12.
01.
2014
NLB Männer | Autor: Voneschen Reto

UHCS: Spektakulär zur Playoff-Quali

Was für ein Spiel: Mit 11:10 hat der UHC Sarganserland in der 16. NLB-Runde zuhause gegen Thurgau nach einem Offensivspektakel erster Güte gewonnen. Die Play-off-Qualifikation ist nun auf sicher.

UHCS: Spektakulär zur Playoff-Quali Der UHCS erkämpft sich die Playoff-Qualifikation in einer spektakulären Partie gegen Thurgau (Bild: Erwin Keller).

«Stängeli» wird das zehnte Tor einer Mannschaft genannt und ist auch in der oft torreichen Sportart Unihockey kein alltägliches Ergebnis. Ein «Doppel-Stängeli», also wenn beide Teams mindestens zehn Tore schiessen sehr, sehr unüblich. Nichts ist unmöglich hiess es aber am Samstag, als der UHC Sarganserland und Floorball Thurgau den 255 Zuschauern in der Sarganser Riet-Halle eine tolle Show mit 21 Toren zeigten. Der UHCS zog im wilden Ritt das bessere Ende und gewann 11:10. Was noch wichtiger war: Die Play-off-Qualifikation ist nun endgültig unter Dach und Fach. In den letzten beiden Qualifikationsspielen geht es noch um die Rangierung und den Gegner in den Play-offs. Sogar der zweite Rang ist nun wieder möglich.

Fast jeder Schuss ein Treffer
Teilweise glich das Geschehen am Samstag auf dem NLB-Spielplatz dem benachbarten Kleinfeld der Junioren C. Angriff, Tor - Gegenangriff, Tor - Angriff, wieder Tor. Zeitweise war buchstäblich jeder Schuss ein Treffer. Eine Freude für die Zuschauer, ein Horror für Trainer und Torhüter. Auch Speaker Ossi Pfiffner war gefordert, der fast im Minutentakt die neuen Torschützen durchgeben musste.
Thurgaus U19-Vize-Weltmeister Nils Conrad eröffnete mit einem Unterzahl-Tor (4.) die verrückte Partie. In der gleichen Minute erhöhten die Gäste auf 2:0, worauf Daniel Grass mit einem Schuss von hinter (!) der Mittellinie auf 1:2 verkürzte (7.). Nur 40 Sekunden später stand es aber bereits 3:1. Die Gäste aus «Mostindien» legten unter der Regie der ehemaligen NLA-Stars Olli Oilinki und Armin Brunner ein horrendes Balltempo im Angriff vor, zeigten sich aber anfällig in der Abwehr. Dies nutzte der UHCS konsequent aus. Kurz vor der Pause glich er zum 4:4 aus - zehn Sekunden vor der Sirene hatte mit Bruno Singer ausgerechnet ein ehemaliger Thurgauer getroffen.

Vorsprung knapp verteidigt
Im Mitteldrittel ging das muntere Treiben weiter. Nachdem Roman Fehr erneut ausglich (26.), folgte die ominöse 29. Minute. Claudio Stucki musste auf die Strafbank, doch er sah kein Thurgauer Tor, sondern zwei (!) UHCS-Treffer zum 8:5. Thurgau-Coach Beni Bötschi zog mit dem Time-out die Notbremse, wechselte den Torhüter und kam kurz danach wieder bis auf ein Tor heran. Fernando Jenni mit einem Weitschuss stellte in der 36. Minute den 9:7-Pausenstand her. Beinahe wäre das «Stängeli» vor dem letzten Drittel perfekt gewesen.
Die Kadenz von acht Toren pro Drittel konnten die beiden Equipen im Schlussabschnitt nicht mehr halten. Für Spannung war nach Thurgaus 9:8 (52.) aber wieder gesorgt. Mit einem Doppelschlag mittels zwei prächtigen Weitschüssen sorgten Fabian Steiger (55.) und Christian Kohler (56.) vorerst für Ruhe. Fertig war das Spektakel aber noch lange nicht. Brunner und Oilinki wirbelten mittlerweile Seite an Seite, doch mit Severin Wenk (57.) und Joel Königshofer (58.) brachten zwei Eigengewächse Thurgau nochmals bis auf ein Tor heran. Zu mehr reichte es aber nicht mehr. Torhüter Thomas Vetsch und seine Vorderleute warfen sich heroisch in die Thurgauer Schüsse und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.

Erstes Saisonziel erreicht
«Wir haben die Partie im Mitteldrittel mit den zwei Unterzahl-Toren verloren», war Thurgaus Coach Bötschi überzeugt. Bei Sargans hob man die gute Moral und den Doppelschlag zum 11:8 hervor. Zu spüren war vor allem, dass die UHCS-Akteure den nötigen Punkt für die Play-off-Qualifikation um jeden Preis wollten und gerade in der Schlussphase, als Thurgau sehr viel Druck machte, mit viel Herz und Einsatz das eigene Tor verteidigten. Der Einsatz wurde belohnt. Mit der Play-off-Qualifikation ist das erste Saisonziel erreicht. Nun kann die Saison richtig losgehen.


UHC Sarganserland - Floorball Thurgau 11:10 (4:4, 5:3, 2:3)
Riet Sargans. - 255 Zuschauer. - SR Berchtold/Küenzi.
Tore: 4. (3:25) Conrad (Ausschluss Oilinki!) 0:1. 4. (3:53) Wenk (Oilinki) 0:2. 7. (6:50) Daniel Grass (Fehr) 1:2. 8. (7:39) Scherrer (Brunner) 1:3. 12. Gamma (Krecmer) 2:3. 14. (13:25) Fehr (Stucki) 3:3. 15. (14:54) Lienert 3:4. 20. Singer 4:4. 25. (24:34) Rubi (Conrad) 4:5. 26.(25:34) Fehr 5:5. 27. Krecmer (Gamma) 6:5. 29. (28:17) Fehr (Daniel Grass/Ausschluss Stucki!) 7:5. 29. (28:56) Gamma (Ausschluss Stucki!) 8:5. 32. (31:03) Altwegg (Oilinki) 8:6. 32. (31:29) Kressebuch (Brunner) 8:7. 36. Jenni (Gamma) 9:7. 53. Altwegg (Conrad) 9:8. 55. (54:03) Steiger (Singer) 10:8. 56. (55:59) Kohler (Giger) 11:8. 57. (56:35) Wenk (Kressebuch) 11:9. 58. (57:03) Königshofer (Oilinki) 11:10.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Sarganserland, 2-mal 2 Minuten gegen Floorball Thurgau.
Sarganserland: Vetsch; Steiger, Hardegger; Samuel Altherr, Stucki; Singer, Jenni; Furger, Kohler, Giger; Adrian Altherr, Fehr, Daniel Grass; Krecmer, Gamma, Pfiffner.
Thurgau: Brandenberger (29. Oertig); Ullmann, Conrad; Huber, Scherrer; Ausderau, Wachter; Rubi, Oilinki, Altwegg; Wattinger, Brunner, Königshofer; Lienert, Wenk, Dreier.
Bemerkungen: Sarganserland ohne Marco Grass, Roider (verletzt). - 29. (28:56) Time-out Thurgau, 58. (57:03) Time-out Sarganserland. - Fehr (Sarganserland) und Oilinki (Thurgau) als beste Spieler ausgezeichnet.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks