12.
2013
Patzer in Jona
Zwei Tage vor Heiligabend kommt die United auswärts nie so richtig auf Trab und muss den aufopfernd kämpfenden Flames zwei Punkte zugestehen.
Bereits in der Startphase zeichnete sich der der Spielverlauf für die restlichen 65 Minuten ab: Zug war zwar mehrheitlich am Drücker, hatte mehr vom Spiel, konnte die Nadelstichartigen Gegenstösse der Platzherren nie so richtig abstellen. Vor allem in der Sturmabteilung wurde schon munter gesündigt, das 1:0 nach rund sechs Minuten war die Strafe. Symptomatisch für das ganze Spiel kam die Führung für Jona nach einer guten zuger Unterzahl mit einem Schuss in die nahe Ecke. Der Schwede Johan von der Pahlen, mit vier Punkten bester Zuger an diesem Abend, konnte zwar seine Farben noch vor der ersten Pause zurück ins Spiel schiessen, doch nur kurz darauf brachte eine Fehlerkette in der Defensive Zug um die Mühen der ersten zwanzig Minuten. 2:1 nach dem ersten Drittel.
Tritt zu spät gefunden
Auch im Mittelabschnitt liess der Leader seine Klasse phasenweise völlig vermissen. Als zur Spielhälfte endlich der lange angestrebte Ausgleich realisiert werden konnte, führte nur eineinhalb Minuten später ein weiterer Fehler zum nächsten Rückstand. Erst gegen Ende des Abschnitts und getragen von Aaron Stutzers Anschlusstreffer zum 4:3 nach fast 33 Minuten zeigten die vereinten Zuger ihre Qualitäten. Einbahnunihockey auf das St. Galler Tor war während der nächsten sieben Minuten das Motto, Zählbares resultierte aber weiterhin zu wenig. Und je länger dieser Ein-Tore-Rückstand bestand hatte, desto mehr lief den anrennenden Zentralschweizer die Zeit davon. Lange musste Blau-Weiss in den finalen zwanzig Minuten kämpfen, bis Routinier Pulfer einen Freistoss trocken in die Maschen setzte. Noch waren sechs Minuten zu spielen, die drei angestrebten Punkte waren weiterhin erreichbar. Doch die Flammen nutzen auch ihre zweite Überzahlgelegenheit des Abends zum nächsten Führungstreffer, knapp zwei Minuten vor Schluss befand sich die United erneut im Hintertreffen
Übergang ins neue Jahr
Noch einmal bäumten sich die Kolinstädter auf, noch einmal warf man ohne Torhüter mit sechs Feldspielern alles nach Vorne. Und wurde tatsächlich belohnt: Poletti mit einem Schlenzer sorgte rund dreissig Sekunden vor Schluss für die Verlängerung. Doch der Knopf im zuger Spiel war noch immer nicht gelöst, die Overtime gehörte vor allem dem Heimteam, ein Volleyabschluss kurz vor Ende des Spiels sorgte dann auch für die resultatmässige Bestätigung. 6:5 stand es am Ende auf der Anzeigetafel, am Zugersee muss man trotz last-minute Punktegewinn von einer Niederlage sprechen. Zu viele Chancen wurden im Verlaufe der Partie vergeben, zu viele Fehler schlichen sich in der Defensive ein. Bereits am vierten Januar gibt es gegen ULA die Chance auf Wiedergutmachung.
Jona-Uznach Flames - Zug United 6:5 n.V. (2:1, 2:2, 1:2, 1:0)
Grünfeld (Jona). - 320 Zuschauer. - SR: Scherrer/Zähnler
Tore: 7. Wellauer (Bernet) 1:0. 19. von der Pahlen (Trinkler) 1:1. 20. Müller (Wellauer) 2:1. 28. von der Pahlen (Y. Schelbert) 2:2. 30. Wellauer (Muggli) 3:2. 31. Schmucki (Heyne) 4:2. 33. Stutzer (von der Pahlen) 4:3. 55. Pulver (von der Pahlen) 4:4. 58. Eberle (Wellauer) 5:4. 60. (59:27) Poletti (Koutny) 5:5. 65. Jud (Schmucki) 6:5.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Jona-Uznach Flames. 3mal 2 Minuten gegen Zug United.
Jona-Uznach Flames: Kistler, Keller, Muggi, Guyes, Nieltlisbach, Eberle, Jud, Ebinger, Bernet, Heyne, Weber, Wellauer, Berzel, Unholz, Nef, Müller, Lendi, Schmucki, Helbing, Mangia.
Zug United: Suter, Stadelmann, Laely, Von der Pahlen, Pulfer, Schuler, Müller, Trinkler, C. Schelbert, Strebel, Limacher, Y. Schelbert, Keltannen, Poletti, Meier, Koutny, Bär, Stutzer, Amacher, Parathazham.
Bemerkungen: Zug ohne J. Schelbert, Fiechter, Merz (reckonvaleszent) Schweiger, Fallegger.