17.
03.
2002
NLB Männer | Autor: UHC Thun

Herren NLB: UHC Thun gewinnt Spitzenkampf in der Verlängerung

Der Unihockeyclub Thun hat den NLB-Spitzenkampf für sich entschieden und sich in der Verlängerung gegen Unihockey Sense-Tafers durchgesetzt. Damit reicht ein Punkt im letzten Spiel um den ersten Platz definitiv auf sicher zu haben.

Bereits sicher war schon vor diesem Spiel, dass niemand mehr dem Aufsteiger aus Thun die Qualifikation für die NLA-Aufstiegsplayoffs würde streitig machen können. Von welchem Platz aus und damit gegen welchen Gegner er das tun wird steht indes auch nach dem Spitzenkampf gegen das zweitplatzierte Sense-Tafers noch nicht fest. Mit einem Sieg nach sechzig Minuten und damit drei Punkten wäre für Thun endgültig alles klar gewesen - doch soweit kam es nicht. Zwar wendeten die Thuner das zuvor fast aus den Händen verlorene Spiel im letzten Drittel mit zwei Treffern innerhalb der rekordverdächtigen Zeitspanne von nur gerade sechs Sekunden zum 5:4, doch währte die Führung nur gerade eine Minute, ehe den aufsässigen Freiburgern erneut der Ausgleich gelang. Dieses temporeiche und im Vergleich zu den bisherigen Partien in dieser Saison erwähnenswert faire Spiel verlief in etwa so, wie es sich vor allem neutrale Beobachter wünschen, welche sich nichts mehr als ein attraktives Unihockeyspiel wünschen: Tempo- und vor allem abwechslungsreich, mit vielen Torchancen auf beiden Seiten.
Die Thuner erwischten den besseren Start und schienen und sichtlich gewillt, das Nötige zu tun um den ersten Platz verteidigen zu können. So war es durchaus verdient, dass die Gastgeber nach zwölf Minuten dank zwei Treffern durch Michael Zoss mit 2:0 in Führung lagen. Der Anschlusstreffer der Gäste fiel aus dieser Sicht eher unglücklich und leitete die erste Wende in diesem Spiel ein. Von nun an übernahmen vorwiegend die Freiburger das Diktat, nicht zuletzt auch weil sie am Ende des Drittels von zwei Strafen gegen die Thuner profitieren konnten, jedoch liessen sie zumindest resultatmässig beide ungenutzt verstreichen.
Dennoch aber bekundete der Leader auch nach der Pause etwas Mühe mit der aufsässigen Spielweise des Gegners, welcher nun besser im Spiel war und den Druck auf das Thuner Tor aufrechtzuerhalten vermochte. Als beinahe logische Konsequenz fiel bei Spielmitte, als Sense Tafers erneut in Überzahl agieren konnte, der Ausgleich und nur eine Minute später kam es noch härter für die Thuner, welche nun plötzlich mit 2:3 im Rückstand lagen. Doch wie schon so oft in dieser Saison bewies der Aufsteiger, dass er sich von Rückständen nicht beunruhigen oder gar aus dem Konzept werfen lässt. Ruhig aber bestimmt gingen die Thuner nach dem Wiederanpfiff ans Werk und vermochten wieder an die gute Leistung aus dem ersten Drittel anzuknüpfen. Bereits nach etwas mehr als zwei Minuten war es schliesslich Marco Fantuz, welcher den Ausgleich bewerkstelligte. Doch die Freude war erneut nicht von allzu grosser Dauer, denn Sense Tafers ging fünf Minuten später wieder in Führung - durch einen Treffer in Unterzahl! Doch auch diesen Rückschlag steckten die Thuner weg, und wie: Als sie nur wenig später die sechste
Gelegenheit erhielten in Überzahl zu spielen schlugen sie zu: Erst erzielte Michael Zoss den zu diesem Zeitpunkt längst überfälligen Überzahltreffer und nur gerade sechs (!) Sekunden später doppelte Reto Aeschbacher nach, womit Thun also plötzlich wieder in Führung lag. Diese vermochten sie zwar nicht über die Zeit zu retten und mussten damit wie vor Wochenfrist in die Verlängerung, von welcher es diesmal aber nicht viel zu berichten gibt. Denn nach nur gerade 19 Sekunden war es erneut Captain Reto Aeschbacher, welcher den Ball mit ungemeiner Wucht unter die Latte hämmerte und damit seinem Team einen Zusatzpunkt sicherte.  Damit ist der UHC Thun auf dem besten Weg, seine erste Nationalliga B-Saison der Vereinsgeschichte auf dem ersten Platz abzuschliessen. Hierzu benötigt der Aufsteiger am Ostermontag gegen die Jona-Uznach Flames noch zumindest ein Unentschieden, ehe es dann mit dem Saisonhöhepunkt, den Playoffs um den Aufstieg in die Nationalliga A losgehen kann.


UHC Thun - Unihockey Sense Tafers 6:5 n.V. (2:1; 0:2; 3:2; 1:0)
MUR, Thun -160 Zuschauer
SR: Jenni/Wunden
UHC Thun: Scheidegger; Nussbaum, Häusler, Frey, Schmocker, Zürcher, Stübi, Schönholzer; M. Aeschbacher, R. Aeschbacher, Akermann, Kubli, Wüthrich, Zoss, Bürki, Dähler, Wittwer; Hehlen
Unihockey Sense: Th. Pürro ; Haymoz, Lundberg, Küenzi, Cantin, M. Pürro, Wälchli; Schwaller, Boschung, Burri, Hayoz, Schorno, Fasel, Brügger; Gauch
Tore: 10. Zoss (Bürki) 1:0. 13. Zoss (Bürki) 2:0. 15. Burri (Hayoz) 2:1. 30. Lundberg (Hayoz/Ausschluss M. Aeschbacher) 2:2. 32. Schorno (Boschung) 2:3. 43. Fantuz (M. Aeschbacher) 3:3. 48. Schwaller (Burri/Ausschluss Hayoz!) 3:4. 51. (50:14) Zoss (R. Aeschbacher/Ausschluss Burri) 4:4. 51. (50:20) R. Aeschbacher (Fantuz) 5:4. 52. Schwaller (Hayoz) 5:5. 61. R. Aeschbacher (Fantuz) 6:5
Strafen: UHC Thun 4x2'; Sense Tafers 5x2'
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1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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