10.
2013
Zug mit Tschechen-Power an Spitze
In einem über weite Strecken zerfahrenen Spiel genügt den vereinten Zugern ein gutes Drittel zum vierten Sieg in Serie. Den Unterschied machte mit vier Toren Martin Koutny aus.
Obwohl der Start mit einem Powerplaytor noch vor Ablauf der zweiten Spielminute für die Platzherren vielversprechend begann, hatten die Zuschauer in der Folge fast vierzig Minuten hartes Brot zu beissen. Kombinationen und gepflegter Spielaufbau wurden viel zu wenig gezeigt, oft wogte das Spiel in einem unattraktiven Kick and Rush im Bereich der Mittelzone Hin und Her. Höhepunkte waren abgesehen von einem Doppelpfostenschuss kurz vor der ersten Sirene und einigen weiteren schönen, aber isolierten Aktionen Mangelware. Auch wenn das physische Level sehr hoch gehalten wurde, waren wenig Torerfolge die logische Konsequenz: 2:2 zum zweiten Pausentee. Einmal mehr musste man sich auf den Rängen auf ein Ringen um das entscheidende Tor in einer hektischen Schlussphase gefasst machen, als die Kolinstädter den Knopf doch noch lösten.
Feuerwerk im Schlussabschnitt
Im Wissen um das eigene Potential kamen Roland Fusts Mannen mit viel Mumm aus der Kabine. Die Defensive wurde merklich stabilisiert und auch der Zug aufs Tor wurde mit viel mehr Vehemenz gesucht. Der Lohn kam schnell und in Form eines Doppelschlages: Koutny mit seinem dritten Treffer des Abends und Meier mit einem trockenen Direktabschluss schossen ihre Farben in Front. In der Folge konnte auch das zwischenzeitliche Anschlusstor des Gegners den Schnellzug nicht mehr aufhalten. Erneut Koutny und Meier sorgten mit je einem weiteren Tor für klare Verhältnisse auf der Anzeigetafel. Damit konnten die nervenaufreibenden Schlussminuten für einmal vermieden werten, Müller setzte mit dem siebten Tor kurz vor Schluss sogar noch den Deckel auf einen gelungenen Schlussspurt. Matchwinner Koutny konnte sich nach dem Schlusspfiff zusammen mit seinen Teamkollegen über die Thronbesteigung freuen: „Der diesjährige Erfolg basiert auf einer sehr geschlossenen Mannschaftsolidarität, wir gewinnen heute auch die knappen Spiele." Angesprochen auf seine vier Tore kann der sympathische Tscheche den Stolz nicht ganz verheimlichen: „Natürlich ist es schön an einem Abend den Unterschied zu machen, dies wäre aber ohne meine Mitspieler nicht möglich." Da der direkte Konkurrent aus dem Sarganserland keine Punkte erspielen konnte, führt die United die Liga nun mit 13 von 15 möglichen Punkten an. In einer Woche steht der Besuch beim siebtplatzierten Unihockey Langenthal-Aarwangen auf dem Programm, bevor mit der ersten Nationalmannschaftspause ein zweiwöchiger Wettbewerbsunterbruch die Gelegenheit für ein erstes Bilanzziehen bietet.
Zug United - Jona-Uznach Flames 7:4 (1:1, 1:1, 5:2)
Stadthalle Zug (Herti) - 168 Zuschauer - SR: Stäheli/Stäheli
Tore: 2. Koutny (Suter) 1:0. 13. Gahlert 1:1. 34. Thoma (Müller) 1:2. 37. Koutny (C. Schelbert) 2:2. 44. Meier (Müller) 3:2. 45. Koutny (Poletti) 4:2. 51. Müller (Schmucki) 4:3. 53. Meier (Amacher) 5:3. 57. Koutny (Poletti) 6:3. 59. Müller (C. Schelbert) 7:3. 59. Klotz (Jud) 7:4.
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug United. 2mal 2 Minuten gegen Jona-Uznach Flames.
Zug United: Suter, Stadelmann, Laely, Furger, Pulfer, J. Schelbert, Müller, Merz, C. Schelbert, Strebel, Y. Schelbert, Schweiger, Poletti, Meier, Grüter, Koutny, Fallegger, Amacher, Parathazham
Jona-Uznach Flames: Kistler, Keller, Muggli, Rink, Klotz, Thoma, Eberle, Jud, Ebinger, Bernet, Heyne, Beutler, Wellauer, Berzel, Unholz, Müller, Gahlert, Schmucki, Kägi, Mangia
Bemerkungen: Zug ohne Stutzer, Trinkler (reckonvaleszent) Fiechter (verletzt) Keltanen (Krank) Von der Pahlen (abwesend) Bützer (Militär).