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NLA Frauen | Autor: Streiter Constantin

Langjährige Rivalinnen im Fernduell

Im ersten Teil der Playoff-Vorschau der Frauen NLA widmen wir uns den beiden langjährigen Stammgästen im Final: Piranha Chur und Kloten-Dietlikon Jets. Sie werden von BEO und Laupen gefordert, die lange um die Playoff-Qualifikation zittern mussten.

Langjährige Rivalinnen im Fernduell Julia Suter kann frühestens im Superfinal auf ihren Ex-Verein treffen. (Bild: Claudio Schwarz)

 

Kloten-Dietlikon Jets (1.) - UHC Laupen (8.)

Die Neuauflage einer Viertelfinal-Paarung vom letzten Jahr. Mit beeindruckender Regelmässigkeit schlugen die Jets auf dem Weg zum Meistertitel damals den Kantonsrivalen: In allen drei Spielen lautete das Resultat 8:1 für die Fliegerinnen. Warum sich das dieses Jahr nicht wiederholen kann? Die Viertelfinals werden neu best-of-7 statt best-of-5 gespielt. Ausser die Aussicht auf ein garantiertes, zweites Heimspiel gibt es bei Laupen trotz überraschend guter Saison wenig Grund zur Hoffnung. Zu gross ist der Unterschied zu den Top 3 der Liga, zu entschlossen arbeiten die Jets auf die Titelverteidigung hin - und haben dabei Luxusprobleme. Im Cupfinal sassen ab Spielhälfte drei ausländische Stürmerinnen auf der Ersatzbank, dafür glänzten mit Ronja Niederberger und Leonie Wieland zwei junge Einheimische.

Die Chancen auf eine Playoff-Teilnahme der Zürcher Unterländerinnen schienen im Herbst deutlich getrübt. Null Punkte nach fünf Spielen - doch es folgten zwei Siege nach Verlängerung im Kanton Bern (Wizards, BEO) und ein Vollerfolg gegen Frauenfeld. Mit einem grossen Ausrufezeichen sicherte sich Laupen schliesslich den 8. Rang: Gegen Piranha Chur, das damals noch um den Qualisieg mitspielte, setzte man sich vor drei Wochen 6:5 nach Verlängerung durch. Das Hauptargument Laupens für eine weniger einseitige Serie als 2021 ist das treffsichere Duo Vanessa Kapp/Hanka Lackova - und die Tatsache, dass man absolut nichts zu verlieren hat. Doch die Jets sind in der Qualität und in der Breite wesentlich besser besetzt, die neun treffsichersten Stürmerinnen haben zusammen 110 Tore geschossen. Alles andere als ein «Sweep» mit vier klaren Siegen wäre eine Überraschung.

Direktbegegnungen 2021/22: 11:1, 13:4
Halbfinal-Chancen: 99% Jets - 1% Laupen

 

Piranha Chur (3.) - UH Berner Oberland (6.)

Zwei Teams - zwei Trainerwechsel im Verlauf der aktuellen Saison. Erst verkündete Piranha, das Duo Westerlund/Fernström könne aus beruflichen Gründen keine weitere Saison bestreiten. Weniger als vier Wochen später folgte die Trennung aufgrund "unüberwindbarer Differenzen" zwischen Mannschaft und Staff. Dabei waren die Bündnerinnen eine Art Aufsteiger der Saison. Nach dem sensationellen Out 2021 im Viertelfinal gegen die Red Ants hielt Piranha mit dem Spitzen-Duo Jets/Skorps mit und hatte bis zur vorletzten Runde Chancen auf den Quali-Sieg, ehe ein Punktverlust gegen Laupen diesen Traum platzen liess. In der Verteidigung erfüllten die Neuzugang Doris Berger und Rückkehrerin Luana Rensch die hohen Erwartungen (sie kamen für Chiara Gredig und Flurina Marti). Corin Rüttimann zeigte sich zwar noch nicht ganz in alter Topform, 18 Tore in 18 Spielen sind für sie schon fast eine Enttäuschung. Seit Ende Oktober läuft Schweden-Rückkehrerin Julia Suter erfolgreich für Piranha auf - auf ihre früheren Teamkolleginnen der Jets kann sie frühestens im Final treffen.

Piranha ist also wieder ein Spitzenteam - und dennoch gut beraten, BEO nicht zu unterschätzen. Bei den Bernerinnen erfüllte Trainer Seppo Pulkkinen die Erwartungen nicht, im November folgte die Trennung. Die Polin Ela Piotrowska übernahm. Der 6. Rang entspricht eigentlich nicht den Erwartungen im Berner Oberland, trotz geringfügiger Verbesserung zum Vorjahr (8. Platz nach Vorrunde und Challenge Round). Hanna Niemelä, immerhin als Topskorerin der F-Liiga verpflichtet, bekundete Startschwierigkeiten und Sara Piispa war an der WM in Uppsala als Ergänzung zu den Kauppi-Zwillingen auffälliger als in der NLA. Folgt nach verhaltenem Start nun ein Feuerwerk? BEO holte in der Qualifikation nur halb so viele Punkte wie Chur. Das Potenzial, den Favoriten mit mindestens 2 Siegen mehr als nur zu ärgern, wäre eigentlich da. Gelingt gleich zum Auftakt ein Break? Für die Spannung in den Viertelfinals wäre dies eigentlich das Beste.

Direktbegegnungen 2021/22: 7:6, 7:2
Halbfinal-Chancen: 65% Piranha - 35% BEO

 

 


 

NLA Frauen, Playoff-Viertelfinal (best-of-7), Spiel 1

Samstag 5. März
Skorpion Emmental Zollbrück - Zug United
17:00 Uhr - Ballsporthalle Oberemmental, Zollbrück

Red Ants Winterthur - Wizards Bern Burgdorf
18:00 Uhr - Oberseen, Winterthur

Piranha Chur - UH Berner Oberland
19:00 Uhr - Gewerbliche Berufsschule, Chur

Kloten-Dietlikon Jets - UHC Laupen
19:00 Uhr - Sporthalle Stighag, Kloten

 

NLA Frauen, Playoff-Viertelfinal (best-of-7), Spiel 2

Sonntag 6. März
UHC Laupen - Kloten-Dietlikon Jets
16:00 Uhr - Sporthalle Elba, Wald ZH

Wizards Bern Burgdorf - Red Ants Winterthur
17:00 Uhr - Neue Schützenmatt, Burgdorf

Zug United - Skorpion Emmental Zollbrück
18:30 Uhr - Kantonsschule, Zug

UH Berner Oberland - Piranha Chur
19:00 Uhr - Raiffeisen Arena Gürbetal, Seftigen

 

Die Nationaltorhüterin Monika Schmid wagt den Schritt nach Schweden: Zum ersten Mal in ihrer Karriere wird sie nächste Saison in der SSL auflaufen. Die 32-Jährige... Monika Schmid zu Västerås Rönnby IBK
Die Estin Katrin Kivirand wechselt von Laupen zu den Zurich Lioness. Daneben engagiert sie sich bei den Wizards Bern Burgdorf als Trainerin der U21 und U17. Kivirand zu den Lioness
Sie war letzte Saison die erfolgreichste Schweizer Unihockeyspielerin: Brigitte Mischler. Nach dem Gewinn von drei Titeln mit den Kloten-Dietlikon Jets und den Auszeichnungen... Brigitte Mischler tritt zurück
Bei den Frauen ist die Kaderplanung vieler NLA-Teams schon weit fortgeschritten. Mehrere sehr erfahrene Spielerinnen wie Mirjam Hintermann oder Simone Wyss hängen den Stock... Silly Season Women 1.0

Community Updates

Tabellen

1.Grasshopper Club Zürich+7154.000
2.Floorball Köniz+4047.000
3.SV Wiler-Ersigen+3847.000
4.Zug United+1238.000
5.HC Rychenberg Winterthur+834.000
6.UHC Alligator Malans+2132.000
7.UHC Uster-1031.000
8.Waldkirch-St. Gallen-1130.000
9.Chur Unihockey+529.000
10.Tigers Langnau-1028.000
11.Ad Astra Sarnen-6711.000
12.UHC Thun-979.000
1.Kloten-Dietlikon Jets+9448.000
2.Skorpion Emmental Zollbrück+9248.000
3.piranha chur+5744.000
4.Red Ants Winterthur-1027.000
5.Wizards Bern Burgdorf+723.000
6.Unihockey Berner Oberland-522.000
7.Zug United-1822.000
8.UHC Laupen ZH-2320.000
9.FB Riders DBR-7313.000
10.UH Red Lions Frauenfeld-1213.000
1.Floorball Thurgau+10056.000
2.Unihockey Basel Regio+4944.000
3.Kloten-Dietlikon Jets+2641.000
4.Regazzi Verbano UH Gordola+036.000
5.Ticino Unihockey-337.000
6.UHC Grünenmatt+331.000
7.UHT Eggiwil-1931.000
8.UHC Sarganserland-2330.000
9.Floorball Fribourg-1328.000
10.I. M. Davos-Klosters-3223.000
11.Unihockey Langenthal Aarwangen-3423.000
12.RD March-Höfe Altendorf-5410.000
1.Waldkirch-St. Gallen+6352.000
2.UH Appenzell+3541.000
3.Hot Chilis Rümlang-Regensdorf+2839.000
4.Aergera Giffers+2232.000
5.UH Lejon Zäziwil+726.000
6.Nesslau Sharks-1323.000
7.Unihockey Basel Regio-1422.000
8.UC Yverdon-2917.000
9.Floorball Uri-3610.000
10.Visper Lions-638.000

Quicklinks