10.
04.
NLA Frauen | Autor: Güngerich Etienne

"Nervosität wurde nie zu gross"

Beim erfolgsverwöhnten Kloten-Dietlikon Jets gibt es mit Mirjam Hintermann und Brigitte Mischler tatsächlich zwei arrivierte Spielerinnen, die noch nie Schweizer Meister wurden. Dieses Kunststück ist ihnen nun bei den Zürcher Unterländerinnen gelungen.

Mirjam Hintermann und Brigitte Mischler wechselten im Sommer gemeinsam von den Wizards zu den Jets und sind jetzt Schweizer Meister. (Bild: Dieter Meierhans)

Im Interview kurz nach Spielschluss reden die beiden ehemaligen Wizards-Akteurinnen über den aufgegangenen Gameplan, das Agieren mit zwei Linien und die anstehenden Feierlichkeiten.

Mirjam Hintermann, Schweizer Meisterin 2021, wie tönt das für dich?
Mirjam Hintermann: Richtig gut, könntest du es bitte nochmals sagen? (lacht)

Gerne. Schweizer Meisterin 2021. Euer Plan ging heute voll auf, oder?
Ja, wir waren sehr gut eingestellt und wussten, wie die Skorps kommen würden und was ihre Stärken sein werden. Wir hatten einen guten Plan und konnten diesen über weite Strecken gut umsetzen.

Am Ende kamen die Skorps aber noch einmal nahe heran...
Ja, aber schlussendlich musst du das einfach irgendwie runterspielen. Klar, kommt in so einer Situation noch einmal etwas Nervosität auf, aber sie wurde nie zu gross.

Zu eurem Plan gehörte auch, dass ihr das Spiel mit zwei Linien bestreitet.
Es war nicht vorgegeben, dass wir mit zwei Linien durchspielen werden. Aber dann hat es der Spielverlauf nicht zugelassen, dass wir umstellen.

Für dich als äusserst laufstarke Spielerin sollte es kräftemässig nicht so ein Problem gewesen sein oder?
Ich mag es eigentlich, mit zwei Linien zu spielen. Als Spielerin ist man so in einem sehr hohen Rhythmus und viel schneller in der Partie drin. Auf der Bank musste ich aber schon ein paar mal richtig tief durchschnaufen. (lacht)

Es ist der erste Titel für dich, du musstest als Solothurnerin dafür extra ins Zürcher Unterland reisen...
Ja, so ist das halt. (lacht) Schweizer Meisterin zu werden ist ein Traum, der in Erfüllung geht. Mit Oekingen stand ich schon ein paar Mal in einem Kleinfeld-Final, aber leider hat es nie zum Meistertitel gereicht. Hier ist es auf dem Grossfeld natürlich etwas ganz anderes. Doch wie man feiert, muss mir niemand mehr zeigen. (lacht)

Auf diese Saison hin wechselte auch Brigitte Mischler von den Wizards Bern Burgdorf zu den Kloten-Dietlikon Jets. Bevor sich die beinharte Verteidigerin zur Feier mit ihren Teamkolleginnen begab, konnten wir die Nationalspielerin auch noch zu ihrer Gefühlslage befragen.

Brigitte Mischler, du spielst schon seit über zehn Jahren in der NLA, nun bist du zum ersten Mal Schweizer Meisterin geworden.
Brigitte Mischler: Ich habe lange darauf warten müssen und es ist ein sehr schönes Gefühl. Besonders freut mich, dass ich dies auch mit Mirjam Hintermann erreicht habe - ich spiele schon viele Jahre mit ihr zusammen.

Wie hast du das Spiel gesehen?
Superfinals sind ja meistens nicht die spektakulärsten Spiele. Dafür, dass wir als Favorit gehandelt wurden, haben wir das ziemlich gut gemacht. Im ersten Drittel versuchten wir uns ein gutes Gefühl zu holen, in dem wir Bälle erobern und sie in unseren Reihen behalten. Im zweiten Drittel schraubten wir einen Gang höher und haben aus meiner Sicht das Spiel in dieser Phase entschieden.

Über die ganze Saison gesehen haben die Jets den Titel auch verdient.
Auf jeden Fall. Bis auf zwei, drei Partien haben wir immer gut gespielt. Es ist der Lohn für die harte Arbeit, die wir in diesem schwierigen Jahr geleistet haben. Mit Corona war es eine spezielle Saison, wir mussten sehr viel individuell trainieren, das war nicht immer einfach.

Auch du hattest keine Probleme, 60 Minuten mit zwei Linien durchzuspielen?
Nein, ich bin sowieso eher der physische Typ. Ein Final ist immer auch das letzte Spiel der Saison. Da presst jede Spielerin noch einmal alles aus sich heraus und weiss, dass jede Aktion entscheidet sein kann.

Wie verlief für dich die Vorbereitung auf deinen ersten Superfinal?
Vor solchen Spielen achte ich immer auf eine gute Ernährung und genügend Schlaf. Speziell nervös war ich aber nicht. Da hat mir sicher die Erfahrung aus der Nationalmannschaft geholfen, mit der ich schon einige grosse Spiele absolvieren durfte.

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Tabellen

1.Grasshopper Club Zürich111:692.313
2.UHC Alligator Malans95:622.250
3.Floorball Köniz96:662.000
4.SV Wiler-Ersigen96:701.938
5.Zug United100:921.625
6.HC Rychenberg Winterthur82:901.438
1.Kloten-Dietlikon Jets90:372.462
2.Skorpion Emmental Zollbrück70:482.077
3.piranha chur75:541.833
4.Zug United51:521.667
5.Wizards Bern Burgdorf64:691.538
1.Floorball Thurgau43:243.000
2.Unihockey Basel Regio40:182.800
3.UHT Eggiwil29:242.000
4.RD March-Höfe Altendorf36:301.800
5.I. M. Davos-Klosters32:271.600
6.Ticino Unihockey24:311.600
7.Unihockey Langenthal Aarwangen24:371.200
8.Regazzi Verbano UH Gordola27:341.000
9.Floorball Fribourg28:401.000
10.Kloten-Dietlikon Jets29:420.800
11.UHC Grünenmatt28:300.600
12.UHC Sarganserland38:410.600
1.UH Lejon Zäziwil50:202.857
2.Waldkirch-St. Gallen32:182.286
3.Visper Lions28:242.000
4.UH Appenzell34:321.857
5.Unihockey Basel Regio32:341.571
6.Aergera Giffers30:301.286
7.Floorball Uri28:301.000
8.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf17:310.857
9.Nesslau Sharks18:290.714
10.UC Yverdon18:390.571

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