11.
2004
Damen NLA: Vom 0:1 zum 5:1
Nur 22 Stunden nach der erfolgreichen Cup-Halbfinalqualifikation im Kantonsderby gegen die Bern Capitals ging es für die Wizards bereits wieder um wichtige Meisterschaftspunkte. Bereits von Beginn weg war ersichtlich, dass der Cupfight vom Vorabend seine Spuren hinterlassen hat. Die Burgdorferinnen wirkten unkonzentriert und kaum ein vernünftiges Zusammenspiel wollte gelingen. Obwohl das Gästeteam aus der Ostschweiz doch recht harmlos war – nur das Geschwisterpaar Mayer konnte überzeugen – nutzten sie in der 8. Minute eine erste Unachtsamkeit in der Abwehr der Bernerinnen zur überraschenden 0:1-Führung durch L. Mayer auf Zuspiel von D. Mayer aus. Einmal mehr liessen sich aber die Burgdorferinnen durch einen Rückstand nicht beirren und setzten die Gäste vermehrt unter Druck. Die Chancen für die Bernerinnen häuften sich, wurden aber immer wieder vergeben. Eine Einzelaktion von Rossel brachte dann in der 14. Minuten den längst verdienten Ausgleich. Als eine Minute vor Drittelsende Glauser ihren Abschlussversuch vom Pfosten zurückprallen sah – es war bis zu diesem Zeitpunkt bereits der 4. Rahmentreffer der Wizards – reagierte König mit einem schönen Schlenzer und erzielte den 2:1-Pausenstand. Das Bemühen der Burgdorferinnen. Ein gepflegteres Kombinationsspiel aufzuziehen war auch in den zweiten 20 Minuten ersichtlich, gelingen wollte indes nur wenig. Die Vorentscheidung in diesem Spiel fiel dann in der 23. Minute, als König ein Zuspiel von Seljeson zum 3:1 unterbringen konnte. Auch wenn die Wizards den Ostschweizerinnen zuviel Raum liessen, waren diese doch zu harmlos, um eine ernsthafte Gefahr für das Tor der Bernerinnen zu sein. In der 33. Minute konnte Müller von einem Freistoss profitieren, als sie auf Pass von Meier die Lücke durch die gegnerische Mauer fand. Trotz weiteren sehr guten Chancen blieb es bis am Ende des zweiten Spielabschnittes bei dieser 4:1-Führung. Im letzten Drittel waren gerade mal vier Minuten gespielt, als die eigene Nachwuchsspielerin Pena – sie kam nach 30 Minuten anstelle der verletzt ausgeschiedenen Schüpbach – auf Zuspiel von Müller den 5. Wizardstreffer erzielen konnte. Aufgrund dieses beruhigenden Vorsprungs setzte nun die Trainercrew Läng/Wittwer einen dritten Block mit Nachwuchsspielerinnen ein, die sich recht gut behaupten konnten. Trotz weiterer Chancen wollte aber kein Treffer mehr fallen und so blieb es nach dieser Willensleistung beim 5:1-Endstand. Nach einem tollen Wochenende haben sich die Wizards im Mittelfeld festgesetzt und dürfen dem weiteren Meisterschaftsgeschehen beruhigt entgegenblicken.
Burgdorf Wizards – Floorball Thurgau 5:1 (2:1, 2:0, 1:0)
Schützenmatt, Burgdorf – 45 Zuschauer
SR: Güpfert / Servodio
Tore: 8. L. Mayer (D. Mayer) 0:1, 14. Rossel 1:1, 19. König (Glauser) 2:1, 23. König (Seljeson) 3:1, 33. Müller (Meier) 4:1, 45. Pena(Müller) 5:1
Strafen: Burgdorf keine, Thurgau 1x2'
Burgdorf Wizards: Scheidegger; Meier, Müller, Mätzener, Schüpbach, Tschumi; Glauser, Rindlisbacher, König, Rossel, Seljeson; Pena, Gantner, Strähl, Wyss, Burkhalter, Ritter
Floorball Thurgau: Farner; Ausderau, Svensson, Brudermann, Dintheer, Stump, Brägger, Stillhard, Vogt, Mayer D., Mayer L., Schächtle, Sieber
Bemerkungen: Wizards ohne Stooss, Frischknecht (verletzt); Thurgau ohne Eugster (krank), Neidhart und Hangartner (beide verletzt), Wälas (Ausland); 58:00 Time-out Burgdorf