01.
2007
Männer NLB: Nur Remis gegen Sense
Von Beginn weg zeichnete sich bereits ab, dass die Gäste aus dem Freiburgerland das Spieldiktat grösstenteils den Einheimischen überlassen würden. Floorball Thurgau nahm diese Aufgabe gerne entgegen und erspielte sich einige gute Torgelegenheiten. Wie schon öfters in dieser Saison musste das Heimteam aber zuerst ins Hintertreffen geraten, um den eigenen Torreigen zu eröffnen. Nach 20 Minuten hiess es 1:1.
Im zweiten Drittel legten beide Teams los wie die Feuerwehr. Innert fünf Minuten fielen vier Tore zum zwischenzeitlichen 3:3. Die jeweilige Führung wurde vom gegnerischen Team postwendend wieder ausgeglichen. Keiner der Mannschaften gelang es im gesamten Spiel mit mehr als einem Tor in Führung zu gehen. So verwunderte es nicht wirklich, als mit dem 4:4 Ausgleich in der 33. Minute auch gleich der Mittelabschnitt unentschieden endete.
Für den Schlussabschnitt wollte Floorball Thurgau das Tempo hoch halten und weiterhin viele Schüsse aufs Tor abfeuern. Mit der Überzeugung dieses Spiel zu gewinnen, agierte das Heimteam in dieser Phase. Ein abgefälschter Scherrer-Schuss fand den Weg zum 5:4 und verlieh der Siegessicherheit zusätzliche Nahrung. Die Sensler nutzen im Anschluss eine weiter Strafe mit dem dritten Powerplay-Tor zum erneuten Ausgleich und liess eine eigentliche Stärke der Thurgauer, das Spiel in Unterzahl, an diesem Abend als Schwäche erscheinen. Als dann sechs Minuten vor Ende der regulären Spielzeit Hovivouri einen Schuss unglücklich ins eigene Tor ablenkte, nahm Thurgau-Trainer Ferro sein Timeout. Dies verfehlte seine Wirkung nicht. Floorball Thurgau konnte das Resultat nochmals drehen und führte 1.13 Minuten vor der finalen Sirene 7:6. Mit dem Mute der Verzweiflung und einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters setzten die Fribourger alles auf eine Karte und kamen 26 Sekunden vor Ende mittels spektakulärem Distanzschuss aus spitzem Winkel tatsächlich nochmals zum Ausgleich. Die anschliessende Verlängerung brachte keinen Sieger hervor, obwohl Floorball Thurgau rund drei Minuten in Überzahl agierte.
„Dieses Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an“, so der Tenor der sehr enttäuschten Thurgauer Akteure. In der Tat ist es bitter, ein Spiel kurz vor Schluss nochmals zu drehen um dann doch nicht zu gewinnen. Um so mehr, weil man die Punkte gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um die Masterround gut hätte gebrauchen können.
Floorball Thurgau bleiben noch drei Spiele um die Masterround zu erreichen beziehungsweise um sich eine gute Ausgangslage für die drohende Abstiegspoule zu schaffen.
Floorball Thurgau - Unihockey Sense-Tafers 7:7 n.V. (1:1, 3:3, 3:3, 0:0)
Sproochbrugg, Zuckenriet, 120 Zuschauer
Tore: 10.07 Kaeser (Martin) 0:1, 14.18 Ackerknecht (Salzmann) 1:1, 20.32 Kaeser (M. Wälchli; Ausschluss Bötschi) 1:2, 21.36 Kradolfer (R. Gerber) 2:2, 24.09 P. Gerber (Kradolfer; Ausschluss Schorno) 3:2, 25.30 Brechbühl 3:3, 27.20 Scherrer (Wolfer) 4:3, 32.11 Kaeser (C. Wälchli; Ausschluss Wolfer) 4:4, 44.10 Mahler (Scherrer) 5:4, 50.55 Brechbühl (C. Wälchli; Ausschluss Wolfer) 5:5, 54.13 Eigentor 5:6, 57.36 Scherrer (Kradolfer) 6:6, 58.47 Schadegg (Fuchs) 7:6, 59.34 Kaeser (Schorno) 7:7
Strafen: Thurgau 3x2', Sense 3x2'