22.
01.
2006
NLB Männer | Autor: Bern Capitals

Männer NLB: Finalrundenluft wird dünner

Die Caps-Herren vermochten im klassischen 6-Punkte-Heimspiel gegen die knapp vor ihnen platzierten Jona-Uznach Flames nicht zu punkten: Trotz einem 4:1-Vorsprung nach 20 Minuten verloren die Berner noch mit 6:7. Durch etliche Strafen der Caps kamen die St. Galler ins Spiel zurück. Die intensive Partie gipfelte mit einer roten Karte gegen Artursson, welcher den Caps nun im letzten Spiel gegen Lok Reinach fehlen wird. Nebst den Stadtbernern machen sich auch noch Thun und Bülach Hoffnungen auf die Finalrunde - nur ein Team wird nächste Woche jubeln...

Die Gäste aus St. Gallen starteten klar besser in die für beide Teams so wichtige Partie. Mit einem dosierten Forechecking kesselten sie die Caps in der eigenen Platzhälfte ein. Dem Spielverlauf entsprechend gingen dann die Flames auch in Führung: Von Wartburg bezwang Falk bereits in der fünften Minute mit einem Volleyschuss aus nächster Distanz. Die Berner vermochten aber auf den frühen Rückstand zu reagieren. Sie kamen insbesondere nach dem Ausgleichstreffer durch Leuenberger besser ins Spiel. Der Schwede Artursson, der später in dieser intensiven Partie noch auf sich aufmerksam machen sollte, erhöhte das Skore bis kurz vor Drittelsende mit zwei sehenswerten Treffern auf 3:1. Und als erneut Leuenberger 12 Sekunden vor der Sirene auf 4:1 erhöhte, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Die Caps konnten viele Jona-Angriffe bereits im Aufbau stören und kamen so immer wieder zu gefährlichen Abschlüssen.

Strafenflut bremste Spielfluss
Im Mitteldrittel schienen die Stadtberner das Spielgeschehen kontrollieren zu wollen und überliessen den Gästen wohl etwas zu sehr das Spieldiktat. Durch teils unnötige, teils sehr fragwürdige Strafen brachten sie sich zusätzlich ins Hintertreffen und Jona konnte so zur Spielmitte hin durch zwei Treffer in Überzahl auf 3:4 verkürzen. Die Partie war wieder so richtig lanciert, für beide Teams ging es bekanntlich um eminent wichtige Punkte im Kampf um die Finalrundenplätze. In der 38. Minute kam es dann für die Caps noch schlimmer: Gomez glich das Skore erstmals aus und die Partie begann wieder von Null.

Aus dem Spiel gefallen
Da Jona dank einer weiteren Strafe gegen Leuenberger mit einem Mann mehr ins Schlussdrittel starten konnte, lagen die Vorteile bei den Gästen. Diese vermochten dank ihrem starken Powerplay den Vorteil zu nützen: Der Tscheche Skalik brachte die Flames erstmals seit dem Startdrittel wieder in Führung. Die Caps ihrerseits wollten diesen Rückstand wieder wettmachen und kämpften vorbildlich. Immer wieder wurden sie allerdings in ihrem Unterfangen durch die Unparteiischen, die einen denkbar schlechten Abend einzogen, zurück gebunden. Statt sich aufs Spiel zu konzentrieren, haderten sie mit den teils skurrilen Entscheidungen. Jona-Uznach liess sich dabei wenig beirren und kam durch Faganini und wiederum Skalik zu zwei weiteren Treffern. 10 Minuten vor Spielende hiess es also urplötzlich aus Sicht der Berner 4:7.

Matchstrafe gegen Artursson als Höhepunkt
Die Partie wurde zusehends hektischer und aggressiver. Die Schiedsrichter konnten auch weiterhin nicht „beruhigend“ auf die Spieler einwirken und ernteten bei fast jeder Entscheidung bissige Kommentare. Insbesondere der Caps-Schwede Artursson, der sich an diesem Abend gleich drei Mal auf der Strafbank wieder fand, hatte seine Nerven - verständlich oder nicht sei dahingestellt - nicht mehr im Griff. Die Aufholjagd der Berner begann mit einem Treffer von Dysli zwei Minuten vor Schluss. Als dann der heute beste Caps-Akteur Leuenberger nur 11 Sekunden danach zum 6:7 Anschlusstreffer einschob, war wieder Leben in den Caps-Spielern. Die spielentscheidende Szene ereignete sich wiederum nur wenig später. Artursson wurde im Mitteldrittel gefoult, Bebie/Stäheli liessen die Partie laufen. Den anschliessenden Ausraster des Schweden taxierten die beiden mit einer roten Karte. Für die Caps war damit die Aufholjagd jäh beendet, denn während der fällig gewordene „Überzahl“ kontrollierten die Jona-Uznach Flames den eigenen Slot und brachten den knappen Sieg über die Zeit.

Einmal mehr konnten die Caps keine konstante Leistung erbringen und haben insbesondere den Dreitorevorsprung aus dem Startdrittel nicht nutzen können. Klar haben auch die Unparteiischen, und dies wurde von jedem neutralen Beobachter klar bestätigt, eine denkbar schlechte Leistung erbracht und ihren Teil zur Berner Niederlage beigetragen, dennoch darf dies nicht als Entschuldigung genutzt werden. Wollen die Caps das Minimalziel Finalrunde noch erreichen, benötigen sie am kommenden Sonntag in Reinach einen Sieg. Sie haben es also nach wie vor selber in der Hand, auch Ende Qualifikation vor den Verfolgern Thun und Bülach zu stehen.


Bern Capitals - Jona-Uznach Flames 6:7 (4:1, 0:3, 2:3)
Moos, Gümligen - 225 Zuschauer
SR: Bebie / Stäheli
Tore: 04:02 Von Wartburg (Folta) 0:1, 05:46 Leuenberger (Luginbühl) 1:1, 13:10 Artursson (Dysli) 2:1, 18:15 Artursson (Uhlin) 3:1, 19:48 Leuenberger (Luginbühl) 4:1, 28:42 Folta (Ausschluss Artursson) 4:2, 30:37 Linder (Folta / Ausschluss N. Galli) 4:3, 37:43 Gomez (Folta) 4:4, 40:27 Skalik (Jud / Ausschluss Leuenberger) 4:5, 45:15 Fagagnini (Bischof) 4:6, 47:54 Skali (Ausschluss Artursson) 4:7, 57:45 Dysli 5:7, 57:56 Leuenberger (Salzmann) 6:7
Strafen: Bern Capitals 6x2 + 1x5' + Matchstrafe (Artursson), Jona-Uznach Flames 2x2'
Bern Capitals: Falk; Buser, Moesch; Dysli, Geiser; S. Galli, N. Galli; Leuenberger, Luginbühl, Salzmann; Abbühl, Uhlin, Artursson; Gehr, Baumann, T. Tröhler
Flames: Frank; Jud, Linder; S.Fagagnini, Kalberer; Folta, Thoma; Vollenweider, Koffler; Skalik, F.Fagagnini, Burlet; Bischof, Gomez, Santoro; Von Wartburg, Brunner, Krauer; Bänziger, Schmid, Unholz
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1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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