20.
03.
2018
NLA Frauen | Autor: "St. Galler Tagblatt"

"Platz für neue Ideen"

Lukas Studer führte das Frauenteam von Waldkirch-St. Gallen in die NLA. Nun müssen die Ostschweizerinnen die Auf-/Abstiegsserie gegen den NLB-Meister gewinnen, um den Ligaerhalt zu schaffen. Danach gibt der erst 25-jährige Studer das Traineramt ab.

Damals als Lukas Studer das Frauenteam übernahm, hielt sich Waldkirch-St. Gallen nur knapp in der NLB. Diese Saison spielten die St. Gallerinnen wieder im Playout. Doch dieses Mal ging es um mehr. Nur noch ein Sieg fehlte, um in der höchsten Spielklasse zu bleiben. «Wenn wir das schaffen, ist es ein noch grösserer Erfolg als der Aufstieg», sagte Studer an diesem Abend.

Der Coach im schwarzen Trainingsanzug sitzt im Geräteraum der Sporthalle Tal der Demut auf einem Bänkchen. Bald beginnt das Training. Doch davor will er noch erzählen, wie aus Waldkirch-St. Gallen ein NLA-Team wurde - und warum er nun sein Amt abgibt. An fehlender Leidenschaft liegt es zumindest nicht. Eine Stunde lang erzählt er von dieser speziellen Saison und mit jedem Satz spürt man seine Freude, das Feuer. In den vergangenen Monaten hat Studer viel investiert. Stundenlang schaute er sich Videos an, studierte die Gegner und bereitete seine Spielerinnen akribisch auf jeden Einsatz vor.

NLA-Erfahrung hatte zu Beginn nur Captain Iris Bernhardsgrütter, diese Auftritte lagen jedoch bereits Jahre zurück. Und alle anderen waren Neulinge - auch der Trainer, der im vergangenen Dezember erst 25 Jahre alt geworden ist. «Wir traten als absoluter Underdog an», sagt Studer. Er wusste, dass es schwierig werden würde. Nach den Siegesserien in der Saison davor, die alle in ein Hoch versetzt hatten, verlor Waldkirch-St. Gallen nun auch einmal zweistellig.

Kleine Erfolge feiern
«Waldkirch-St. Gallen musste sich zuerst an das bessere Niveau gewöhnen», sagt Studer. In der NLA ist das Tempo höher, die Zeit am Ball kürzer und Fehler werden keine mehr verziehen. Studer versuchte, das Team Schritt für Schritt, Monat für Monat, näher heranzuführen - und sich an kleinen Erfolgen zu orientieren. So gewannen die St. Gallerinnen bereits das zweite Saisonspiel - eine frühe Bestätigung. Und nach den zweistelligen Niederlagen gegen Spitzenteams, freute sich Studer darüber, wenn seine Equipe ein Spiel lange ausgeglichen gestalten konnte - auch wenn das Schlussresultat deutlich ausfiel. «Wir haben gesehen, dass wir mitspielen und den starken Gegnern auch einmal wehtun können», sagt der Coach.

Am Ende erreichten die St. Gallerinnen den neunten Rang. Dieser zeigt, dass sie mit den Teams in der unteren Tabellenhälfte mithalten können. Damit ist Waldkirch-St. Gallen dort, wo es sein wollte - auch wenn Studer nie mit seinen Spielerinnen über ein Rangziel gesprochen hat. «Es ist der ideale Zeitpunkt für einen Wechsel», sagt Studer. «Nun hat es Platz für neue Ideen». Dass er sich vom Traineramt zurückzieht, stand bereits im vergangenen Herbst fest. Der Schaffhauser, der an der Universität in St. Gallen Recht und Wirtschaft studiert, gibt bald seine Masterarbeit ab. Danach absolviert er auf dem Weg zum Anwaltspatent mehrere Praktika. «Mit einer 100-Prozent-Stelle ist das Traineramt nicht vereinbar», sagt Studer. Er sei jedoch froh, dass er das Amt guten Gewissens abgeben kann. Seit kurzem steht fest, wer das Frauenteam übernimmt: Renato Wyss. Seit 30 Jahren steht dieser als Unihockeytrainer in den Sporthallen. Zuletzt betreute er das Männer-Nationalteam von Österreich. Für Kontinuität sei gesorgt, sagt Studer, der mit seinem Nachfolger bereits in Kontakt steht. Denn mit Natalie Brägger bleibt die Assistenztrainerin weiterhin im Staff.

In der Sporthalle Tal der Demut kommen die ersten Spielerinnen an und bereiten sich auf das Training vor. Was wünscht Studer ihnen zum Abschied? «Sie sollen an sich glauben, hart arbeiten und sich nicht klein machen lassen. Dann werden sie auch belohnt», sagt er. Nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: «Etwas mehr Zuschauer wären auch schön. Das hätten sie verdient.» Dann geht er zu den Spielerinnen in die Sporthalle. Die Saison ist noch nicht vorbei.

Quelle: "St. Galler Tagblatt", Raya Badraun

 

 

Die Skorps, die Wizards und Zug blicken auf einen Rückschlag zurück, die Riders warten immer noch auf Punkte und BEO möchte die Tabellenführung verteidigen - die... Auf Wiedergutmachung aus
Kommen die Red Ants langsam auf Betriebstemperatur? Der Sieg gegen den Meister am letzten Wochenende ist ein Indiz dafür, bei den Skorps muss er nun aber auswärts bestätigt... Sara Piispa: «Der Sieg tat gut»
Zum ersten Mal seit über einem Jahr mussten die Wizards am Wochenende in einem Quali-Spiel nach 60 Minuten ohne Punkte vom Platz. Für Mirjam Wyss ein Warnschuss zu einem... Mirjam Wyss: „Die Saison ist kein Selbstläufer“
BEO gewinnt gegen die Riders und ist Leader mit drei Punkten zwei Spielen mehr als die ersten Verfolger. Die Jets bezwingen Uri knapp und die Skorps müssen in Chur erstmals... BEO Leader, Skorps erstmals ohne Punkt

Community Updates

Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks