02.
2008
Männer NLB: Trotz Niederlage zufrieden
Das Spiel begann mit einem offensiven Feuerwerk und bot den Zuschauern von der ersten Sekunde an temporeiches und äusserst intensives Unihockey. Es war offensichtlich, dass die Kloten-Bülach Jets diese Partie unbedingt gewinnen mussten um noch eine Chance auf die Aufstiegsspiele zu haben, denn sie setzten die Zuger gleich gehörig unter Druck. Hannelius und Pappi konnten nach sieben Minuten mit einem Doppelschlag die zu diesem Zeitpunkt verdiente 2:0-Führung bewerkstelligen. Zug United wusste jedoch zu reagieren und erzielte durch Philip Schuler im Powerplay und Oderbolz bis zur 12. Minute den Ausgleich. Keine Minute später war mit Silvola auch der dritte finnische Söldner in den Reihen Klotens erfolgreich und es stand 3:2 für das Heimteam. Den Zuschauern blieben jedoch nur gerade vier Sekunden Erholungszeit, bis der Ball bereits wieder im Netz zappelte: Oderbolz war auf Pass von Michel erfolgreich und glich das Spiel wieder aus. Das Spektakel setzte sich mit je einem weiteren Tor auf beiden Seiten sogar noch fort und die erste Pause nach zwanzig Minuten war beim Stande von 4:4 sowohl für die Spieler als auch für die Zuschauer wohl verdient.
Doppelter Doppelschlag
Das zweite Drittel verlief ebenso ausgeglichen wie das Erste, beide Teams waren aber darauf bedacht, defensiv etwas stabiler zu werden, so dass es nicht mehr ganz so viele Tore gab. Die Kloten-Bülach Jets konnten in der 27. Minute innert 29 Sekunden mit einem Doppelschlag auf 6:4 davonziehen, Zug zeigte sich jedoch wenig beeindruckt und glich in der 31. Minute innert 23 Sekunden ebenfalls mit einem Doppelschlag wieder aus. Beim Stande von 6:6 wurden zum zweiten Mal die Seiten gewechselt.
Kloten effizienter
Den Unterschied zu Gunsten von Kloten machte im letzten Drittel die grössere Effizienz aus. Beide Teams erarbeiteten sich immer wieder gute Einschussmöglichkeiten, während die Zuger aber entweder am eigenen Unvermögen oder am zum Teil äusserst unkonventionell agierenden Torhüter Stucki scheiterten, machten die Finnen in den Reihen der Jets ihre Sache besser: Hannelius mit einem platzierten Direktschuss und Pappi alleine vor Arnold vermochten den Ball jeweils im Zuger Gehäuse unterzubringen. Zug United zeigte auch im letzten Spiel der Saison eine starke Leistung, der 8:6-Sieg für die entfesselt wirkenden Klotener war aber aufgrund der Chancenverteilung sicherlich nicht unverdient.
Beste Saison der Klubgeschichte
Trotz dieser Niederlage waren die United-Akteure nach dem Spiel nicht sonderlich betrübt, im Gegenteil: Mit 33 Punkten aus 23 Spielen und dem damit verbundenen fünften Rang erreichten die Zuger das beste Ergebnis der noch jungen Vereinsgeschichte. Trainer Martin Rohmann zeigte sich insbesondere über die Fortschritte des jungen Teams erfreut: „Wir konnten uns in dieser Saison kontinuierlich steigern. Ich bin stolz auf die Mannschaft und auf das, was wir erreicht haben."
Kloten-Bülach Jets : Zug United 8:6 (4:4, 2:2, 2:0)
Ruebisbach, Kloten - 150 Zuschauer - SR: Lehmann/Schorr.
Tore: 7. Hannelius (Künzli) 1:0. 8. Pappi (Hannelius) 2:0. 11. P. Schuler (T. Grüter, bei Ausschluss Brandenberger) 2:1. 12. Oderbolz (Michel) 2:2. 13. (12:55) Silvola (Hannelius) 3:2. 13. (12:59) Oderbolz (Michel) 3:3. 15. Pappi (Künzli) 4:3. 17. Michel 4:4. 27. (26:05) Bischofberger (Künzli) 5:4. 27. (26:34) Künzli (Silvola) 6:4. 31. (30:01) Michel (M. Grüter) 6:5. 31. (30:24) Rossier 6:6. 46. Hannelius (Künzli) 7:6. 50. Pappi (Silvola) 8:6.
Strafen: 2 mal 2 Min. gegen Kloten; keine gegen Zug.
Kloten-Bülach Jets: Stucki, Bischofberger, Hannelius, Pappi, Haag, Fischer, Baltisberger, Meyer, Heinzelmann, Schmid, Künzli, Silvola, Andres, Thierstein, Kuhn, Bötschi, Brandenberger, Kurz.
Zug United: Arnold, Bumbacher, Trinkler, Schönenberger, Michel, Stalder, T. Grüter, Hartmann, Rossier, Amstutz, Sidler, Hocher, M. Grüter, Oderbolz, P. Schuler, Gaido, Stutzer.