11.
2009
Niederlage nach ganz schwacher Leistung
Es scheint, als hätte den Märchlern der dreiwöchige Meisterschftsunterbruch wahrlich nicht gut getan. Nicht nur, dass sie nach dieser "Pause" mehr verletzungsbedingte Absenzen als vorher zu beklagen haben, nein, es machte auch den Eindruck, dass ihr Selbstvertrauen und ihre Frechheit, welche sie in der vergangenen Partien so auszeichnete, irgendwie abhanden gekommen waren. Die Red Devils agierten gegen die Bündner saft- und kraftlos. Es fehlte vor allem am nötigen Durchsetzungsvermögen, um gegen die robusten aber spielerisch doch sehr bescheidenen Davoser wirklich etwas ausrichten zu können.
2:0-Führung leichtfertig verspielt
Und dennoch lief die Partie anfangs eigentlich für die Märchler. Ohne wirklich zu überzeugen, führten sie durch die Tore von Silvan Fagagnini und Reto Burlet nach dem ersten Drittel mit 2:0. Und auch zu Beginn des Mittelabschnitts hatten die Schwyzer ihre Möglichkeiten sogar auf 3:0 davon zu ziehen. Die Märchler liessen diese aber teilweise etwas gar fahrlässig aus, und so nahm dann das Unheil seinen Lauf. Der Gastgeber konnte die Partie in der Folge mit vier Toren drehen. Die Gegentreffer waren zwar in der Entstehung ebenfalls allesamt nicht wirklich zwingend, da aber der Tabellenletzte im Gegensatz zu den Märchlern wesentlich zielstrebiger agierte, ging die Führung durchaus in Ordnung.
Im letzten Abschnitt waren die Red Devils dann zu keiner wesentlichen Reaktion mehr fähig. Die Schwyzer waren zwar stets bemüht, doch gefährlich wurde es für die Bündner nicht mehr wirklich. Bezeichnend für den Märchler Auftritt war, dass sie ihre besten Momente in der Offensive dann hatten, wenn sie in Unterzahl agieren mussten. Mit einem Mann weniger waren sie schlicht und einfach gezwungen, mehr zu tun als sonst.
Red Devils müssen sich ihre Punkte erkämpfen
Trotzt allem Trübsal muss man sich aber in Erinnerung rufen, dass die Red Devils nun mal halt "nur" der NLB-Aufsteiger sind und bleiben. Und so werden sie auch in den nächsten Partien "nur" als Aussenseiter auflaufen. Das Spiel gegen den Tabellenletzten Davos-Klosters zeigte aber deutlich, dass die Schwyzer als Liga-Neuling sich jeden einzelnen Punkt hart erkämpfen müssen - da spielt es dann auch keine Rolle, ob der Gegner nun der Tabellenleader oder wie gestern das Schlusslicht ist.
I. M. Davos-Kloster - Red Devils March-Höfe 5:2 (0:2, 4:0, 1:0)
Arkaden Davos - 100 Zuschauer - SR: Lehmann / Schorr.
Tore: 10. Silvan Fagagnini (Mark v. Wartburg) 0:1. 10. Reto Burlet 0:2. 28. Jenni (T. Ilmer) 1:2. 36. Jenni (T. Ilmer)2:2. 37. Illmer 3:2. 40. Zurflüh (T. Ilmer/ Ausschluss Reto Burlet) 4:2. 42. Laely (Horn) 5:2.
Strafen: Davos-Kloster 1mal 2Min.; Red Devils 4mal 2Min.
Red Devils: Mäder (ET: Kaufmann); Schwyter, Küttel, Thomas Buser, Silvan Fagagnini, Keller, Molinari, Rüttimann, Stefan Burlet; Reto Burlet, Florin Fagagnini, Andy Buser, Oliver v. Wartburg, Mark v. Wartburg, Hess, Säuberli, Huber, Züger.
Bemerkungen: RD ohne Jud, Locher, Beeler, Müller, Schmucki.