09.
2004
Herren NLB: Thun verliert das Saisonauftaktspiel in Jona
Man hatte sich, auf Thuner Seite viel vorgenommen für eine
erfolgreiche Gestaltung des Auftaktspiels. Doch es nützt alles nicht, wenn die
zum Teil guten Trainingsleistungen nicht im Spiel umgesetzt werden können. Das
zielt vor allem auf die (gute) Härte im Spiel, die der Gegner einsetzte. Etwas
das in den Thuner Trainings noch zu wenig praktiziert wird, aber nun bestimmt
vom Trainergespann gefordert wird. Denn Jona spielte geradlinig auf den Körper
und verschaffte sich so bei den Thunern soviel Respekt, dass man praktisch keine
Zweikämpfe mehr gewann und wer die Zweikämpfe nicht gewinnt, kann kein Spiel
gewinnen. Doch die Thuner hatten gegen diesen Nachteil ein teilweise brauchbares
Rezept: mit schnellem Kombinationsspiel, verschaffte man sich trotzdem immer
wieder Chancen.
Eine solche Aktion führte zum frühen und etwas überraschenden Führungstreffer.
Hatte man bis zu diesem Zeitpunkt sonst noch keine wirkliche Chance kreieren
können. Doch mit einigen schönen Pässen wurde schlussendlich Christoph Kneer vor
dem gegnerischen Tor freigespielt und erzielte das 1:0.Doch die Spieler der
Jona-Uznach Flames zeigten sofort eine Reaktion. Ein zu wenig genau gedeckter
Spieler wurde aus der Ecke vor dem Tor freigespielt und hatte keine Mühe den
Ausgleich zu erzielen. Jona hatte noch weitere Chancen im ersten Drittel, die
aber noch zu keinem weiteren Treffer führte. Erst wieder im Powerplay,
eingeleitet durch eine Einzelleistung des Tschechen Daniel Folta in Reihen der
St. Galler mit dem genialen Diagonalpass durch den Thuner Slot auf Janis
Bühlmann, wurde das zweite Tor von Jona erzielt. Weitere Treffer fielen im
ersten Drittel nicht mehr. Beide Verteidigungen zeigten sich meistens auf der
Höhe des Geschehens und wenn nicht, hielten die Torhüter auf beiden Seiten ihren
Kasten rein.Im zweiten Drittel starteten wieder die Flames besser, vor allem
weil die Thuner Mühe hatten sich in der Offensive festzusetzen und so dem Gegner
immer wieder Bälle unnötigerweise, durch ungenaue Pässe oder überhastete
Torabschlüsse, verschenkte. Und da war man dann sofort wieder mit
Verteidigungsaufgaben beschäftigt.Es brauchte aber wieder ein Powerplay für
Jona, welches zum 3:1 führte. Es hatte wieder Janis Bühlmann auf Pass des Points
direkt verwertet. Nun ging aber ein Ruck durch die Thuner Mannschaft. Man wollte
sich nicht einfach so geschlagen geben. Vehement wurde nun der Druck auf das
gegnerische Tor verstärkt. Immer wieder kam man zu guten Chancen, gerade auch im
Powerplay. Und in einer solchen Überzahlsituation schossen die Thuner den nicht
unverdienten Anschlusstreffer. Der Ball wurde über drei Stationen von links nach
rechts gespielt und Spielertrainer Stefan Bürki brachte mit dem Direktschuss in
die nahe Ecke die Thuner wieder heran.
Man glaubte immer daran, den Ausgleich zu erzielen und Chancen hatte man auch
zur genüge. Doch das Glück lachte den Thunern nicht. Der Ball machte noch einige
Male Bekanntschaft mit der Torumrandung oder wurde eine Beute des Schlussmanns.
Manchmal muss man das Glück erzwingen, doch auch der Schlussspurt mit sechstem
Feldspieler, für den im 2. Drittel eingewechselten Torhüter Berger, brachte
keinen Treffer mehr. Manchmal wäre etwas mehr Verkehr vor dem Tor des Gegners
vielleicht nötig gewesen.
Eine Reaktion der Thuner wird erwartet, gerade was das Körperspiel angeht.
Weiter ist wohl ein Abschlusstraining angesagt.
Die Einstellung für den nötigen Einsatz dazu ist bestimmt vorhanden. Wird für
das kommende Wochenende (Doppelrunde) sicher auch ein Teil des Erfolgrezeptes.
Viel ist nicht nötig, denn man weiss nun besser was man kann und was nicht und
ein Grund zur Panik ist nach diesem ersten Spiel noch nicht gegeben.
Jona-Uznach Flames - UHC Thun 3:2 (2:1, 1:1, 0:0)
Grünfeld, Jona - 100 Zuschauer
SR: Riva/Schlub
Tore: 9. Kneer (Burger) 0:1. 16. Brunner (Güntensberger) 1:1. 20. (19:24) Bühlmann (Folta/Ausschluss Kunz). 31. Bühlmann (Jud/Ausschluss Burger) 3:1. 35. Bürki (Silander/Ausschluss Brunner) 3:2
Strafen: Jona-Uznach Flames 6mal 2-Minuten, UHC Thun 3mal 2-Minuten
UHC Thun: Jaun (ab 37. Berger), Künzi, Schönholzer; Silander, Schmocker; Müller; Burger, Kneer, Kunz; Ackermann, Wüthrich, Bürki; Wüst, Rybka; Gerber
Bemerkungen: Thun ohne Wittwer (krank), Häusler und Gafner (verletzt)