11.
2003
Herren NLB: Weitere unnötige Niederlage für die Bieler
Generell stimmt die Leistung beim NLB-Aufsteiger Biel-Seeland nach wie vor. Die Resultate hingegen liessen in den letzten Spielen zu Wünschen übrig. Auf die Lehrstunde bei den Berner Capitals folgte letzte Woche eine unnötige 8:9-Niederlage gegen Tafers - und auch das jüngste 4:6 beim Leader aus Bülach wäre vermeidbar gewesen. Die Bieler waren dem Gegner zu keinem Zeitpunkt unterlegen und brachen sich einmal mehr durch defensive Unkonzentriertheiten selber das Genick.
Für einen optimalen Start in die Begegnung sorgte Sandro Della Rosa mit seinem Treffer zum 0:1 in der ersten Spielminute. In der Folge baute Luan Misinis Equipe jedoch etwas ab und sah sich zur ersten Drittelspause mit 1:2 im Rückstand. Ein gefälliges Aufbau- und Kombinationsspiel zeigten die Seeländer dann im Mitteldrittel. Bis auf Misinis Ausgleichstreffer in der 35. Minute blieben die Bieler Angriffswellen jedoch ohne Folgen. «Im zweiten Spielabschnitt haben wir zu viele Chancen ausgelassen», weiss Verteidiger Patric Martin, «zumal wir dem Gegner in dieser Phase überlegen waren.»
Nachlässigkeiten bestraft
Für ihre Nachlässigkeiten im Abschluss wurden die Bieler denn auch hart
bestraft. Als Folge eines krassen Missverständnisses zwischen Verteidiger Klaus
Ritter und Goalie Beat Bruderer gelang den Bülachern quasi unbedrängt das 3:2
- für das Bieler Spiel bedeutete dies den Knackpunkt. Zwar gelang den Gästen
beim Stande von 4:2 noch der Anschlusstreffer durch den jungen Nicolas Christen.
Noch in der gleichen Minute stellten die Bülacher den Zwei-Tore-Abstand wieder
her. Auch Adrian Kochers 5:4 liess beim UHC Biel-Seeland nur noch für kurze
Zeit Hoffnung aufkeimen. Seinen fehlbaren Mitspielern mag Martin keine Vorwürfe
machen, eine Schlüsselszene sieht er im unnötigen 3:2-Treffer der Gastgeber
dennoch. «Dieser Gegentreffer war sicher nicht entscheidend, doch aber
richtungsweisend für den weiteren Verlauf der Partie», so seine Einschätzung.
«Bis zu diesem Tor war ich mir eigentlich sicher, dass wir die Begegnung
gewinnen würden», fügt er an.
Steigerung nötig
Will sich der UHC Biel-Seeland weiter auf Finalrunden-Kurs halten, gerät er
nach der dritten Niederlage in Folge nun langsam unter Zugzwang. Martin bleibt
indes zuversichtlich. «Es muss einfach jedem bewusst sein, wozu wir im Stande
sind. Man hat bereits gesehen, dass wir es mit jeder Mannschaft dieser Liga
aufnehmen können.» Sorgen bereitet ihm lediglich die Defensive, die nach wie
vor «zu instabil» sei. «Hier kann sich jeder noch steigern, denn
Defensivarbeit ist reine Willenssache.» Gelegenheit dazu bietet sich am
nächsten Wochenende in den Heimspielen gegen Thun und Uster.