11.
2019
Rossier: „Wir spielen zu schön“
Dass die Red Ants nach Hälfte der Qualifikation nur auf dem achten Rang zu finden sind, liegt an der fehlenden Treffsicherheit. Nati-Center Géraldine Rossier traf am letzten Wochenende doppelt - war damit aber die einzige Torschützin ihres Teams. Löst sich heute gegen Frauenfeld ein Knoten?
Ziehen wir den Kantersieg gegen SUM ab, haben die Red Ants diese Saison bisher rund zwei Tore pro Spiel erzielt. Warum fallen euch Treffer so schwer?
Géraldine Rossier: Ich kann es nicht genau sagen - sonst hätten wir das ja schon längst geändert. Es ist aber sicher so, dass wir immer noch zu schön spielen, noch einen Seitenwechsel, noch einen Pass suchen - statt den Ball einfach mal aufs Tor zu bringen und notfalls draufzuprügeln.
Persönlich ist dir das letzte Woche gegen Laupen mit zwei Treffern gelungen. Eine Folge der umgestellten Linien? Du warst erstmals diese Saison nicht an der Seite von Nati-Kollegin Margrit Scheidegger, sondern mit Nicole Mattle und Juniorin Melea Brunner in einer Formation.
Damit hat das nichts zu tun. Ich nahm mir vor dem Spiel einfach vor, vermehrt den Abschluss zu suchen. Dass wir die Linien einmal umgestellt haben, finde ich aber nicht schlecht - das verändert den Fokus.
Sorgte die Umstellung gleichzeitig für die zwei schnellen Gegentore zu Beginn? Laupen führte nach drei Minuten bereits mit 2:0.
Nein. Fehler gehören zum Unihockey - bei uns ist es einfach so, dass wir seit vier oder fünf Spielen für praktisch jeden Fehler direkt bestraft werden. Da müssen wir unbedingt an unserer Körpersprache arbeiten, ein 0:2 ist im Unihockey ja nichts. Unser Verhalten in beiden Slots muss besser werden.
Taten dir persönlich die beiden Tore im Hinblick auf die WM gut?
Es waren sicher zwei Treffer fürs Selbstvertrauen. Aber ich fühle mich fit und für die WM gerüstet. Jetzt folgt noch eine Runde, um Schwung zu holen - dann gehts los.