03.
2014
Zuger Protest
Der vierte Playoff-Halbfinal zwischen Zug United und Dietlikon sorgte für Unstimmigkeiten. Zug legte Protest gegen die 2:3-Niederlage ein, da das Siegtor nach Zuger Meinung irregulär erzielt wurde.
Grosse Aufregung am Sonntag in der Rotkreuzer Dorfmatt-Halle. Nach dem 3:2-Siegestreffer von Dietlikons Petra Weiss in der Verlängerung protestierten die Zuger Spielerinnen und Trainer vehement beim Schiedsrichterduo. Der Stock der Schwedin soll beim Tor zu hoch - also über Kniehöhe - gewesen sein, dazu sahen die Zuger ein Vorteilzeichen eines Schiedsrichters zu ihren Gunsten. Die Refs gaben den umstrittenen Treffer aber. Dietlikon zog so mit 3:1 Siegen in den Playoff-Final gegen Piranha Chur ein.
Gegen die Wertung des Spiels, sprich des ominösen Tores, legte Zug United unmittelbar nach Spielschluss Protest ein. TV- und Livestream-Bilder sollen den Verantwortlichen von swiss unihockey zeigen, dass das Tor irregulär sei. Gross dürften die Chancen auf einen positiven Bescheid nicht sein, da ein Tatsachenentscheid der Schiedsrichter vorliegt. Das weiss auch Zug, «aber dennoch müssen wir alles versuchen, um zu zeigen, dass wir daran glauben», teilt der Zuger Sportchef Dominik Rickenbacher auf Anfrage mit.
Den Zugern wurde von den Schiedsrichtern mitgeteilt, dass der Ball via Rücken der Torhüterin ins Tor gelangt sei, ohne dass ihn eine Spielerin berührt habe. Auf den Fernsehbildern des Zentralschweizer Privatsenders Tele 1 (Link siehe unten) sieht die Szene aber anders aus. Zwar ist eine Schussabgabe der Dietliker Stürmerin nicht zu sehen, da eine Zugerin die Sicht verdeckt, aber es ist zu vermuten, dass der Ball nicht vom Rücken sondern via Stock ins Tor gelangte. Vor allem da der Ball unter der Querlatte ins Tor gelangte. «Für mich ein klarer hoher Stock, das Tor hätte nicht zählen dürfen», sagt Sportchef Rickenbacher.
Schiedsrichter-Teamleiter Peter Kunz wollte wegen des laufenden Verfahrens keinen Kommentar abgeben, ausser «dass in der besagten Szene kein Vorteil angezeigt wurde. Das Zeichen bedeutete ‚weiter spielen‘». Ein Entscheid der DK ist derzeit hängig, für Zug ist die Saison auch nicht abgeschlossen. «Das Trainingsprogramm dieser Woche entspricht dem, welches wir auf ein fünftes Spiel ausgelegt haben. Wir nehmen zurzeit keine Änderungen vor», bekräftigt Rickenbacher. Es bleibt abzuwarten, ob dies wirklich nötig war.
Link zum Beitrag von Tele 1 (zwischen 0:58 und 1:05 ist die fragliche Szene zu sehen