08.
09.
2018
NLA Frauen | Autor: Streiter Constantin

Piranha Chur dreht das Spiel

Piranha Chur gewinnt 2018 nach dem Cup und der Meisterschaft auch den Supercup. In einem spannenden Spiel setzten sich die Bündnerinnen trotz 0:3-Rückstand gegen die Jets in der Verlängerung durch.

Piranha Chur dreht das Spiel Piranha Chur gewinnt in der Verlängerung und holt sich den Supercup 2018. (Bild: Fabian Trees)

Piranha Chur startete etwas besser in den Supercup, die beiden besten Möglichkeiten hatte Nicole Capatt aus  gefährlicher Position im Slot vor Monika Schmid. In der 9. Minute waren es dann aber die Zürcherinnen, die ein erstes Mal jubeln durften - Bengtsson bediente Wiki, die aus kurzer Distanz zum 1:0 traf. Die Jets standen defensiv solid und blockten viele gegnerische Schüsse. Mit einem schnellen Gegenstoss über die linke Seite fiel das 2:0 durch Gämperli in der 17. Minute, Chur war nun etwas weniger gefährlich. Kurz vor dem Ende des ersten Drittels bot sich Bengtsson die Chance zum 3:0, als sie alleine aufs gegnerische Tor ziehen konnte, doch wartete zu lange mit dem Abschluss und liess diese Gelegenheit ungenutzt.

Im zweiten Drittel war das Spiel wieder ausgeglichen, doch es ging weiter wie im ersten Abschnitt: Beide Teams waren um Offensivaktionen bemüht, aber nur Dietlikon traf ins Tor. Einen schönen Konter verwandelte Deborah Frei nach perfekter Vorarbeit von Martinakova sehenswert zum 3:0. Kurze Zeit später war es dann Flurina Marti, die den Anschlusstreffer für Piranha Chur erzielte. Mit dem Rücken zum Tor versuchte sie es backhand, der Ball wurde von einer Dietliker Spielerin noch leicht abgelenkt. Danach hatte Piranha gleich ein paar weitere gute Chancen und probierte nachzudoppeln, doch Dietlikon hielt dem Druck stand und sorgte bis kurz vor der zweiten Pause wieder für ausgeglichene Spielanteile. Dann war es die Linie um Margrit Scheidegger, die hinter dem gegnerischen Tor erfolgreich nachsetzte und den Ball zurückeroberte - Chiara Rensch musste die Vorlage im Slot nur noch ins offene Tor einschieben und verkürzte somit auf 2:3 aus Sicht des Meisters. Dies versprach Spannung fürs Drittel, zumal Piranha bereits jetzt nur noch mit zwei Linien agierte. Die Jets hatten ab Spielhälfte hingegen etwas den Faden verloren.

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Die Rüttimann-Linie war auch in diesem Spiel entscheidend. (Bild: Dieter Meierhans)

Im dritten Drittel wurden die Jets gleich im ersten Einsatz in der eigenen Spielhälfte eingeschnürt. Nach Martis Weitschuss zeigte Schmid eine starke Parade, doch beim dritten Versuch innert weniger Sekunden war schliesslich Seraina Ulber erfolgreich. 3:3 stand es, und das Momentum schien nun definitiv auf Seiten der Bündnerinnen zu sein, doch es vergingen genau 17 Sekunden, ehe Michelle Wiki mit ihrem zweiten persönlichen Treffer die Jets wieder in Führung brachte. Bei dem schönen Distanzschuss war Jill Münger chancenlos. Chur agierte aber weiterhin sehr druckvoll, insbesondere der gefürchtete „Dreizack" um Ulber, Rüttimann und Marti setzte Kloten-Dietlikon massiv unter Druck. In der 49. Minute fiel schliesslich der verdiente Ausgleich durch Corin Rüttimann. Das Spiel war nun extrem spannend und wogte hin und her. Dietlikon war zwar mehrheitlich in der eigenen Zone beschäftigt, setzte aber durch schnelle Konter einige gefährliche Nadelstiche. In der 55. Minute traf Flurina Marti die Latte, doch schliesslich endete die reguläre Spielzeit unentschieden 4:4.

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In der Verlängerung hatte Scheidegger die erste gute Chance für Piranha Chur. Nach dreieinhalb Minuten fiel schliesslich das entscheidende Tor für die Bündnerinnen durch die junge Nicole Capatt. Angesichts der deutlichen Steigerung ab Spielhälfte war der Sieg für Chur nicht unverdient. Piranha ist somit der erste Schweizer Verein, der im gleichen Jahr alle drei Trophäen (Cup, Meisterschaft und Supercup) gewinnt. Für die Jets reichten 30 starke Minuten nicht aus, gegen ein immer stärker werdendes Chur die Partie zu gewinnen. So lagen sie in der ganzen Partie nur einmal im Rückstand - nämlich ganz am Ende der Partie.

 


Piranha Chur - Kloten-Dietlikon Jets 5:4 (0:2, 2:1, 2:1, 1:0) n.V.
Saalsporthalle Zürich, 1‘231 Zuschauer. SR Friemel/Hasselberg.
Tore: 9. Wiki (Bengtsson) 0:1. 17. Gämperli (Wohlhauser) 0:2. 27. Frei (Martinakova) 0:3. 29. Marti (Ulber) 1:3. 38. C. Rensch (Scheidegger) 2:3. 41 (40:55) Ulber (Capatt) 3:3. 42. (41:12) Wiki (Bengtsson) 3:4. 49. Rüttimann (Marti) 4:4. 64. Capatt (Ulber) 5:4.
Strafen: keine
Piranha Chur: Münger; L. Cotti, Marti; Gredig, Wieland; L. Rensch, Nieminen; Rüttimann, Ulber, Capatt; Scheidegger, Rossier, C. Rensch; Dellagiovanna, Kühne, Zwinggi.
Kloten-Dietlikon Jets: Schmid; Bühler, Bürgi; Klapitova, Frisk; Zwissler, Luck; Wohlhauser, Gämperli, Pedrazzoli; Wiki, Bengtsson, Suter; Frei, Martinakova, Metzger.
Bemerkungen: Michelle Wiki vor der Partie für ihr 100. Länderspiel geehrt. 55. Minute Lattenschuss Marti. Andrea Gämperli und Seraina Ulber als beste Spielerinnen ausgezeichnet.

 

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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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