16.
10.
2005
NLA Frauen | Autor: Voneschen Reto

Frauen NLA: Der Bann ist gebrochen

Piranha Chur landet den ersten Big Point der Saison: Beim direkten Konkurrenten Bern Capitals gewinnen die Churerinnen durch ein Tor von Brigitta Wegmann zwei Sekunden vor Schluss mit 3:2.

Seit dem 22. Dezember 2002 blieben die Churer Piranhas gegen die Hauptstädterinnen sieglos. Mittlerweile wurden sie sogar als „Lieblingsgegner“ von den Caps bezeichnet. Die lange Durststrecke wurde nun mit einem besonderes wichtigem wie auch speziellen Sieg versüsst. In der turbulenten Schlussphase schnappte sich Ex-Natispielerin Brigitta Wegmann den Ball in der eigenen Hälfte, stürmte ins gegnerische Drittel und knallt den Ball nach einem Doppelpass mit Barbara Buff zwei Sekunden vor Spielende direkt in den Netzhimmel. Es war der Finish einer Partie, die je länger sie ging, umso besser wurde.

Im Startdrittel agierten beide Teams eher verhalten. Kein Risiko eingehen hiess die Devise. Piranha Chur gelang trotzdem der Führungstreffer: Jenny Giger stocherte den Ball in der 16. Minute über die Linie. Zehn Minuten später führten sie nach Cathy Mosers Treffer gar mit 2:0. An den Chancen gemessen hätten sich die Bernerinnen nicht beschweren können, wären sie gar höher im Rückstand gelegen. Zu ungenau war aber das Visier der Churerinnen eingestellt.

Im Schlussabschnitt steigerten beide Teams das Tempo. Mit einem Doppelschlag innert 14 Sekunden glichen die Caps in der 46. Minute gar aus. Für einen kurzen Moment schienen die Churerinnen völlig konzeptlos, Trainer Jörgen Sjöstedt stoppte den kollektiven Tiefschlaf mit einem Time-out. Danach besannen sich die Bündnerinnen wieder ihrer Stärken. „Das Team hat genau das umgesetzt, was wir verlangt haben“ umschreibt Sportchef Beat Boss den heiklen Moment. In der Schlussphase drückten beide Mannschaften auf den Führungstreffer. Chancen ergaben sich hüben wie drüben, das bessere Ende behielten aber die Piranhas. „Der Sieg ist zwar glücklich, aber aufgrund der Spielanteile nicht unverdient“ erklärte ein überglücklicher Boss. Mit diesem Erfolg schaffen die Churerinnen wieder den Anschluss an die Spitze und liegen nach vier Partien auf dem vierten Rang.


Bern Capitals – Piranha Chur 2:3 (0:1, 0:2, 2:1)
Moos, Gümligen – 226 Zuschauer
SR: Fischer / Vogel
Tore: 16. Giger 0:1, 26. Moser (Giger) 0:2, 46. (45.46) Fahrni (Krähenbühl) 1:2, 47. (46.00) Stettler 2:2, 60. (59.58) Wegmann (Buff) 2:3
Strafen: Bern 1x2', Chur 1x2'
Piranha Chur: Boner; Hartmann, Theus; Dubacher, Schütz; Buff, Casutt, Kaufmann; Sabrina Arpagaus, Moser (ab 32. Russi, ab 41. Wegmann), Giger
Bemerkungen: Piranha Chur ohne Bless, Gabathuler (Ferien); 47. Time-out Piranha Chur, 59. Time-out Bern Capitals
Best Players: Stettler / Giger
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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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