27.
04.
NLA Frauen | Autor: Güngerich Etienne

Metzger: "Auch für uns keine Selbstverständlichkeit"

Nina Metzger hat erstmals in ihrer Karriere einen Superfinal verloren. Trotz der grossen Enttäuschung hat die Weltmeisterin ihre Verantwortung als Kapitänin wahrgenommen und noch auf der Bank zum Team gesprochen.

Metzger: Nina Metzger wird nächstes Jahr ihr letzte Saison bestreiten. (Bild: Dieter Meierhans)

Es ist das eingetroffen, was die Wenigsten erwartet hatten: die Jets verlieren den Superfinal gegen die Wizards. Woran lag es, dass ihr das Spiel nicht auf eure Seite lenken konntet?
Es war ein enges Spiel, wie eigentlich immer in einem Superfinal, an die ich mich erinnern kann. In einer solchen Partie, in der die beiden besten Teams der Schweiz aufeinandertreffen, entscheiden immer Details. Heute haben die Wizards diese besser gemacht als wir.

Augenscheinlich war, dass sich immer wieder kleine Flüchtigkeitsfehler in das Jets-Spiel einschlichen. War es heute einfach ein «Scheiss-Tag» für euch?
Fehler passieren immer und die Spiele leben auch davon. Es gibt auch viel Druck, das ist Sport. Mit dieser Niederlage wurde gegen Aussen auch mal gezeigt, dass es eben auch für uns keine Selbstverständlichkeit ist, einen Final zu gewinnen. Die Aussenwahrnehmung war vorher schon immer: die Jets gewinnen sowieso. Aber es war eben auch für uns noch nie einfach.

Ihr habt in dieser Saison gegen die Wizards dreimal verloren und dabei nur sechs Tore erzielt. Was macht es so schwierig gegen sie?
Das stimmt, wir haben uns gegen sie wirklich immer schwergetan. Sie spielen eine sehr solide Defense, blocken sehr viel und haben viele wirblige Spielerinnen mit überraschenden Aktionen.

Kurz nach der Schlusssirene hat sich das Team noch auf der Bank im Kreis versammelt. Du hast als Kapitänin das Wort in einem schwierigen Moment ergriffen. Was hast du deinen Teamkolleginnen mitgegeben?
Dass jedes Gefühl, dass man im Moment verspürt, ok ist. Jede reagiert anders auf eine solche Niederlage. Es ist in Ordnung, wenn man jetzt hässig, enttäuscht, frustriert oder traurig ist oder man weint, um es zu verarbeiten.

Sechs Superfinals hast du gewonnen, heute den ersten verloren. Doch nächstes Jahr bietet sich dir noch einmal eine letzte Chance.
Ja, ich freue mich. Wir greifen sofort an.

 

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