27.
02.
2011
NLB Männer | Autor: Jona-Uznach Flames

Zweimal verloren - Die Flames müssen gegen den Abstieg spielen

Die Jona-Uznach Flames verlieren sowohl das sechste wie auch das siebte Playoffspiel gegen Zug United und verliert die Serie damit mit 3:4-Siegen.

Gross war die Vorfreude bei den Flames auf das dritte Heimspiel in der Playoffserie gegen Zug United. Eine Woche zuvor gelang den St. Gallern in Rotkreuz das Break, somit hatten sie am Samstagabend in der heimischen Grünfeldhalle die Gelegenheit den ersten von zwei Matchbällen zu verwerten. In der 13. Minute der Verlängerung war es der Zuger Fabian Trinkler, der einen Abpraller verwerten konnte und somit ein siebtes Spiel erzwang. Dieses fand am Sonntagabend in der Zuger Hertihalle statt. Trotz früher Führung gingen die Flames schlussendlich sang- und klanglos unter. Ausgerechnet in der Belle zogen sie einen rabenschwarzen Tag ein und verloren diskussionslos mit 2:9. Nach einer spannenden und teils dramatischen Serie geht Zug United als Sieger hervor und spielt um den Aufstieg in die SML, während dem sich die St. Galler mitten im Abstiegskampf befinden.

Viermal einen Rückstand aufgeholt und dennoch verloren
Das sechste Spiel am Samstag in Jona begann langweilig. Beide Teams scheuten das Risiko und spielten äusserst vorsichtig. Torlos ging es in die erste Drittelspause. Auch im zweiten Abschnitt tat sich zunächst wenig, kurz vor Spielmitte konnten die Gäste in Überzahl agieren und prompt eröffnete Sidler den Torreigen für die Zentralschweizer. Endlich erwachten auch die Gastgeber, in der 34. Minute konnte Thoma einen Lupfer von Heller unhaltbar ablenken, die Erleichterung und der Jubel war gross, als nur Sekunden später Kalberer die Verwirrung in der Zuger Abwehr ausnutzen konnte und zur St. Galler Führung traf. Die Ereignisse überschlugen sich nun, Zug glich sofort aus und ging wenige Minuten später wieder in Führung, erneut nur Sekunden später traf erneut Thoma zum 3:3 Ausgleich.

Im Schlussdrittel brachten sich die Flames selber wieder in Rücklage mit Strafen wegen Stockfouls. Zug nutze sämtliche Überzahlgelegenheiten eiskalt aus und erfreute sich erneut über eine Führung mit zwei Toren. Der Schock sass tief, doch nach einer kurzen Phase glichen Gahlert und Jud das Geschehen in der 56. Minute wieder aus. Nun waren die Zuger sichtlich geschockt und nahmen ihr Time Out. Gleich nach dem Anspiel nahm sich der Finne Keltanen den Ball, lief ohne Gegenwehr durch die Joner Verteidigung und bediente den Tschechen Kozusnik mustergültig, welcher das leere Tor vor sich sah. Erneut führten die Gäste. Ohne Torwart war es schliesslich Schläpfer, der die St. Galler in die Verlängerung schoss. Die Zuger waren sichtlich gezeichnet und ihre Kräfte liessen immer mehr nach, doch sie blieben stets gefährlich. In der Verlängerung hatten die Flames einen gefühlten Ballbesitz von gegen 75%. Während dem Gahlert die Latte traf, siegten die Zuger schlussendlich in der 73. Minute. Eiskalt nutzten sie einen vermeidbaren Ballverlust der Gastgeber im Aufbauspiel aus. Grosser Jubel einerseits, hängende Köpfe und Frust bei den Flames.

Deutliche Niederlage im Entscheidungsspiel
Knapp 24 Stunden später trafen sich die Teams zum alles entscheidenden Spiel in Zug. Nach sechs Spielen mit je drei Siegen war der Ausgang völlig offen. Zunächst waren die St. Galler am Drücker und setzten die Zuger früh unter Druck. Bereits in der 2. Minute konnten sie den Führungstreffer bejubeln. Die Freude währte allerdings nicht lange, bereits in der 6. Minute nutzen die Zuger das Chaos in der St. Galler erstmals aus, nach zehn Minuten brachte Müller die Gastgeber mit einem Doppelschlag mit 3:1 in Führung. Beiden Toren gingen haarsträubende Abwehrfehler voraus. Mit einem Time Out versuchten sich die St. Galler wieder zu sammeln. Danach konnten sie das Geschehen wieder ausgeglichen gestalten. Zum wiederholten Male vergaben sie zahlreiche Torchancen, Abschlüsse aus besten Positionen verfehlten das Tor oder wurden vom gegnerischen Keeper teils mirakulös pariert. Im Schlussdrittel schien es als könnten die Flames mehr Druck auf das Zuger Tor erzeugen, Gahlert traf zum Anschlusstreffer. Die Hoffnung war von kurzer Dauer, beflügelt von seinem Tor versuchte es Gahlert erneut, diesmal konnte sein Schuss geblockt werden, aus dem daraus folgenden Konter erzielten die Gastgeber das entscheidende 4:2. Im Anschluss konnten die Gäste keine Reaktion mehr zeigen, sie riskierten viel und verloren alles. Die Zuger waren sichtlich befreit und spielten die St. Galler schwindlig, Tor um Tor fiel. Spielkultur und Kunst auf der einen Seite, Frust bei den Gästen. Bis zur finale Sirene hatten die Gastgeber ihr Torkonto auf neun erhöht, während dem bei den Flames immer noch die zwei Stand.

Nun gegen Unihockey Langenthal Aarwangen
Da die Flames keinen ihrer beiden Matchbälle verwerten konnten finden sie sich nun im Abstiegskampf wieder. Gegner wir Langenthal sein, welche vor der Saison als Aufstiegskandidat gehandelt wurde. Sie waren im ¼ Final den Red Devils aus March mit 1-4 unterlegen. Erfahrung im Abstiegskampf haben die St. Galler zur Genüge, mit Ausnahme der letzten Saison spielten sie in den letzten Jahren stets gegen eine allfällige Relegation.

Jona-Uznach Flames - Zug United 6:7 n.V. (0:0, 3:3, 3:3, 0:1)
Grünfeld, Jona. - 287 Zuschauer. - SR Bebie/Stäheli.
Tore: 28. Sidler (Keltanen) 0:1. 34. Heller 1:1. 34. Kalberer (Schmucki) 2:1. 35. Müller (M. Grüter) 2:2. 38. Pulver (Poletti) 2:3. 38. Thoma (Jud) 3:3. 43. Pulver (Poletti) 3:4. 47. Pulver (Kozusnik) 3:5. 56. Gahlert (Unholz) 4:5. 56. Jud (Gahlert) 5:5. 57. Keltanen (Kozusnik) 5:6. 58. Schläpfer (Gahlert) 6:6. 73. Trinkler (Müller) 6:7.
Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Jona-Uznach Flames. 3-mal 2 Minuten gegen Zug United.

Zug United - Jona-Uznach Flames 9:2 (3:1, 0:0, 6:1)
Stadthalle Zug (Herti), Zug. - 225 Zuschauer. - SR Scherrer/Steiger.
Tore: 2. Eigentor 0:1.6. Sidler (Pulver) 1:1. 10. Müller (Trinkler) 2:1. 11. Müller (Trinkler) 3:1. 48. Gahlert (Thoma) 3:2. 50. Pätynen (Kozusnik) 4:2. 51. Kozusnik (Keltanen) 5:2. 52. Poletti 6:2. 54. Müller (Schwerzmann) 7:2. 59. Poletti (Trinkler) 8:2. 60. Kozusnik 9:2.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Zug United. 2-mal 2 Minuten gegen Jona-Uznach Flames.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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