02.
2014
Neuer Trainer für Höfen
Auf die kommende Saison verpflichtet der UHC Höfen Philipp Gasser als zusätzlichen Trainer. Der 29-jährige Spiezer wird mit dem bestehenden Staff um Christoph Ast, Bruno Ineichen, Corina Schmalz (Goalietrainer) und Raphael Schuler (Athletik) den bisher eingeschlagenen Weg weitergehen.
Philipp Gasser ist im Berner Oberländer Unihockey als eine der treibenden Kräfte hinter dem Projekt «Zusammenarbeit Berner Oberland» (www.zubeo.ch) bekannt. Er bringt Erfahrung als Trainer der Frutiger U21-Herren mit und blickt auf eine lange Spielerkarriere bei den Tornados Frutigen und bei Bern Ost zurück. Der UHC Höfen ist überzeugt, dass mit dem hervorragenden Kommunikator Philipp Gasser eine ideale Ergänzung zum bestehenden Staff gefunden werden konnte.
Der UHC Höfen hat sich mit Philipp Gasser über seine Ziele mit der NLA-Mannschaft Höfens sowie den Perspektiven des Berner Oberlands unterhalten.
UHC Höfen: Was reizt dich an der Aufgabe «Trainer Damen NLA in Höfen»?
Gasser: Für mich ist es eine einzigartige Möglichkeit, auf professionellem Level zu arbeiten: Mit einer motivierten Mannschaft und mit einem vollständigen und sehr kompetenten Trainerteam, das die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilt. Nicht zu vergessen der engagierte Sportchef, der Herzblut und Schweiss in die Mannschaft steckt, aber auch weiss, wann er die Zügel frei geben muss. So eine Gelegenheit bietet sich mir nicht so schnell wieder. Ich freue mich neue Erfahrungen zu machen und eigene Ideen umzusetzen.
Was hast du für Ziele mit dieser Mannschaft? Was möchtest du lang- und kurzfristig erreichen?
Wenn wir am 14. März 2015 in die Saisonpause gehen können, haben wir unser Ziel erreicht. Das Ziel ist es, die Mannschaft in der NLA zu halten. Aber damit gebe ich mich nicht zufrieden. Es geht darum jede einzelne Spielerin und das Team als Ganzes Schritt für Schritt vorwärts zu bringen und zu einer Mannschaft zu formen, die ab und zu auch ein Spitzenteam ärgern kann. Aber: Sport soll Spass machen. Mein drittes Ziel ist es, dass die Spielerinnen Freude haben, am Unihockey, am Training und an den Spielen.
Wann trittst du deine Aufgabe an? Was werden die ersten Schritte sein?
Offiziell starte ich nach Abschluss der laufenden Saison. Hinter den Kulissen ist der Übergang jedoch fliessend. Ich stehe bereits mit dem Sportchef und dem heutigen Staff in Kontakt. Wir setzen uns in den nächsten Tagen an die Planung der nächsten Saison und der Saisonvorbereitung. Als erstes werden wir die Trainingsschwerpunkte fürs Sommertraining festlegen.
Du bist ja auch eine der treibenden Kräfte bei der Zusammenarbeit der Unihockeyvereine im Berner Oberland. Wie kannst du dies in dein Amt als Trainer einfliessen lassen?
Mit dem Tagesgeschäft als Trainer hat das aber wenig zu tun. In der Zusammenarbeit geht es darum Synergien zu nutzen, sich gegenseitig zu helfen und darum ob durch bessere Verteilung Mängel beseitigt werden können. Das hilft schliesslich dem Sportchef, dem Trainer aber nur indirekt. Es ist aber von Vorteil, die Visionen im Berner Oberland zu kennen. Ich weiss, worauf wir hin arbeiten.
Welches Potenzial steckt deiner Meinung nach im Frauen-Unihockey des Berner Oberlands?
Im Berner Oberland haben wir das gleiche Potenzial wie im Bündnerland oder im Emmental. Wir sind nicht kleiner oder schwächer, wir stehen nur an einem anderen Punkt der Entwicklung. Wir Oberländer sind humorvoll, sportbegeistert, kämpferisch, willensstark und zäh. Das sind alles Siegerqualitäten. Der Dorfverein Höfen hat es in die NLA geschafft. Was wäre möglich, wenn die ganze Region hinter dem Verein steht? Wenn der Sport richtig beworben wird, wenn genug Juniorinnen akquiriert werden können und wenn diese richtig ausgebildet werden, dann wird das Berner Oberland irgendwann die Schweizer Meisterinnen stellen. Dabei aber darf man jene nicht vergessen, die im Hintergrund «den Charrä schrissä»: Es braucht dazu auch Präsidentinnen, Sportchefs, Juniorenobmänner und Marketingchefinnen, die sich engagieren und ihr Bestes geben. Ohne jene kommen wir nirgendwohin.