10.
2004
Damen NLA: Erster Saisonsieg für die Caps!
Nur zu Beginn gelang es den Hauptstädterinnen nicht, das Spiel unter Kontrolle zu halten, die Umschaltung von Offense auf Defense funktionierte nicht reibungslos. Dementsprechend entwickelte sich in den ersten Minuten ein offener Schlagabtausch, in welchem Burgdorfs Karin König mit zwei Einzelleistungen den Gast jeweils in Führung schoss, ehe die Caps postwendend wieder ausglichen und nach einem Solo Müllers übers ganze Feld sogar mit 3:2 in Führung gingen.
Diese erstmalige Führung der Caps blieb nicht ohne Auswirkungen aufs Spielgeschehen, hielt doch fortan die nötige Abgeklärtheit Einzug in den eigenen Reihen. Die Stadtberinnen begannen nach und nach Ball und Gegner zu kontrollieren, und erhöhten vor der ersten Drittelspause auf 4:2. Der Pausentee schmeckte den Caps sichtlich, vermochten sie doch den Trend der zweiten Hälfte des Startdrittels zu bestätigen. Die Gäste aus Burgdorf, keine 24 Stunden vorher noch im Cup engagiert, bauten ab, während das Heimteam mit drei Linien das Tempo hochhielt und dem Spiel weiterhin den Stempel aufdrückte. Im Angesicht des Schussverhältnisses von 29:5 im zweiten Abschnitt blieb freilich die Ausbeute von einem Tor durch Brunner zu mager, so dass die Entscheidung erst anfangs Schlussdrittel mit dem dritten persönlichen Treffer Müllers fiel. Das 6:3 durch König, die als einzige bei den Gästen zu überzeugen vermochte, war nur noch Resultatkosmetik.
Alles in Allem zeigten die Caps in der Heimpremiere vor 260 Zuschauern eine grundsolide Leistung. Während die Wizards von den bekannten Schwächen eingeholt wurden - unglückliche Torhüterleistung (im 1. Drittel), zu grosses Gefälle innerhalb der Mannschaft - stellten die Caps die ausgeglichenere und abgeklärtere Mannschaft, in der in offensiver Hinischt für einmal nicht die üblichen Verdächtigen (Heusser, Andrey und Stettler, die jedoch allesamt defensiv und kämpferisch zu überzeugen vermochten), sondern mit Ursula Müller eine Arbeitsbiene und mit Sarah Brunner eine Verteidigerin die Akzente setzten.
Die Mannschaft um Trainer Kappeler wird schon nächste Woche versuchen, den Aufwärtstrend zu bestätigen, wenn es zur Revanche des letztjährigen Playoff-Halbfinals gegen die Red Ants geht. Ein Spiel, auf das sich alle Beteiligten und Freunde des Damenunihockeysports sicher freuen dürfen.
Bern Capitals - Burgdorf Wizards 6:3 (4:2, 1:0, 1:1)
Mooshalle, Gümligen - 260 Zuschauer
SR: Spori / Wälti
Tore: 02:45 König (Stooss) 0:1, 03:16 Brunner (Schmid) 1:1, 05:34 König (Rossell) 1:2, 10:02 Schöllibaum 2:2, 12:37 Müller (Khuu) 3:2, 18:10 Müller (Brunner) 4:2, 30:07 Brunner (Andrey / Ausschluss Rossell) 5:2, 43:04 Müller (Juker, Andrey) 6:2, 55:41 König 6:3
Strafen: je 3x2'
Bern Capitals: Roux; Brunner, Schmid; Arteva, Khuu; Hofer; Müller, Juker, Andrey; Heusser, Schällibaum, Stettler; Pfister, Fahrni, Elsinger
Burgdorf Wizards: Gantner (ab 17. Scheidegger); Ritter, B. Müller; Glauser, Rindlisbacher; Seljeson; Mätzener, Schüpbach, Tschumi; König, Rossel, Stooss; Pena
Bemerkungen: 44. Time-Out Burgdorf. Bern Capitals ohne Krähenbühl, Meyer (verletzt) und Koller (nicht eingesetzt). Burgdorf Wizards ohne Kloter (abwesend), Burkhalter, Frischknecht und Meier (verletzt)
Best Players: Müller / König