12.
09.
2018
NLA Frauen | Autor: unihockey.ch

NLA Frauen, Saisonvorschau Teil 2

Im zweiten Teil unserer Saisonvorschau der Frauen blicken wir auf drei Teams, die höchstens seit fünf Jahren der höchsten Liga angehören. Während für die Red Lions Frauenfeld die Playoffqualifikation bereits ein Erfolg wäre, dürfen sich Unihockey BEO und Skorpion Emmental sogar Halbfinal-Chancen ausrechnen.

NLA Frauen, Saisonvorschau Teil 2 Mika Strömberg strebt mit BEO höheres an. (Bild: Damian Keller)

RED LIONOS FRAUENFELD: In der zweiten Saison nach dem Aufstieg - die allgemein als die schwierigere bekannt ist - holten die Red Lions fünf Punkte weniger als im Vorjahr, hatten aber auch drei Qualifikationsspiele weniger zu bestreiten. Trotzdem reichte es für die Playoff-Qualifikation, wo die Ostschweizerinnen im Viertelfinal erneut an Piranha Chur scheiterten.
Nachdem sich das Team von Mark van Rooden in der höchsten Spielklasse etabliert hat, stehen die Red Lions vor einem leichten Umbruch. Marianne Gämperli, in ihrer Karrierre immer wieder von Verletzungen geplagt, zog einen Schlussstrich. Nicole Fässler, eine der zuverlässigsten Skorerinnen nach dem Aufstieg, kehrt zu ihrem Stammklub Appenzell zurück. Ersetzt werden sie durch fünf Spielerinnen aus dem eigenen Nachwuchs. Mit Livia Werz erhält Frauenfeld eine Torhüterin, die an der U19-WM die Nummer 2 des Schweizer Teams war.
Viel hängt bei den Red Lions in der Offensive von Carola Kuhn und Lea Hofmann ab. Ob das alleine reicht, um sich erneut einen Playoffplatz zu ergattern? Dafür müssen auch die Fortschritte in der Defensive weiterentwickelt werden.
ZUZÜGE: Livia Werz (WaSa), Simone Adank (Hot Chilis), Pavlina Vacinova (CZE, Floorball Uri), Viviane Lent, Anina Beck, Norina Lindenstruth, Janine Hohl, Esther Jeyabalasingam (alle Nachwuchs).
ABGÄNGE: Nicole Fässler (Appenzell), Samanta Bickel, Jancis Evans (beide Pfannenstiel), Sabrina Favazzo, Irene Räss, Marianne Gämperli, Gioia Niessner, Svenja Zell, Elin Börjeson (alle Rücktritt).


UH BERNER OBERLAND: 23 Punkte und der sechste Platz in der ersten Saison nach dem Aufstieg ist ein hervorragender Wert. Mit 15 Punkten Vorsprung auf den neunten Rang musste BEO nie um die Playoffteilnahme zittern. Mika Strömberg nimmt bereits seine dritte Saison in der Schweiz in Angriff und hat sein Team Schritt für Schritt nach vorne gebracht.
Im Berner Oberland gibt man sich jedoch noch nicht zufrieden, strebt nach höherem. Das beweisen die Transfers. Vier neue Finninnen wurden verpflichtete und gesellen sich zu Landsfrau Emmi Niemelä. Die talentierte und physisch starke Annique Meyer von Zug soll die Defensive weiter stabilisieren. Der Rest wird mit Spielerinnen aus der U21-Meistermannschaft aufgefüllt. Einzig der Rücktritt von Ela Piotrowka wird nicht so einfach zu verkraften sein.
Das notorische Liftteam mutierte in der letzten Saison zu einem ernstzunehmenden Gegner in der NLA, das mehr als nur kontern kann. Die Playoffs sollten keine zu grosse Hürde mehr darstellen. Falls die Finninnen einschlagen, ist sogar der vierte Platz und damit der Angriff auf die «Skorps» möglich.
ZUZÜGE: Krista Nieminen (PSS, FIN), Emma Hartwall (AIF, FIN), Senni Hietanen (KooVee, FIN), Sara Piispa (EräViikingit, FIN), Annique Meyer (Zug United), Laura Steiner (Comeback), Melea Grossenbacher, Pascale Huber, Anja von Allmen, Julia Zaugg, Jelena Zurbriggen (alle Nachwuchs).
ABGÄNGE: Linda Törnqvist, Fanny Holmberg (beide PSS, FIN), Michelle Lobsiger (Visper Lions), Shelly Srehler, Mirjam Probst (beide BEO 2. Liga), Valérie Hari, Angelika Egger (beide Pause), Sandra Hadorn, Fabienne Aebi, Ela Piotrowska (alle Rücktritt).


SKORPION EMMENTAL: Vor fünf Jahren mischten die Emmentalerinnen das Schweizer Frauen-Unihockey mächtig auf, nachdem sie den Durchmarsch von der 1. Liga bis in die NLA realisierten und sich auch in der höchsten Spielklasse durchsetzten. Doch in den letzten beiden Saisons kamen die «Skorps» nicht mehr vom Fleck. Zweimal in Folge landeten sie punktgleich mit den Red Ants auf Rang 5 der Quali und liessen sich in der Folge bereits im Viertelfinal in die Ferien schiessen.
Nun kommt es in der Kaderzusammenstellung zu einem leichten Bruch. Verdienstvolle Spielerinnen wie Fabienne Walther oder Karin Stettler verliessen den Verein. Karin Beer - Topskorerin der letzten Saison - legt eine Pause ein. Nun müssen die Nationalspielerinnen Nadia Reinhard und Lisa Liechti den Karren reissen. Und in der Offensive hofft man auf die Tore von Schweizer Meisterin Nathalie Spichiger. Die Nati-Angreiferin kehrt nach zwei Jahren in Chur, wo sie sich weiterentwickeln konnte, zu ihrem Stammverein zurück.
Es wird wohl so sein wie in den letzten beiden Saisons: die Skorps werden um den vierten und damit letzten Halbfinalplatz kämpfen. Nur ist dabei nicht mehr Winterthur der grösste Konkurrent, sondern das aufstrebende BEO.
ZUZÜGE: Nathalie Spichiger (Piranha Chur), Mirjam Mosimann (Lejon Zäziwil), Karin Bieri, Marylin Thomi (beide Nachwuchs).
ABGÄNGE: Fabienne Walther (Aergera Giffers), Michelle Buri, Ramona Zimmermann (beide Lejon Zäziwil), Karin Stettler (Krauchthal), Jolanda Schlüchter, Fabienne Arm (beide Skorpion, 3. Liga), Karin Beer (Pause).

 

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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