11.
2011
Zürisee gewinnt das Derby gegen die Flames
Ohne grosses Abtasten legten die beiden Mannschaften gleich so richtig los: zuerst eröffnete Graf das Score für die Einheimischen mit einer schönen Direktabnahme nach zwei Minuten. Doch praktisch im Gegenzug gelang Bernet der Ausgleich. Danach neutralisierten sich die beiden Mannschaften weitgehend, ehe nach 17 bzw. 18 Minuten je wieder ein Treffer fiel auf beiden Seiten. König egalisierte den erstmaligen Führungstreffer der Flames nach Zuspiel von Sigg. Mit dem Unentschieden nach 20 Minuten wurde das erste Mal die Seiten gewechselt.
Auch im zweiten Abschnitt waren es wiederum die Gastgeber, welche vorlegten: König erzielte seinen zweiten Treffer nach 24 Minuten, erneut bereitete Sigg vor. Die Führung hielt aber gerade mal wieder 65 Sekunden, als Klotz nach einem kapitalen Fehler in der Zürisee-Abwehr wieder ausgleichen konnte. Und es kam noch besser für die Flames als Gahlert nur vier (!) Sekunden später mittels Freistoss die neuerliche Führung für die Flames gelang. Zürisee bewies aber eine starke Moral und zeigte bis zum Ende des zweiten Drittels endlich mal druckvolles und attraktives Unihockey. So waren der Ausgleich durch Kaufmann (nach fantastischem Zuspiel von Kohli) und der erneute Führungstreffer durch Kohli, nach einem Distanzschuss zur Spielmitte dann auch absolut verdient. Es war dann sogar eher noch zu wenig Ausbeute für die Einheimischen, welche in dieser Phase stark aufspielten. Aber viele gute Chancen wurden teils fahrlässig vergeben oder gar nonchalant zu Ende gespielt. So blieb es beim knappen Vorsprung nach 40 Minuten.
Im Schlussdrittel waren es dann aber vorwiegend die Flammen aus Jona, welche vehement den Ausgleich suchten. Sie hatten jetzt viel mehr Ballbesitz aber Zürisee gestand in der Defensive nur wenig zu. So wurde es zur Geduldsprobe für die Gäste, welche nach 45 Minuten mit dem Ausgleich durch Wellauer belohnt wurden. Damit war die spannende Schlussphase eingeläutet, in welcher das Spiel auf beiden Seiten hätte kippen können. Fischer mit einem Schuss an die Latte und Hürlimann mit einem Knaller an Latte und Pfosten hatten jeweils die besten Chancen dabei für ihre Farben. Als die meisten der Anwesenden schon mit einer Verlängerung rechneten, kam der grosse Auftritt von Kaufmann, welcher mit seinem oben erwähnten Alleingang den vielumjubelten Siegestreffer für Zürisee schoss. Es schien als hätte er den Zweikampf von der Mittellinie an schon gefühlte 10 Mal verloren, als er in seiner typischen Art und Weise plötzlich vor dem gegnerischen Torhüter stand und diesen Bezwang. Einmal mehr ein fantastischer Geniestreich vom Besten Torschützen von Zürisee.
Mit vereinten Kräften und in Unterzahl (Jona ersetzte den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler) überstanden die Einheimischen die restlichen 81 Sekunden und mit der erlösenden Sirene begann der grosse Jubel bei Blau und Weiss. Ein nicht unverdienter Sieg war Tatsache, waren die Gastgeber vor allem in den ersten beiden Dritteln die aktivere Mannschaft gewesen. Mit dem zweiten Sieg in Serie ist die Sicht auf die Playoff - Plätze wieder einiges besser als auch schon. Da auch Ticino sein Spiel gewann, gibt es zwar Rangmässig keine Verbesserung, aber der Rückstand auf das sechstplatzierte Sarganserland beträgt „nur" noch vier Punkte.
Zürisee Unihockey ZKH - Jona-Uznach Flames 6:5 (2:2, 3:2, 1:1)
Farlifang, Zumikon. - 71 Zuschauer. - SR Bründler/Büchi.
Tore: 2. Graf (Kern) 1:0. 3. Bernet (Gahlert) 1:1. 17. Wellauer 1:2. 18. König 2:2. 24. König (Sigg) 3:2. 25. Klotz 3:3. 25. Gahlert (Mächler) 3:4. 27. Kaufmann (Kohli) 4:4. 30. Kohli (Bohli) 5:4. 45. Wellauer (Bernet) 5:5. 59. Kaufmann 6:5.
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Zürisee Unihockey ZKH. 3mal 2 Minuten gegen Jona-Uznach Flames.
Zürisee Unihockey: Frank; Scherrer, Parsons; Länzlinger, Bohli; Teulings, Kölbener; König, Sigg, Kaufmann; Kern, Graf, Kohli; Zimmermann, Rauber, Wyser; Hostettler, Gross, Fischer.
Jona-Uznach Flames: Kägi; Bernet, Keller, Mächler, Berzel, Klotz, Hürlimann, Grütter, Ebinger, Troxler, Heller, Wellauer, Unholz, D. Müller, M. Müller, Gahler, Nef, Schmucki, Kistler.
Bemerkungen: Zürisee ohne Ursprung, Hunter, Hagnauer, Zwicky, Hänggi, Hodgskin und Murmann. Flames ohne Mangia, Thoma, Gomez und Beutler. 32. Timeout Flames.