09.
2015
Piranha Chur glückt der Auftakt
Die NLA-Unihockeyanerinnen von Piranha Chur gewinnen dank eines Exploits im letzten Drittel gegen Zug United 7:3.
Bereits in der ersten Runde der Saison trafen die Churerinnen auf Zug United, den ehemaligen Verein ihres neuen Headcoachs Stephan Mock. Die Entscheidung zugunsten der Heimmannschaft fiel erst im letzten Drittel. Sonja Putzis sehenswertes Tor verhalf ihrer Mannschaft zu einem komfortablen 7:3-Sieg. Das Team um Trainer Stephan Mock war in den letzten 20. Spielminuten physisch klar die dominierende Mannschaft und erzielte insgesamt drei Tore. «Wir haben uns zu Beginn des Spiels das Leben selbst schwer gemacht. Nach und nach haben wir aber unseren Spielfluss gefunden und dank eines überzeugenden letzten Drittels die Partie für uns entschieden», fasste Cheftrainer Stephan Mock das Spielgeschehen zusammen.
Zu Beginn deutete nichts auf den Sieg der Heimmannschaft hin. Die Churerinnen erwischten einen denkbar ungünstigen Start in die neue Saison. Ein Fehlpass in der ersten Minute nutzte Verteidigerin Marjut Mäkelä eiskalt aus und traf zur erstmaligen Zuger Führung. Auch in der Folge blieben die Gäste aufsässig. «Anfangs haben bei uns die Automatismen noch nicht gestimmt. Zug hat physisch stark begonnen und uns so die Startphase erschwert», hielt der Churer Neuzugang, Priska von Rickenbach, fest.
Piranha brauchte einige Minuten, um sich von diesem Blitzstart der Gäste zu erholen. In der achten Spielminute erhielt Zug eine 2-Minuten-Strafe. Die nummerische Überzahl nutzte Nadine Handl aus und traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Da beide Teams die Defensive vernachlässigten, ergaben sich hochkarätige Chancen. Emmi Niemelä traf nach gut zehn Minuten zur abermaligen Zuger Führung. Die Freude der Gäste wehrte jedoch nicht lange. Manuela Dominionis Doppelpack (10./17.) ermöglichte die erstmalige Churer Führung. Der Ausgleich der Zuger war ein Geschenk Churs kurz vor Drittelspause. Piranha brachte den Ball nicht aus der eigenen Gefahrenzone heraus. Im Gestocher traf Kassandra Luck den Ball, der zwischen Lara Heinis Schoner in das Tor kullerte. Im Mitteldrittel spielten die beiden Mannschaften insbesondere in der Defensive konzentrierter, und Tormöglichkeiten wurden rarer. Den einzigen Treffer erzielte Verteidigerin Nadine Handl in der 37. Spielminute.
Der Sieg für die Churerinnen war dank einer Leistungssteigerung im letzten Drittel verdient. Die gewichtigen Abgänge der beiden finnischen Verteidigerinnen Tiia Ukkonen und Mia Karjalainen waren in dieser Partie jedoch noch deutlich zu spüren. Die fehlende Stabilität war insbesondere in den ersten halben Stunde erkennbar. Trotzdem kann Chur optimistisch sein. Im letzten Drittel dominierte der Stadtverein die Gäste aus Zug beinahe nach Belieben und zeigte, weshalb er auch in dieser Saison Favorit für ein Ticket in den Superfinal ist.
Piranha Chur - Zug United 7:3 (3:3, 1:0, 3:0)
Gewerbliche Berufsschule, Chur. - 175 Zuschauer. - SR Keel/Pestoni.
Tore: 1. Mätelä (Kuhlmann) 0:1. 7. Handl (Putzi) 1:1. 10. Niemelä 1:2. 10. Dominioni (Sgier) 2:2. 17. Dominioni (Ulber) 3:2. 20. Luck (Schibli) 3:3. 37. Handl (Putzi) 4:3. 49. Zwinggi (Ulber) 5:3. 51. Zwinggi (Ulber) 6:3. 56. Putzi (Ludwig) 7:3.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen piranha chur. 2mal 2 Minuten gegen Zug United.
Zeitungsbericht "Schweiz am Sonntag"