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Hanimann: "Da brauchen wir einfach ein Tor!"
Die erfahrene Skorps-Stürmerin Lea Hanimann erzielte im dritten Drittel das 5:6 für die Emmentalerinnen, die danach viel Druck machten, aber den Ausgleich verpassten. Wir konnten uns nach dem Cupfinal mit ihr unterhalten.
Ihr seid im dritten Drittel lange angerannt und hattet gute Chancen auf den Ausgleich. Was ging dir direkt nach dem Schlusspfiff durch den Kopf?
Lea Hanimann: Direkt nach dem Schlusspfiff dachte ich mir nur: Bei so einem 6 gegen 5 mit so guten Chancen, da brauchen wir einfach ein Tor! Wir waren so gefährlich - dass wir da keinen Ball über die Linie bekommen, hat mich etwas schockiert. Jetzt, ein paar Minuten nach dem Spiel muss ich sagen: Es wäre dringelegen. Wir hätten die Möglichkeit gehabt, durchziehen. Das ist sehr schade und die Enttäuschung ist entsprechend gross.
Wenn man verliert, muss man irgendwo Gründe suchen - ihr seid von 60 gespielten Minuten 58 Minuten in Rückstand gelegen. Kostete das etwas zu viel Kraft, auch wenn die Zuger Qualitäten in der Offensive sehr offensichtlich sind?
Ich habe das Gefühl, das spielt gar nicht so eine grosse Rolle. Wir sehen es in der Meisterschaft oft auch: Es ist möglich, zurückzukommen, und das ist das wichtigste. Wenn wir ein Tor mehr schiessen - und die Chancen waren definitiv da - wären wir ja doch in den Verlängerung gekommen, und dann hätten diese 58 Minuten wieder keine Rolle gespielt.
Es war für dich auch nicht der erste Final - diese Saison liegt ihr in der Tabelle etwas weniger gut drin als in den meisten früheren Jahren, die Top 4 wurden diesmal verpasst. Was liegt jetzt in den Playoffs noch drin?
Ich habe das Gefühl, wir haben eine grosse Entwicklung hinter uns, über die ganze Saison betrachtet. Auch wenn wir in der Tabelle nicht ganz dort stehen, wo wir es gehofft hatten. Schlussendlich möchten wir jede Serie best-of-7 gewinnen, wir wollen in den Final und das ist auch als Fünftplatzierte absolut möglich.
Es war dafür der erste Final in Kriens - du kanntest schon Winterthur vom Corona-Superfinal 2021, die Arena in Kloten und das Wankdorf. Wie war das Erlebnis hier?
Ich finde die Halle und die Garderoben mega cool. Was aber immer gilt: Wir haben einfach die weltbesten Fans! Die grüne Wand, die uns immer und überall hin begleitet, ist eine riesige Unterstützung. Auch in der Liga können wir Woche für Woche auf ein fantastisches Publikum zählen.
Dementsprechend gilt es jetzt, das Positive mitzunhemen für die Playoffs?
Genau. Wir haben gezeigt was wir können, in einem Final reicht es aber einfach nicht, wenn man das nicht 60 Minuten lang auf den Platz bringt. Das gilt es in den nächsten Wochen noch besser zu machen.