11.
2006
Frauen NLA: Frustschiessen gegen das Schlusslicht
Nur einen Tag nach der Schlappe im Cup waren die Caps bereits wieder zurück im Meisterschaftsalltag. Wie sich zeigte, war die Enttäuschung riesig – ergo die Reaktion heftig: Gleich von Beginn an nahmen die Bernerinnen gegen Gurmels das Spieldiktat fest in die Hand und machten sogleich Druck aufs Tor der Gegnerinnen. Nach sechs gespielten Minuten stand es bereits 3:0. Das Spiel fand ausschliesslich in einer Spielfeldhälfte statt, es rollte Angriff um Angriff. Nach dem ersten Drittel war die Partie beim Stand von 7:0 bereits entschieden. Die Hauptstädterinnen spielten auch weiterhin ihre technische und spielerische Überlegenheit voll aus und schnürten die völlig überforderten Freiburgerinnen komplett in ihrer Hälfte ein. Dabei nutzten die Caps den ihnen gewährten Raum und die vielen Freiheiten gekonnt aus und kombinierten sich Mal für Mal nach Belieben durch das gegnerische Abwehrdispositiv. Phasenweise zogen die Hauptstädterinnen bei numerischem Gleichstand ein regelrechtes Powerplay auf. Den einzigen Vorwurf, den sich die Bernerinnen gefallen lassen mussten, war der, dass die Chancenauswertung ungenügend war. Teils wurden beste Einschussmöglichkeiten in verspieltem Übermut ausgelassen oder man schoss schlicht am Ziel vorbei. Nach der christlichen Zahlensymbolik des Mittelalters steht die Zahl Sieben für die Gnade. Doch davon wollten die Capitals heute nichts wissen. Im Gegenteil: Sie schraubten das Skore im Mittelabschnitt um sieben Treffer in die Höhe und trafen schliesslich auch im letzten Spielabschnitt sieben Mal in die Maschen. Dabei zeigten die Capitals ihre ganze Spielfreude und wirbelten nur so übers Parkett. Ein Tor wurde schöner herausgespielt als das andere. Und als dann kurz vor Schluss noch eine kleine Strafe gegen eine Bernerin ausgesprochen wurde, spielten die vier übrig Gebliebenen mit dem Gegner Katz und Maus und skorten sogar in Unterzahl. Schlussendlich resultierte ein rekordverdächtiger 21:0-Kantersieg als Ergebnis einer feinen Teamleistung.
Dass das Tore Schiessen in den kommenden Spielen wohl nicht mehr ganz so einfach sein wird, ist allen klar. Doch viel wichtiger ist, dass die Caps mit diesem Spiel die Freude wieder gefunden und viel Selbstvertrauen getankt haben. Denn schliesslich steht schon nächsten Samstag das Auswärtsspiel in Zug an. Und eines ist klar: Die Caps brennen auf die Cup-Revanche...
Bern Capitals - Unihockey Gurmels Sense-See 21:0 (7:0, 7:0, 7:0)
Mooshalle, Gümligen - 116 Zuschauer
SR: Bebie / Stäheli
Tore: 03:07 Burkhalter (Juker) 1:0, 04:07 Hofer (Spycher) 2:0, 06:04 R. Schori (Pfister) 3:0, 10:58 Spycher (R. Schori) 4:0, 11:09 K. Stettler (D. Stettler) 5:0, 14:34 Spycher (R. Schori) 6:0, 19:46 Schällibaum (Fahrni) 7:0, 21:30 Juker (D. Stettler) 8:0, 22:44 Hofer 9:0, 23:13 D. Stettler 10:0, 23:24 Schmid (Schüpbach) 11:0, 33:01 R. Schori (Spycher) 12:0, 34:41 Pfister (R. Schori) 13:0, 38:24 R. Schori (Hofer) 14:0, 42:38 Schällibaum (Bertolotti) 15:0 , 43:37 D. Stettler (Burkhalter) 16:0, 46:46 Hofer (Weibel) 17:0, 50:26 Schällibaum (Bertolotti) 18:0, 53:41 Burkhalter (K. Stettler) 19:0, 55:27 D. Stettler 20:0, 59:06 Hofer 21:0
Strafen: Bern Capitals 1x2', UH Gurmels keine
Bern Capitals: Roux; Schmid, Meier; Müller, Pfister; Krähenbühl, K. Stettler; Weibel; Schüpbach, Fahrni, Schällibaum; Spycher, R. Schori, Hofer; Burkhalter, Juker, D. Stettler; S. Schori, Bertolotti
Bemerkungen: 12. Time-out Gurmels, 53. Time-out Bern Capitals
Beste Spielerinnen: R. Schori / Berti