23.
01.
2011
NLB Männer | Autor: Zug United

Krimi zum Auftakt

In einem Match der alles bot, gibt die United einen sicher geglaubten Vorsprung noch aus der Hand. In der darauf folgenden Verlängerung erleben die Zuschauer eine Achterbahnfahrt der Emotionen.

Mit viel Spannung war die erste Partie der Play -Offs erwartet worden. Beide Teams hatten sich in der Woche zuvor sicherlich auf den Gegner der langen Serie eingestellt. Aber mit Abtasten war nichts, sofort ging es in der Dorfmatthalle zu Sache. Mit etwas mehr Cleverness gelang es Zug bis zur Drittelshälfte einen 2:0 Vorsprung herauszuspielen. Sich darauf Ausruhen wäre aber ein Fehler gewesen, denn die St. Galler hatten durchaus ihre Chancen um ihrerseits zum Torerfolg zu kommen. Trotzdem hielten sich die Kräfte im ersten Spielabschnitt die Waage und es fielen keine weiteren Tore mehr.

Mit diesem ermutigenden Pausenresultat erschien die Equipe vom Zugersee lebendig aus der Garderobe und kam schon kurz nach dem Anpfiff zu einem weiteren Treffer. Da Zug danach etwas Tempo aus der Partie nahm und sich etwas zu fest auf ihren Vorsprung verliess gelang es Jona in der 29. Minute mit einem Doppelschlag zurück in die Partie zu finden. Plötzlich war es nur noch 3:2 und das Spiel nach gut der Hälfte wieder völlig offen. Die Reaktion der United aber war heftig und effizient. Von der 35. bis zur 39. Spielminute fielen während einer Druckperiode des Heimteams ganze drei Tore zur vermeintlichen Entscheidung. 6:2 zum zweiten Gong.

Vorsprung leichtfertig verspielt
Wer nun dachte, im letzten Drittel Ballgeschiebe zu sehen, hatte sich geschnitten. Noch war nicht eine Minute gespielt, nützten die Flames eine Überzahlsituation zum ersten Anschlusstreffer aus. Und auch danach blieben die Gäste hartnäckig, brachten viele Flatterbälle auf das Tor und erhöhten den Druck kontinuierlich. Nicht überraschend wurden sie dafür auch belohnt. Bereits vor Spielabschnittsmitte fiel per Shorthander das 6:5. Zug schaffte es zwar noch währen derselben Strafe noch einen Treffer zu erzielen und somit wieder mit zwei Toren in front zu liegen, geriet aber danach arg in Nöten. Die letzten zehn Minuten wogte das Geschehen dann hin und her und resultierte beim Stand von 7:6 drei Sekunden vor Schluss in einen Freistoss vor dem zuger Gehäuse. Andreas Gahlert von den Jona-Uznach Flames liess sich nicht zweimal bitten und versorgte denn Ball unter der Latte. Nur noch eine Sekunde hätten die Defensive standhalten müssen, aber es hatte nicht sollen sein.

Entscheidung in der Overtime
Nach einer kurzen Verschnaufpause nahmen die beiden Teams also eine 20 minütige Verlängerung mit Golden Goal Charakter in Angriff. Da Jona längst mehr so offensiv spielte wie vor der Sirene, fanden die Weiss-Blauen zurück zu ihrem Spiel. Der Ball zirkulierte wieder besser durch die Reihen und man konnte wieder ein Chancenplus ausmachen. Trotzdem dauerte es schmerzende 18:43 Minuten und einen verschossenen Penalty bis zur Erlösung. Adi Sidlers Schuss aus dem Hinterhalt wurde vor dem Tor von einem Zuger noch entscheidend abgefälscht und fand den Weg ins Tor. Somit ist Zug mit zwei blauen Augen davon gekommen. Sidler muss zuerst tief durchatmen: „Dieser Match hatte alles wirklich Play-Off Charakter, es war dumm von uns diesen Vorsprung noch aus den Händen zu geben" sagt er und fügt nach einer kurzen Pause an „aber schlussendlich zählt nur der Sieg." Damit führt Zug in der Serie mit 1:0. Bereits nächste Woche findet dann in Uznach das zweite Spiel statt.

Zug United - Jona-Uznach Flames 8:7 n.V. (2:0, 4:2, 1:5, 1:0)
Dorfmatt. - 220 Zuschauer. - SR: Ziegler/Güpfert.
Tore: 10. Poletti (Pulfer) 1:0 11. Eigentor Flames (Ausschuss Prentic) 2:0 22. Keltanen (Poletti) 3:0 29. Heller(Jud) 3:1 29. Schmucki (Muhl) 3:2 35. Kozusnik (Ulli) 4:2 37. Trinkler(F. Schuler) 5:2 39. F. Schuler (Sidler) 6:2 41. Gomez (Gahlert/Ausschuss Ulli) 6:3 44. Jud (Kalberer) 6:4 48. Klotz(Gahlert) 6:5 49. Kozusnik (Keltanen/Ausschuss Ebinger) 7:5 53. Klotz (Jud) 7:6 60(59:59) Gahlert (Gomez) 7:7 79. Oderbolz (Sidler) 8:7.
Strafen: 4-mal 2 Min. gegen Zug, 6-mal 2 Min. gegen Jona-Uznach.
Zug United: Suter, Grimmer, Pulfer, D. Schuler, Kronauer, Kozusnik, Trinkler, Keltanen, Bützer, Sidler, F. Schuler, Poletti, Grüter, Schwerzmann, Oderbolz, Koller, Wyttenbach, Pätynen.
Jona-Uznach Flames: Kalberer, Grütter, Keller, Eschbach, Klotz, Jud, Heller, Prentic, Ebinger, Beutler, Muhl, Unlotz, Gomez, Müller, Gahlert, Thoma, Schmucki, Kistler, Mangia.

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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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