12.
04.
2008
NLA Frauen | Autor: Voneschen Reto

Frauen NLA: Dietlikon holt das Triple

Auch im dritten Finalspiel ist Piranha Chur gestern auswärts gegen Dietlikon sieglos geblieben. Die Zürcherinnen gewannen mit 4:1 und sicherten sich erstmals das Triple. Piranha Chur schliesst die beste Saison der Vereinsgeschichte auf dem zweiten Rang ab.
Frauen NLA: Dietlikon holt das Triple
„Was sölli nume in Walliselle", fragte sich einst die Musikgruppe Stiller Has, als sie sich auf ihrer Schweizer Tournee immer wieder im Ort im Zürcher Unterland verfuhr. Die Churer Unihockeyfrauen haben ihre Antwort gefunden - in Wallisellen endete ihre lange Saison mit der dritten Finalniederlage ensuite. Lange schnupperten sie auch in diesem Spiel an einer Überraschung und waren bis zur 57. Minute ein ebenbürtiger Gegner. Doch in den entscheidenden Momenten waren die Zürcherinnen wieder abgeklärter. Beim Stand von 1:1 traf Daniela Morf zur erneuten Führung, welche Mirca Anderegg in der 59. Minute nach einem Freischlag auf 3:1 erhöhte. Und als Piranha Chur Goalie Alexandra Boner durch eine sechste Feldspielerin ersetzt wurde, traf die Internationale Natalie Stadelmann ins leere Tor zur endgültigen Entscheidung.

Chur trifft das Tor nicht
Zwei Drittel lang waren die Piranhas die bessere, da aktivere Mannschaft. Bereits nach dem ersten Drittel hätten die Bündnerinnen in Führung liegen sollen, ja müssen - allein Elina Kujala vergab drei Grosschancen. Auch im zweiten Abschnitt drückten die Piranhas mit Vehemenz auf das Zürcher Tor -Keeper Laura Tomatis zeugte sich aber auch gestern als Meisterin ihres Fachs. Erst ab der 35. Minute kam Dietlikon gefährlicher vor das Churer Gehäuse. Aus einer unübersichtlichen Situation - der Ball lag zwischenzeitlich auf dem Tor - stocherte Mirca Anderegg kurz vor der Pause (39.) den Ball über die Linie zum 1:0. Die Churerinnen reklamierten zwar heftig, nach einigen Diskussionen anerkannte das wie immer gestenreich agierende Schiedsrichterduo den Treffer. Den Ausgleich erzielten die Piranhas erst im Schlussdrittel. In Überzahl lenkte Matilda Holmbom einen Weitschuss von Ramona Gabathuler entscheidend ab (53.)

Bis auf zehn Minuten immer mitgehalten
Das Churer Zentralvorstandsmitglied Thomas Gilardi konnte sich nach der Pokalübergabe mit einem Sprung noch in Sicherheit bringen - beinahe wäre er von der jubelnden Dietliker Frauschaft in die Siegesfeiern miteinbezogen worden. Im Jubeln haben die Zürcherinnen mittlerweile Erfahrung, in diesem Jahr gewannen sie bereits den Europacup und den Schweizer Cup. Insgesamt ist dies der vierte Schweizermeistertitel, der dritte in Folge. Beim ersten Erfolg stand auch Piranha Chur auf der Verliererseite, doch im Gegensatz zu 2003 konnten die Churerinnen diesmal kein Entscheidungsspiel erzwingen. Kleine Sachen hätten den Unterschied ausgemacht, meinte Churs Trainer Aldo Casanova nach der Partie. „Sie machen die Tore, wir nicht", analysierte er kurz und bündig. Trotzdem war er auch stolz auf die Leistung seines Teams. „Ausser den zehn Minuten in der ersten Partie konnten wir jederzeit mit Dietlikon mithalten", stellte Casanova fest.


Dietlikon - Piranha Chur 4:1 (0:0, 1:0, 3:1)
Mehrzweckhalle Wallisellen. - 612 Zuschauer. - SR Siegfried/Ruh.
Tore: 39. Anderegg (Stadelmann) 1:0. 53. Holmbom (Gabathuler/Ausschluss Stella) 1:1. 57. Morf (Berner) 2:1. 59. (58.16) Anderegg (Berner) 3:1. 59. (58.53) Stadelmann (Morf/ins leere Tor) 4:1.
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Dietlikon, keine gegen Piranha Chur.
Dietlikon: Tomatis; Berner, Rhöös; Klein, Heusser; Stadelmann, Morf, Anderegg; Hjelm, Vögeli, Wiki (28. Meier); Stella.
Piranha Chur: Boner; Holmbom, Buff; Arpagaus, Buff; Russi, Dubacher, Putzi (30. Kaufmann); Kälin, Gabathuler (41. Putzi), Kujala.
Bemerkungen: Dietlikon ohne Bürgi, Burkard, Schäfer, Zollinger, Piranha Chur ohne Wegmann (alle verletzt). - 43. Pfostenschuss Vögeli, 59. Timeout Chur.

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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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