02.
2019
Red Ants verlängern mit Eggli und Eteläpää
Lukas Eggli und Kati Eteläpää stehen auch nächste Saison an der Bande der Red Ants. Für den Verein ist dies ein Versprechen für die Zukunft.
Vor bald zwei Jahren übernahm Eggli ein Team, das den Ligadominatoren Chur und Dietlikon durchaus die Stirn bieten konnte. Nach engen Spielen scheiterten die Winterthurerinnen gegen den späteren Schweizermeister im Playoff-Halbfinal. Auch im Cup durfte man einmal mehr nach Bern reisen, wo Piranha Chur schlussendlich jedoch abgeklärter auftrat.
Rückgrat bewiesen
Ende Saison folgte dann ein Umbruch, der so nicht vorauszusehen war. Nach zahlreichen Abgängen stand Eggli im Mai ein Team zur Verfügung, das in den Medien als Playout-Kandidat gehandelt wurde. «In Anbetracht dieser Herausforderung hätten wohl viele andere ambitionierte Trainer das Weite gesucht», ist Sportchefin Irène Tschümperlin überzeugt. Eggli jedoch blieb und formte das junge Team um die verbliebenen Schlüsselspielerinnen Jael Koller, Alexandra Frick und Marjut Mäkelä mit viel Geschick und Herzblut erstmal im Alleingang. «Klar war die Situation nicht einfach, einen Umbruch kann man sicherlich geschmeidiger einleiten. Die Herausforderung war wirklich gross, aber das Team ist den Weg ohne Wenn und Aber mitgegangen. Es war eine sehr lehrreiche Phase, charakterlich aber auch unihockeytechnisch», so Eggli zu der wohl schwierigsten Herausforderung seiner bisherigen Unihockeykarriere.
Überraschende Rückkehr Eteläpääs
Anfangs November bekam Eggli namhafte Unterstützung im Staff. Kati Eteläpääs Trainerlaufbahn ist beachtlich. Sie sammelte in Finnland acht Jahre Erfahrung als Assistenz- und Chef-Trainerin und war 2005 und 2007 Assistenztrainerin der finnischen Nationalmannschaft. Auf die Saison 2010/11 zog es sie in die Schweiz, wo sie fünf Jahre an der Bande der Red Ants stand und 2012 mit der Schweizer U19 in die Slowakei reiste.
Eine Rückkehr als Trainerin war für die Finnin anschliessend lange kein Thema mehr und entsprechend überraschend kam für viele die Wende. «Das war das Beste was mir und dem Team passieren konnte», meint Eggli rückblickend. «Ich glaube wir könnten nächtelang über Unihockey fachsimpeln - schade, haben wir noch einen normalen Job nebenbei», ergänzt Eggli über die Zusammenarbeit mit seiner Trainerpartnerin.
Nun haben sich beide für eine weitere Saison in Winterthur entschieden. Irène Tschümperlin ist voll des Lobes: «Die Konstanz in der Teamführung ist in dieser intensiven Entwicklungs- und Aufbauphase extrem wertvoll. Für mich sind die zwei das ideale Trainer-Duo. Sie verstehen und ergänzen sich einfach perfekt.» Auch dank dieser passenden Konstellation hat Eteläpää das Unihockeyfeuer wieder entdeckt: «Ich fühle mich, als hätte ich meinen Unihockeyzwilling gefunden. Lukas hat ein riesiges Unihockeywissen und ist taktisch sehr variabel und flexibel. Es macht einfach Spass mit ihm über diese spannende Sportart zu philosophieren.»
Playoffs auf sicher
In der 14. Runde qualifizierte sich das junge Team, das zwischenzeitlich noch um vier Spielerinnen erweitert wurde, bereits definitiv für die Playoffs. Der Hunger der Spielerinnen und Trainer ist damit jedoch noch nicht gestillt. Der Gegner wird nach dem letzten Meisterschaftsspiel vom 16. Februar definitiv feststehen.