13.
03.
2004
NLB Männer | Autor: Boesch Klaus

Herren NLB: Ungenügende Dietliker verlieren erstmals gegen Basel Magic

Einmal mehr haben sich die Spieler des UHC Dietlikon selbst geschlagen. 50 von 60 Minuten wurden völlig verschlafen, eine 6:10 Niederlage ist die logische Folge davon. Zehn Minuten einigermassen geordnetes Unihockey reichen auch gegen den Tabellenletzten nicht aus.

Dass Dietlikon vor dem letzten Spiel der Abstiegspoule mit dem Rücken zur Wand steht verwundert nach dieser Saison eigentlich niemanden. Zu oft hat man den Gegnern das Toreschiessen einfach gemacht; zu oft wurde der Start in ein Spiel verschlafen; und zu oft konnte ein möglicher Punktgewinn nicht über die Zeit gebracht werden. Das letzte Drittel, oder besser die letzten fünf bis zehn Minuten müssen für die Zuschauer in der Hüenerweid jeweils eine Tortur gewesen sein. Immer und immer wieder hat der UHC es in dieser Zeit geschafft sicher, oder zumindest möglich geglaubte Punkte aus der Hand zu geben. Gründe dafür gibt es wohl viele. Mangelnde Chancenauswertung ist einer davon, schlechte Zuteilung in der Defensive, ungenügendes Backchecking und fehlerhaftes Zweikampfverhalten sind weitere. Man könnte hier auch noch mehr aufzählen, die Konsequenz aus diesen Fehlern bliebe sich gleich.

30 Minuten vorgeführt
Das Spiel begann, das erste Drittel verstrich, Basel schoss zwei Tore. Aber wo waren eigentlich die Dietliker? Dass das Verdikt nach diesen 20 Minuten nicht deutlicher ausfiel war fast schon verwunderlich, und einzig der noch nicht sehr zwingenden Offensivbemühungen der Gäste zuzuschreiben. Dass Dietlikon noch keine Tore geschossen hatte wiederum entsprach dem bisher gezeigten. Ein flüssiges Passspiel kam bei den Gastgebern nie wirklich auf. Der Beginn des zweiten Drittels versprach für Dieklikon besser zu werden kassierte doch der an diesem Abend stärkste Basler, Henrik Talme, eine 5-Minuten Strafe. Bilanz dieser fünf Minuten 1:1. Erst erhöhten die Basler per Shorthander auf 3:0, ehe Daniel Stöpel, seines Zeichens bester Dietliker des Abends - zugleich auch der einzige der den Ansprüchen genügen konnte - auf 1:3 verkürzen konnte. Dem Spielverlauf tat dieser Treffer aber keinen Abbruch; weiter war Basel die Spielbestimmende Mannschaft und zog bis zur 36. Minute auf 6:1 davon. Der sechste Treffer viel notabene wieder in Basler Unterzahl.

Unerwartete Aufholjagd
Was ab der 36. bis zur 49. Minute geschah, musste für die Basler und vor allem für deren Torhüter ein warer Albtraum gewesen sein. Durch zwei weiter Powerplaytore im Mitteldrittel konnte Dietlkon noch auf 3:6 verkürzen, und die Hoffnung kehrte zurück. Und wie sie zurückkehrte. Im letzten Drittel schien Basel darauf bedacht zu sein, den Vorsprung zu halten. Dietlikon rannte nun gegen das Basler Gehäuse an. Wie gefährlich diese Versuch aber waren zeigte sich an den Toren, welche die Gastgeber erzielten. Das 4:6: ein hoher Pass von List, der plötzlich zum gefährlichen Aufsetzer wird und Torhüter Nieth über die Schulter springt. Das 5:6: Freistoss auf der verlängerten Torlinie, Rückpass auf den Verteidiger, dieser trifft den Ball nur ungenügent, doch das kurze Ecke ist offen und der Ball kullert ins Tor. Das 6:6: Schuss fast von der verlängerte Torlinie, der Ball springt Nieth an die Schulter und über diese ins Tor.

Die verflixten letzten zehn Minuten
Plötzlich hatte Dietlikon Oberwasser. Es schien, als hätte man den Gegner doch noch gebrochen und könnte das Spiel noch ganz drehen. Doch weit gefehlt. Statt den wohl erlösenden siebten Treffer zu erzielen, erhielt man diesen. Und plötzlich waren die Gastgeber wieder wie von der Rolle. Die Tor acht bis zehn vielen innerhalb von nur 70! Sekunden. Und jedes Mal durfte sich der erfolgreiche Basler bei der Dieliker Hintermannschaft bedanken, wurde es ihnen doch nicht wirklich schwer gemacht Andreas Häberli zu bezwingen. Nun kommt es also in zwei Wochen zum grossen Showdown in Biel, welches unerwartet dem UHC Thun die erste Niederlage in der Abstiegspoule beigebracht hat. Der Sieger wird sich zurücklehnen und die spielfreie Zeit geniessen können, der Verlierer darf sich auf einen hochmotivierten 1.-Ligisten bereit machen.


UHC Dietlikon - Basel Magic 6:10 (0:2,3:4,3:4)
Hüenerweid, Dietlikon - 50 Zuschauer
SR: Dönz/Krez
Tore: 11. Talme (Mosimann, Ausschluss List) 0:1, 12. Zeller (Balogh) 0:2, 24. Lohner (Ausschluss H.Talme!) 0:3, 26. Stöpel (Moser, Ausschluss H.Talme) 1:3, 29. Mosimann (H.Talme) 1:4, 33. Renggli 1:5, 36. H.Talme (K.Talme, Ausschluss Mutti!) 1:6, 36. Stöpel (Geiser, Ausschluss Mutti) 2:6, 40. Geiser (Stöpel, Ausschluss Mosimann) 3:6, 46. List 4:6, 48. Hauser (Stöpel) 5:6, 49. Moser 6:6, 54. H.Talme 6:7, 56. Mutti (Spitteler) 6:8, 56. H.Talme (Mosimann) 6:9, 57. Lohner 6:10
Strafen: UHCD 1x2', Basel 3x2' + 1x5'
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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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