11.
2005
Frauen NLA: Pflichtsieg gegen Schlusslicht
Partien gegen vermeintlich schwächere Gegner sind auf dem Papier einfach. In Tat und Wahrheit aber müssen sie zuerst einmal gewonnen werden. Meistens nämlich haben gerade solche Gegner nichts zu verlieren besonders nicht gegen den Tabellenführer. Der UHCD startete ohne Natalie Stadelmann, Sarah Schäfer, Simone Berner, Anna Bürgi und Nicole Vogt in die Partie. Diese fünf Spielerin waren zunächst nur Ersatz. Das Trainertrio des UHC Dietlikon liess zwei Linie laufen, der Center des ersten Blocks hiess Regula Viridén. Die 34-jährige gab nach der Verletzung von Aurelia Pescador, zweieinhalb Jahre nach ihrem Rücktritt, ein Comeback. " Es ist schon ein komisches Gefühl gewesen", meinte Regula Viridén nach der Partie. Ihr Comeback dauerte 48 Minuten, ihre Leistung war zufrieden stellend. Ehemann und Trainer Lars Viridén meinte dazu: "Was man einst gelernt hat, verlernt man nicht. Wir dürfen mit ihrer Leistung sehr zufrieden sein." Zu einem Tor reichte es der Alt-Internationalen nicht, sie durfte sich aber immerhin einen Assistpunkt zuschreiben lassen.
Der Partie begann mit einem Paukenschlag. Der UHC Dietlikon hatte in den ersten fünf Minuten bereits einige gute Chancen vergeben, da entwischte plötzlich Gurmels schnelle Stürmerin Madeleine Ellilä und schoss die Freiburgerinnen in Führung. Die Freude bei den Gästen dauerte ganze zwei Minuten, dann glich Violetta Vögeli zum 1:1 aus. Jeanine Oehninger brachte den UHCD in der 13. Minute 2:1 in Führung und alles schien nun seinen gewohnten Lauf zu nehmen. Doch noch in der selben Spielminute entwischte wieder Madeleine Ellilä der Dietliker Abwehr und schoss das 2:2. Nun aber war es genug mit den Geschenken. Der UHCD besann sich und nahm die Partie definitiv in die Hand. Violetta Vögeli schoss kurz vor der ersten Sirene den 3:2-Führungstreffer und baute die Führung in der 32. Minute auf 4:2 aus.
Inzwischen war auch der Block mit Simone Berner, Natalie Stadelmann, Sarah Schäfer, Anna Bürgi und Nicole Vogt im Spiel und die Chancen für Gurmels Sense-See wurden nun immer seltener. Der UHCD machte Druck liess nichts mehr anbrennen. Martina Kohler machte mit zwei sehenswerten Treffern die Tore zum 5:2 und zum 6:2. Die Partie war natürlich gelaufen. Das schönste Tor des Abends produzierte der Weltmeisterinnen-Block. Sechs Minuten vor Schluss kombinierte der UHC Dietlikon wie aus dem Bilderbuch und Topskorerin Sarah Schäfer schoss das 7:2. Das war's, die Pflicht war erfüllt. Die beiden Gegentreffer haben den UHCD nicht ins Wanken gebracht. Die Mannschaft bleibt weiterhin ungeschlagen und ist bereit für den grossen Spitzenkampf
Gipfeltreffen in Winterthur
Am Freitag ist es soweit. Der UHCD reist in die
Oberseenhalle nach Winterthur. Es kommt zur ersten Begegnung gegen die Red Ants
aus Winterthur. Der UHC Dietlikon will natürlich seine Tabellenführung behalten.
Die Winterhurerinnen sind bekanntlich mit einer Heimniederlage in die
Meisterschaft gestartet. Alles ist also möglich, Spannung und Unterhaltung ist
bei diesen Spielen immer garantiert
UHC Dietlikon - Gurmels Sense-See 7:2 (3:2, 3:0, 1:0)
Hüenerweid, Dietlikon - 110
SR: Hedinger / Gafner
Tore: 6. Ellilä (Peterhans) 0:1, 8. Vögeli 1:1, 13. (12:09) Oehninger (Vögeli) 2:1, 13. (12:53) Ellilä 2:2, 19. Vögeli (Oehninger) 3:2, 32. Vögeli (Oehninger) 4:2, 37. Kohler (Viridén) 5:2, 39. Kohler (Morf) 6:2, 55. Schäfer (Berner) 7:2
Strafen: keine
Dietlikon: Giezendanner (Schwendener); Klein, Zollinger; Walder, Heusser; Berner, Bürgi; Viridén, Morf, Kohler; Mesot, Vögeli, Oehninger; Stadelmann, Schäfer, Vogt
Gurmels: Hauzenberger; Calderari, Kaeser; Aerni, Hirschi; Gass, Carlsson, Stauffiger; Peterhans, Molinari, Ellilä
Bemerkungen: Dietlikon ohne Pescador und Strässle (verletzt); Gurmels ohne Meer (verletzt); 52. Time-out Dietlikon