27.
01.
2017
NLA Frauen | Autor: «Zürcher Unterländer»

Auf bestem Weg zum Profi

Die 16-jährige Rahel Rieder gilt als eine der grössten Nachwuchshoffnungen des UHC Dietlikon und geht in der aktuellen Saison sowohl für die U2l-Juniorinnen als auch im NLA-Team auf Torejagd. Der "Zürcher Unterländer" hat bei der ambitionierten Gymnasiastin einen Augenschein genommen.

Auf bestem Weg zum Profi Der UHC Dietlikon fördert seine eigenen Talente. (Bild: Damian Keller)

Der Jubel ist gross bei den Dietlikerinnen. Besonders gross ist er bei Rahel Rieder. Etwas mehr als eine halbe Stunde ist in der Partie zwischen dem Tabellenvierten Dietlikon und Leader Laupen an diesem Sonntagnachmittag gespielt, da trifft Rieder im Powerplay zum erstenTor für das Heimteam. 1:4 heisst es zu diesem Zeitpunkt aus Dietliker Sicht. «Das ist meine Stärke», meint Rieder hinterher. «Im Powerplay treffe ich momentan regelmässig.»

Dass Rieder den Anschlusstreffer schiesst, ist logisch angesichts des Spielverlaufs. Schon kurz vor ihrem Treffer hatte die Flügelspielerin eine hervorragende Torchance vergeben, und im ersten Drittel hätte sie mit einem Ablenker vor dem Goal beinahe für den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich gesorgt.

Fünf Trainings pro Woche

Rahel Rieders Tor gibt den Dietlikerinnen Auftrieb. In der Folge kommen sie nochmals auf 3:4 heran. Doch zu mehrreicht es am Ende nicht: Die Lauperinnen gewinnen das Spitzenspiel mit 6:3. Trotz der Niederlage zeigt sich Rieder nach der Partie gefasst. «Wir sind schlecht in die Partie gestartet», analysiert sie ruhig. «Das Glück war heute nicht auf unserer Seite.»

Rieders Statements klingen abgeklärt. Kaum zu glauben, dass sie gerade mal 16 Jahre alt ist. Doch sie hat für ihr Alter auf dem Feld auch schon einiges an Erfahrung sammeln dürfen. So spielt sie momentan gleich in zwei Teams: bei der U2IA und in der Nationalliga A. Bei den Juniorinnen trainiert sie dreimal pro Woche, im NLA-Team zweimal. Im Fanionteam der Dietlikerinnen ist sie im Training auch schon als Center eingesetzt worden, in den sieben Einsätzen, die sie in der höchsten Liga bisher hatte, aber auf dem Flügel. «Ich mag beide Positionen», erklärt Rieder diplomatisch.

Doch im Spiel gibt es zwischen den beiden Ligen natürlich Unterschiede. «In der Nationalliga A ist das Tempo viel höher, die Technik ist besser, und das Spiel ist insgesamt flüssiger», sagt Rieder. Zudem fühle sie sich in einem NLA-Spiel nervöser. Unterschiedlich sind auch die Rollen, die ihr im jeweiligen Team zugedacht sind. Während sie in der Nationalliga A das Nesthäkchen ist, übernimmt sie in der U2I A Führungsaufgaben. «Dort habe ich mehr Erfahrung und kann diese anderen Spielerinnen weitergeben», sagte sie.

Ziel Profi

Rieders Rolle als Teamleaderin bestätigt auch Reto Cadosch, Trainer des U2I-Teams. «Trotz ihres Alters ist sie jetztschon eine Führungspersönlichkeit», lobt Cadosch, der ihre Entwicklung im vergangenen Jahr, als sie zur U2I-Mannschaft stiess, genau verfolgt hat. «Zuerst war sie nervös, aber sie hat einen Riesenschritt nach vorne gemacht.» Für Cadosch ist Rieder «eine der komplettesten Spielerinnen», zudem sei sie sehr mannschaftsdienlich und ehrgeizig: «Sie ist auf einem Superweg.»

Ein Weg, der Rieder wohl eines Tages definitiv in die Nationalliga A führen wird. Kommt da bei Cadosch nicht Wehmut auf beim Gedanken, dass eine Spielerin dieses Kalibers womöglich schon bald nicht mehr zu seinem Kader zählen wird? Cadosch winkt ab: «Ich hoffe, dass sie weiterhin in der ersten Mannschaft mittrainieren kann und zum Einsatz kommt», sagt er. «Das ist ja unser Ziel.» Und auch das von Rahel Rieder. «Ich will Profi werden und auch internationale Spiele bestreiten», sagt die Gymnasiastin. Ihr Weg dahin ist aufgegleist.

Quelle: Zürcher Unterläner, Michel Sutter

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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