24.
06.
NLA Frauen | Autor: Red Ants Rychenberg

Ein Umbruch als Chance

Die Red Ants verlieren zwei Blöcke ihrer letztjährigen Stammformation. Den jungen Spielerinnen bietet das viel Raum für Entwicklung - den einen oder anderen Transfer werden die Winterthurerinnen aber noch brauchen.

Ein Umbruch als Chance Der Abgang von Teamstützen wie Scheidegger, Rossier und Cattaneo mischt die Karten bei den Red Ants neu.

Als die Red Ants im April im Playoff-Halbfinal gegen den späteren Meister Piranha Chur ihre Saison beendeten, standen hinter dem Verbleib zahlreicher Spielerinnen noch ein Fragezeichen. Mittlerweile ist klar, dass sich die meisten von ihnen im Sinne einer Kettenreaktion gegen einen Verbleib in Winterthur entschieden haben. Die Folge: Ein Umbruch im Team, wie er so noch nie stattgefunden hat - und voraussichtlich eine schwierige kommende Saison, in der sich der Rekordmeister gegen hinten orientieren muss.

Das Duo Céline Chalverat (Topskorerin) und Johanna Dahlin zog aus privaten Gründen nach Schweden. Die Nationalspielerinnen Margrit Scheidegger und Géraldine Rossier wechseln gemeinsam zu Piranha, die von Bern aus pendelnde Nadia Cattaneo kehrt zu ihrem Stammverein Wizards zurück. Eher überraschend hingegen schliessen sich die Schwedin Ellenor Bengtsson und Verteidigerin Tanja Bühler den Kloten-Dietlikon Jets an. Dazu kommen Abgänge aus der „Mittelschicht", Spielerinnen, die sich in anderen Vereinen neue Rollen erhoffen - Sabrina Bösch und Fabienne Riner zieht es nach Zug, Katja Timmel und Anna Huovinen in die NLB. Unter dem Strich gehen den Red Ants somit mehr als zwei komplette Blöcke verloren, darunter praktisch die zwei ersten Sturmformationen.

Defensive steht, vorne ist Luft
Jeder Abgang hat seine Geschichte und ist einzeln betrachtet wenig problematisch. Scheidegger etwa war letzte Saison nicht mehr in den Top 20 der Skorerliste, monopolisierte aber oft den Ball, was den anderen Flügel ihrer Linie zurückband. Auch Rossier und Cattaneo blieben sportlich gesehen unter den Erwartungen. Dass sich nun andere Kräfte mehr entfalten können, ist durchaus eine Chance - die Masse der Abgänge ist aber enorm. Aktuell ist das Kader sehr schmal, selbst wenn zur Not noch Spielerinnen aus dem Nachwuchs oder dem 1.-Liga-Team einspringen könnten.

Die zurückgetretene Torhüterin Martina Fauser wurde mit Livia Angehrn (Waldkirch-St. Gallen) adäquat ersetzt. Die 22-Jährige wird mit Nicole Heer ein verlässliches Goalie-Tandem bilden. Die Verteidigung steht ebenfalls, angeführt von Nationalspielerin Jael Koller, Marjut Mäkelä und Jasmin Krähenbühl. Wenn Luzia Kessler (U19-Nationalspielerin von Zug) und die bisherige Jungfraktion um Selina Tanner, Julia dos Santos und Tabitha Koller Fortschritte macht, wird der Defensivverbund kein Problem darstellen. Dann aber beginnen die Sorgen von Sportchefin Irène Tschümperlin. Mit der Internationalen Alexandra Frick, Annika Dierks, Nicole Mattle und Stefanie Meister (letzte Saison fast durchgehend verletzt) stehen nur noch vier Stürmerinnen der letzten Saison im Kader. Danach folgen bereis die aus der U21 beförderten Juniorinnen Melea Brunner und Sarina Merz. Sorgt die Finnin Juuli Hakkarainen noch für mehr Routine und Torgefahr? Mit der ehemaligen Zug-Söldnerin, zuletzt bei NST in Lappeenranta unter Vertrag, muss nur noch die Jobfrage geklärt werden.

Neue Kultur
Einige Optionen bezüglich hochkarätiger Zuzüge aus dem Ausland haben sich aus unterschiedlichen Gründen zerschlagen, auf „Notkäufe" verzichtete Tschümperlin bis jetzt bewusst. „Wichtig ist in erster Linie, dass wir eine neue Kultur ins Team bringen", sagt sie mit Hinweis auf den gesteigerten Trainingsaufwand des Kaders. Sie ist zuversichtlich, dass junge Spielerinnen wie Dierks, Mattle oder Krähenbühl und die Nachwuchskräfte in einem veränderten Klima ohne Spielerinnen mit grossen Namen aufblühen und sich entwickeln werden. „Eine Zwischensaison, in der es für uns nicht um Titel gehen wird, sehe ich nicht als Problem", fügt sie an. Dennoch ist es gewöhnungsbedürftig, nach der vor drei Jahren gefassten Parole „zurück an die Spitze" nun das Saisonziel „Playoffs" zu hören. Um mit Sicherheit nichts mit den letzten Plätzen zu tun zu haben, würde dem Team noch der eine oder andere sommerliche Transfer gut tun.

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Tabellen

1.SV Wiler-Ersigen155:8754
2.Floorball Köniz176:11049
3.Tigers Langnau170:13046
4.Grasshopper Club Zürich175:12542
5.UHC Alligator Malans145:12938
6.HC Rychenberg Winterthur137:13932
7.Zug United135:15230
8.UHC Uster124:13929
9.Waldkirch-St. Gallen121:16525
10.Chur Unihockey114:16521
11.UHC Thun104:15215
12.Kloten-Bülach Jets101:16415
1.piranha chur147:5350
2.UHC Dietlikon138:6447
3.Wizards Bern Burgdorf104:7240
4.R.A. Rychenberg Winterthur97:6934
5.Skorpion Emmental Zollbrück107:8434
6.Unihockey Berner Oberland67:8323
7.Aergera Giffers69:10416
8.UH Red Lions Frauenfeld57:12311
9.Waldkirch-St. Gallen49:1198
10.Zug United50:1147
1.Unihockey Basel Regio178:10359
2.Floorball Thurgau155:10948
3.Ad Astra Sarnen162:12446
4.Unihockey Langenthal Aarwangen123:11140
5.Floorball Fribourg131:11638
6.Regazzi Verbano UH Gordola108:12031
7.UHC Sarganserland122:12630
8.I. M. Davos-Klosters144:13729
9.UHC Grünenmatt103:13125
10.Ticino Unihockey133:17123
11.RD March-Höfe Altendorf104:16016
12.Pfannenstiel Egg72:12711
1.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf111:5451
2.UHC Laupen ZH131:5947
3.Unihockey Basel Regio109:8542
4.FB Riders DBR86:7135
5.UH Lejon Zäziwil95:9527
6.Mendrisiotto Ligornetto78:12027
7.Floorball Uri81:10422
8.UHC Trimbach54:1571

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