16.
09.
2017
NLA Frauen | Autor: Keller Damian

Red Ants mit Ambitionen

Mehr Leaderfiguren, mehr Erfahrung, mehr Qualität - die Red Ants gehen gestärkt aus dem Transfersommer hervor. Dem neuen Trainer Lukas Eggli steht ein breites Kader mit zahlreichen Alternativen zur Verfügung.

Red Ants mit Ambitionen Nadia Cattaneo, hier gegen Iris Bernhardsgrütter von WaSa, soll die Offensive beleben. (Bild: Damian Keller)

Mit der Qualifikation für die Playoff-Halbfinals kehrten die Red Ants in der letzten Saison in den Kreis der Spitzenteams zurück. Nun soll in einem nächsten Schritt der Anschluss an Dietlikon und Piranha Chur gelingen - diese beiden Teams teilten sich neun der letzten zehn Titel in Liga und Cup. Auf dem Papier ist die Aufwärtstendenz klar erkennbar. Der bisherige Stamm wurde mit Ausnahme von Andrea Kern (Rücktritt) sowie Michaela Mlejnkova (Rückkehr nach Tschechien) gehalten und gezielt verstärkt. Der Königstransfer gelang ganz zum Schluss mit Géraldine Rossier. Die 29-jährige Bündnerin kehrt nach fünf Saisons in Schweden, wo sie bei Täby Teamkollegin diverser schwedischer Nationalspielerinnen war, in die Schweiz zurück. „Im Hinblick auf die kommende WM hatte ich in Stockholm nicht die Rolle, die ich wollte - Freunde und Familie wieder öfters zu sehen erleichterten mir den Entscheid zusätzlich", begründet die Internationale den Wechsel. Bei den Red Ants dürfte sie als Center-Spielerin im ersten Block gesetzt sein.

Burgdorfer Trio
Schon vor Rossier standen wichtige Zuzüge fest. Von Nadia Cattaneo (28, Wizards Bern Burgdorf) versprechen sich die Red Ants Leidenschaft und Kreativität, von der Finnin Marjut Mäkelä (30, Zug) Wasserverdrängung und Leaderqualitäten in der Abwehr. „Wir suchten bewusst erfahrene Spielerinnen, die sofort helfen können, unser Spiel besser und schneller zu machen", freut sich Sportchefin Irène Tschümperlin über die Zusagen. Dass in Cattaneos Schlepptau mit Jasmin Krähenbühl (ehemaliger Captain der U19-Nati) und Annika Dierks gleich noch zwei 20-jährige Spielerinnen der Wizards den Weg nach Winterthur fanden, bietet Trainer Lukas Eggli weitere Optionen - und dass es für diese drei Spielerinnen schon zum Saisonauftakt zur Rückkehr zu ihrem bisherigen Verein kommt, ist reizvoll.
Mit den nachgezogenen eigenen Juniorinnen und den Talenten aus dem Förderkader, die Einsatzzeiten erhalten sollen, stehen Eggli über 25 Spielerinnen zur Verfügung. Dass ein derart grosses Kader für Unzufriedenheit sorgen kann, zeigte sich in der vorletzten Saison. „Diesmal ist das Team gefestigter, daher können wir das Risiko eingehen", zeigt sich Tschümperlin optimistisch, während Eggli ergänzt: „Gerade von den jüngeren Spielerinnen erwarte ich, dass sie sich in unserer zweiten Mannschaft in der 1. Liga aufdrängen, wenn sie in der NLA nicht zum Einsatz gelangen."  

Hoffen auf Dahlin
Der Findungsprozess wird Zeit brauchen. Mäkelä ist nach langwierigen Rückenproblemen noch nicht ganz fit, Rossier erst seit September dabei, Krähenbühl war im Sommer drei Monate auf Reisen - und Lukas Eggli ist ein Neuling im Frauenbereich. Bisher coachte er in Bülach nur Männer. „Ich schaute im Frühling vor der Vertragsunterzeichnung viele Videos und bin überzeugt, bei den Red Ants etwas bewegen zu können. In der Vorbereitung zogen alle Spielerinnen voll mit und zeigten sich sehr lernhungrig, das hat wirklich Spass gemacht", so der 33-Jährige.
Ein bisheriges Manko - die Schwäche im Abschluss - scheint aber noch nicht behoben. Auch Rossier und Cattaneo gelten nicht als Sniper. Doch vielleicht kommt hier die Lösung aus den eigenen Reihen, wenn es mit dem Comeback Johanna Dahlins wie geplant klappt. Die 29-jährige Schwedin erlitt im letzten Oktober einen Kreuzbandriss und betätigte sich seither als Assistenztrainerin. Ein sorgfältiger Aufbau soll dazu führen, dass sie ab Januar wieder ins Geschehen eingreifen kann. „Sie könnte das Puzzle-Teil sein, das uns noch fehlt", sagt Tschümperlin. Schliesslich soll das Spiel der Red Ants nicht nur schneller, sondern auch erfolgreicher werden.

Die Wizards und BEO gewinnen ihre Spiele und bleiben somit in der Spitzengruppe der Tabelle. Favoriten siegen auswärts
Die Skorps, die Wizards und Zug blicken auf einen Rückschlag zurück, die Riders warten immer noch auf Punkte und BEO möchte die Tabellenführung verteidigen - die... Auf Wiedergutmachung aus
Kommen die Red Ants langsam auf Betriebstemperatur? Der Sieg gegen den Meister am letzten Wochenende ist ein Indiz dafür, bei den Skorps muss er nun aber auswärts bestätigt... Sara Piispa: «Der Sieg tat gut»
Zum ersten Mal seit über einem Jahr mussten die Wizards am Wochenende in einem Quali-Spiel nach 60 Minuten ohne Punkte vom Platz. Für Mirjam Wyss ein Warnschuss zu einem... Mirjam Wyss: „Die Saison ist kein Selbstläufer“

Community Updates

Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

Quicklinks