02.
2010
Zurflüh als Märchler Party-Schreck
Eigentlich wollten die Red Devils am letzten Samstag in Davos mit dem vierten Sieg in Folge ihre Saison beenden und gleichzeitig den Ligaerhalt feiern. Es kam dann aber ganz anders: 44 Sekunden vor der Schlusssirene kassierten die Roten Teufel das 2:3 in Unterzahl. Die gegen den Märchler Stürmer Roger Züger ausgesprochene Zeitstrafe war sicherlich vertretbar, nur hatte halt leider dieser Schirientscheid Sekunden vor dem Ende entscheidenden Einfluss auf den Spielausgang.
Trotz allem Jammern über den Schiripfiff müssen sich die Red Devils zuerst an der eigenen Nase nehmen. Die Roten Teufel taten an diesem Abend schlicht und einfach zu wenig für den Sieg. Die Davoser waren schneller, präsenter und weitaus entschlossener in ihren Aktionen - es waren also genau jene Eigenschaften, die Trainer Marco Eberhöfer vor dem Spiel eigentlich von seinen Mannen erwartete. Gemessen an den Spielanteilen geht der Davoser Sieg daher völlig in Ordnung.
Vor allem in der Offensive enttäuschten die Märchler an diesem Abend über weite Strecken. Die Red Devils konnten sich nur selten echte Torchancen kreieren, die dann teilweise auch noch fahrlässig verstolpert wurden. Auffallend und gleichzeitig alarmierend ist die Tatsache, dass die Torquote der Märchler unterdessen steil nach unten geht: Waren es vor zwei Wochen noch deren zehn Treffer, gelangen ihnen am letzten Samstag mit ach und krach gerade noch zwei Tore.
Der Hauptunterschied machten aber im vierten Direktduell die sogenannten „Special Teams" aus, während den Roten Teufel im Powerplay so rein gar nichts gelingen wollte (darunter sogar 44 Sekunden lang mit zwei Mann mehr), erzielten die Bündner zwei ihrer drei Treffer in nummerischer Überzahl. So geschehen in der letzten Minute als der Davoser Zurflüh mit seinem Tor aus dem Gewühl heraus die Gäste in eine kollektive Schockstarre versetzte. Es war die Entscheidung, denn die Zeit war zu knapp, als dass die Märchler noch hätten irgendwie reagieren können. Red Devils Goalie Andreas Locher entschärfte dann zwei Sekunden vor dem Ende noch einen Davoser Penalty, für den Ausgang der Partie war dieser aber ohnehin nicht mehr von Bedeutung.
I. M. Davos-Klosters - Red Devils March-Höfe 3:2 (1:1, 1:1, 1:0)
Arkaden, Davos. - SR: Brändli/Labruyere
Tore: 8. Thöny 1:0. 10. Oliver v. Wartburg (Molinari) 1:1. 29. Reto Burlet 1:2. 30. Jenni (Steiger / Ausschluss Beeler) 2:2. 60. (59.16) Zurflüh (Ausschluss Züger) 3:2.
Strafen: Je 3mal 2 Minuten.