30.
08.
NLA Frauen | Autor: Güngerich Etienne

"Haben immer noch genug Erfahrung"

Andrea Gämperli war beim Supercup-Sieg der Kloten-Dietlikon Jets mit vier Skorerpunkten (2+2) die prägende Figur. Die Jonschwilerin ist nach zwei SSL-Saisons bei Malmö zu ihrem ehemaligen Team zurückgekehrt und führt die Zürcher Unterländerinnen neu auch als Kapitänin an. Im Interview spricht sie über ihre Zeit in Schweden, die Veränderungen in der Liga und die anstehende, strenge Saison.

Adnrea Gämperli schoss die Jets fast im Alleingang zum Supercup-Titel. (Bild: Dieter Meierhans)

Zwei Tore, zwei Assists, ein verwerteter Penalty, zwei Pfostenschüsse. Heute lief es dir besonders gut.
(lacht) Im Gegensatz zum Halbfinal gegen die Skorps fand ich heute viel besser ins Spiel. Ich kann mich sicher nicht beklagen, obwohl die zwei Pfostenschüsse auch noch hätten rein gehen können. Und das leere Tore verpasste ich auch einmal. Es gibt also trotz allem immer noch Verbesserungspotential. (lacht)

Was ziehst du für ein Fazit über die zwei Spiele vom Wochenende?
Wir hatten über den Sommer einen grossen Umbruch. Es kamen viele neue, jüngere Spielerinnen. Sie sind aber alle sehr motiviert und lernfähig. Für uns war es der letzte grosse Test vor dem Saisonstart. Uns ist es gelungen, zweimal eine gute Leistung auf das Feld zu bringen. Wir haben die Spiele weitgehend kontrolliert und jeweils nichts mehr anbrennen lassen.

Du hast den Umbruch beim Schweizer Meister angesprochen. Du warst eigentlich nur zwei Jahre in Schweden, trotzdem hat sich das Gesicht des Teams stark verändert. Keine Wiki, keine Stella, keine Suter mehr... Da bist du in der Hierarchie automatisch nach oben gerutscht.
Es ist tatsächlich so, dass sich das Team sehr stark verändert hat und ich viele Spielerinnen - vor allem diejenigen, die von den Juniorinnen hochgezogen wurden - gar nicht kannte. So musste ich mich am Anfang im Team etwas zurechtfinden. Wir haben aber immer noch ein paar erfahrene Spielerinnen wie Moni Schmid, Brigitte Mischler oder Mirjam Hintermann. Deshalb würde ich nicht sagen, dass ich jetzt ganz nach oben gerutscht bin - aber ich gehöre nun sicher zu den älteren Spielerinnen. (lacht)

Neu trägst du auch die Captainbinde. Wie kam es dazu?
Gute Frage. Damit müsstest du zu den Trainern gehen (lacht). Sie kamen einfach auf mich zu und haben mich gefragt, ob ich das machen will. Ich war natürlich einverstanden - eine solche Aufgabe erfüllt mich mit Stolz.

Du hast zwei ziemlich erfolgreiche Saisons beim SSL-Klub Malmö absolviert. Im Nachhinein die richtige Entscheidung?
Auf jeden Fall. Obwohl es am Anfang eine grosse Umstellung war. Erstmals alleine weg, in einem neuen Land mit fremder Sprache. Sportlich lief es rasch gut, mit dem Team hatte ich eine gute erste Saison, die dann leider abgebrochen wurde. Die zweite Spielzeit war dann sogar noch besser und ich durfte auch Playoffs spielen.

Warum bist du in diesem Sommer wieder zu den Jets zurückgekehrt?
Das hatte in erster Linie berufliche Gründe. Ich hatte mein Studium abgeschlossen und wollte im Beruf einen Schritt nach vorne machen. Dafür sah ich in der Schweiz die besseren Perspektiven. Nun wohne ich auch erstmals in Zürich.

Wie hast du dich als Spielerin in den zwei SSL-Saisons weiterentwickeln können? Du gehörtest bei Malmö zu den Leistungsträgerinnen und wurdest beispielsweise auch im Powerplay eingesetzt.
Ich hatte das Glück, fast immer mit der schwedischen Nationalspielerin Ellen Rasmusen spielen zu dürfen. Sie ist eine tolle Spielerin, von der ich viel profitieren konnte. Das Spiel ist ja in der SSL bekanntlich etwas anders. Am meisten habe ich wohl gelernt, schneller Entscheidungen zu treffen und öfters Abschlüsse zu nehmen.

Während deiner Abwesenheit hat sich auch in der Liga viel verändert. Wie schätzt du die Lage ein?
Viele Teams haben ein anderes Kader oder spielen mit einem neuen System. Das ist für mich irgendwie auch spannend. Ich bin gerade daran, alles wieder neu kennenzulernen. Für die Jets hat sich aber nicht viel verändert - wir wollen immer noch Titel gewinnen.

Es wird eine äusserst strenge Saison für dich. Nati-Zusammenzüge, WM im November, Champions Cup im Januar, dann ein allfälliger Cupfinal und die Playoffs. Auf welches Highlight bereites du dich besonders vor?
Das Beste ist wohl, wenn ich nicht zu weit nach vorne blicke und einfach Woche für Woche nehme. Jetzt geht es zuerst einmal ab in die Nati. Nächstes Wochenende steht die EFT in Muri an, auf die ich mich extrem freue. Schliesslich haben wir schon lange keinen Ernstkampf mehr zusammen bestritten. In dieser Saison ist sicher eine gute Planung und Antizipation gefragt, um zu genügend Erholungszeit zu kommen. Da ich aber bereits im Sommer mit meiner neuen Arbeit begann, habe ich mich schon ein bisschen an den Rhythmus in der Schweiz gewöhnen können.

 

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Tabellen

1.Grasshopper Club Zürich+179.000
2.Zug United+98.000
3.UHC Alligator Malans+126.000
4.Ad Astra Sarnen+46.000
5.SV Wiler-Ersigen+26.000
6.Tigers Langnau-24.000
7.HC Rychenberg Winterthur-44.000
8.Floorball Köniz+43.000
9.UHC Uster-23.000
10.Waldkirch-St. Gallen-63.000
11.Chur Unihockey-42.000
12.UHC Thun-300.000
1.Kloten-Dietlikon Jets+189.000
2.Skorpion Emmental Zollbrück+89.000
3.piranha chur+26.000
4.Zug United+06.000
5.FB Riders DBR-16.000
6.Wizards Bern Burgdorf+83.000
7.Unihockey Berner Oberland-13.000
8.R.A. Rychenberg Winterthur-43.000
9.UHC Laupen ZH-130.000
10.UH Red Lions Frauenfeld-170.000
1.Unihockey Basel Regio+119.000
2.Ticino Unihockey+99.000
3.Floorball Thurgau+166.000
4.Kloten-Dietlikon Jets+76.000
5.UHC Grünenmatt+06.000
6.UHC Sarganserland+06.000
7.Regazzi Verbano UH Gordola+15.000
8.I. M. Davos-Klosters-53.000
9.UHT Eggiwil-93.000
10.RD March-Höfe Altendorf-101.000
11.Floorball Fribourg-60.000
12.Unihockey Langenthal Aarwangen-140.000
1.Waldkirch-St. Gallen+119.000
2.UH Appenzell+78.000
3.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf+66.000
4.Unihockey Basel Regio+26.000
5.UH Lejon Zäziwil+04.000
6.Aergera Giffers-23.000
7.Nesslau Sharks-43.000
8.Floorball Uri-63.000
9.Visper Lions-70.000
10.UC Yverdon-70.000

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