10.
2005
Frauen NLA: Neuer Tabellenführer
Die 120 Zuschauer in der Sporthalle Hüenerweid in Dietlikon bekamen am Sonntag ein absolutes Highlight zu sehen. Beide Teams schenkten sich nichts und kämpften mit hohem Tempo um jeden Ball. Beide Trainercrews spielten mit zwei Blöcken. Beim UHC Dietlikon wirbelte der inzwischen so genannte "Powerblock" mit den fünf Weltmeisterinnen Simone Berner, Anna Bürgi, Natalie Stadelmann, Daniela Morf und Sarah Schäfer. Aber auch die zweite Linie mit Tschigy Klein, Tanja Heusser, Fabienne Mesot, Violetta Vögeli und Nicole Vogt sorgte für ziemlich viel Verkehr vor dem gegnerischen Tor, das am Sonntag von Andreia Koller gehütet wurde. Beim UHCD spielte die junge Sarah Schwendener zwischen den Pfosten. Beide Goalie sollten im Laufe des Abend zu den grossen Figuren dieses Spiels werden.
Ausgezeichnete Goalieleistungen
Beide Teams erarbeiten sich viele gute Tormöglichkeiten. Die Partie war
dadurch nicht nur unterhaltsam für das Publikum sondern auch äusserst spannend -
ein echter Krimi! Man schenkte sich gar nichts, im Gegenteil man versuchte mit
schnellen Auslösungen sofort zum Abschluss zu kommen. Die vielen Möglichkeiten
wurden aber immer wieder von den beiden Goalies zunichte gemacht. Zum einen
brachte Berns Andreia Koller mit einigen regelrechten "Big saves" die Dietliker
Offensive zwischendurch fast zum Verzweifeln, zum anderen zeigte auch die junge
Sarah Schwendener ihr ganzes Talent und hielt glänzend. Zwei tadellose
Leistungen, obschon hie und da auch das nötige Quentchen Glück zu Hilfe kam. So
zum Beispiel als Dietlikons Natalie Stadelmann in der 36. Minute mit einem
satten Schuss nur die Querlatte traf. Andreia Koller wäre dieses Mal wohl
chancenlos gewesen. In den ersten 40 Minuten sollten keine Tore fallen, die
Partie war aber wirklich hoch stehend.
Die Erlösung für den UHCD fünf Minuten vor Schluss
Zu Beginn des letzten Drittels schickte das Dietliker Trainergespann mit
Martina Walder, Aurelia Pescador und Isabelle Strässle drei frische Spielerinnen
auf den Platz. Und die drei sorgten tatsächlich für viel Power. Dietlikon wurde
immer stärker und hatte nun mehr Spielanteile. Als in der 54. Minute Berns
Denise Krähenbühl wegen eines Stockschlags auf die Strafbank musste, bot sich
den Gastgeberinnen die Gelegenheit die Partie zu entscheiden. Nach 54 Minuten
und 19 Sekunden war es denn auch so weit: Sarah Schäfer fand im Powerplay die
Lücke und erzielte den erlösenden und viel umjubelten 1:0-Siegestreffer. Der
UHCD gewann am Ende die Partie knapp aber nicht unverdient. "Es war ein
intensives Spiel", meinte Dietlikon-Trainer Marco Moser." Ich muss der
Mannschaft ein grosses Kompliment machen. Sie hat grossen Einsatz und Willen
gezeigt. Wir haben geduldig gespielt und super gekämpft. Ich habe nie einen
Moment daran gezweifelt und wusste, dass wir uns am Ende durchsetzen würden",
fügt Moser hinzu.
UHC Dietlikon - Bern Capitals 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)
Hüenerweid, Dietlikon - 120 Zuschauer
SR: Gupfert / Servodio
Tore: 55. Schäfer (Berner, Ausschluss Krähenbühl) 1:0
Strafen: Dietlikon 1x2'; Bern 2x2'
Dietlikon: Schwendener (Giezendanner); Berner, Bürgi; Klein, Heusser; Walder; Stadelmann, Morf, Schäfer; Mesot, Vögeli, Vogt; Pescador, Strässle
Bern Capitals: Koller; Krähenbühl, K. Stettler; Schmid, Pfister; Schällibaum, Juker, D. Stettler; R. Schori, Fahrni, Elsinger; Müller.
Bemerkungen: Dietlikon ohne Muster (verletzt) und Trainer Lars Viridén (krank); Bern Capitals ohne Marquart (krank), Siegfried (rekonvaleszent), S. Schori, Meyer (verletzt), Spycher und Roux (nicht eingesetzt); 36. Lattenschuss Stadelmann, 58:36 Time-out Bern Capitals, Capitals danach sporadisch ohne Torhüterin, 59:06 Time-out Dietlikon
Best Players: Strässle / Koller