ans Werk. Vorallem die beiden Defensiv-Paare Stieger/Bartolo und
Heller/Helbling verrichteten ihre Arbeit derart konsequent, dass es für die
Gästemannschaft aus Bern kaum gute Szenen vor dem Jona-Uznach Tor gab. In der
Offensive lief der Motor der Flames aber auch nicht wunschgemäss. Zu Ideenlos
waren die Angriffe, zu lange brauchte der Ball, um von den Verteidigern zu den
Sturmspitzen zu gelangen. Jedoch nutzten die Gastgeber ihre spärlichen Chancen
beinahe optimal aus. Nach einem Schuss von Helbling konnte Burlet den Abpraller
erobern, legte mit seinem Backhand-Pass gegen die Laufrichtung die komplette
Berner Verteidigung schachmatt, sodass Bänziger nur noch ins Leere Tor
einschieben musste. Bern reagierte auf diesen Treffer nicht merklich. Immer noch
passiv und zu wenig konsequent präsentierte sich ihr Spiel. Auch von ihrem
Leader, dem schwedischen Söldner Uhlin, war wenig zu sehen, denn Helbling
verrichtete seine Arbeit als ständiger Bewacher souverän. So konnten die
Jona-Uznach Flames ihre Führung kontinuierlich ausbauen. Zuerst überraschte
Bachmann den Berner Torhüter mit einem scharfen und präzisen Schuss aus sehr
spitzen Winkel, danach enteilte Gomez nach einem genauen Auswurf Brändles der
kompletten Berner Mannschaft und schoss unter gütiger Mithilfe Fortunas das
verdiente 3:0.
Mit diesem Resultat ging es auch in den letzten Abschnitt. Es
tauchte die Frage auf, ob die Jona-Uzner diesesmal den Vorsprung über die Runden
bringen könnten. Die Berner erhöhten erwartungsgemäss den Druck, störten die
Flames-Spieler schon früh im Spielaufbau. Zählbares schaute wenig heraus, unter
anderem auch weil Rückkehrer Brändle das Tor der Flames sicher hütete. Vier
Minuten vor Schluss konnte sich Uhlin für einmal gegen Helbling durchsetzten und
erzielte gleich den Anschlusstreffer. Mit der Brechstange wollten die
Hauptstädter noch den Anschluss erzielen, ersetzten den Torhüter durch einen
sechsten Feldspieler. Der 2 Treffer fiel allerdings erst 19 Sekunden vor
Schluss, was zu spät war.
Der Sieg geht vollends in Ordnung. Dank dem Einsatz jedes
einzelnen konnten die Berner ihr Spiel gar nie richtig entfalten. Auch war Uhlin
durch die Sonderbewachung durch Urs Helbling nicht mehr die Gewohnte
Schaltzentrale des Berner Spiels.
Es bleibt zu hoffen, dass dieser Sieg
wegweisende Wirkung haben wird. Denn nach der Weihnachtspause folgt gleich das
Schlagerspiel gegen den Leader aus Uster.
Jona-Uznach Flames - Bern Capitals 3:2 (1:0, 2:0, 0:2)
Haslen, Uznach - 50 Zuschauer
SR: Gallo/Schenk
Jona-Uznach Flames: Brändle; Bartolo, Stieger; Heller, Helbling; Keller, Gomez, Bachmann; Lemmenmeier, Burlet, Bänziger; Faganini, Gübeli, Kalberer, Roth, Rüegg, von Wartburg, Studer
Bern Capitals: Schüpbach, Falki, Galli N., Galli S., Meuter, Karlen, Meile, Irniger, Martin, Glur, Reusser, Stulz, Rentsch, Abbühl, Baumann, Leuenberger, Ferro, Schwab, Uhlin
Tore: 13. Bänziger (Burlet) 1:0, 26. Bachmann (Helbling, Ausschluss Galli) 2:0, 35. Gomez (Brändle) 3:0, 56. Uhlin (Reusser) 3:1, 60. Reusser (Leuenberger, Ausschluss Helbling) 3:2
Strafen: Flames 4x2', Capitals 2x2'
Bemerkungen: Flames ohne Rüegg Martin (rekonvaleszent), Müllhaupt, Frank (abwesend), 45. Tor von Bartolo annuliert, 57. Tor von Bern annuliert, 42. Pfostenschuss Bartolo