22.
12.
2007
NLA Frauen | Autor: Voneschen Reto

Frauen NLA: Piranha Chur gewinnt den Abnützungskampf knapp

Ohne zu glänzen, aber mit viel Selbstsicherheit hat Piranha Chur das letzte Spiel des Jahres gewonnen. Die Churerinnen bezwangen gestern Abend die Bern Capitals in der Gewerbeschule mit 2:1 und bleiben erster Verfolger Dietlikons.
Wenn die Bern Capitals diese Saison in die Churer Gewerbeschule kommen, sind enge Spiele beinahe vorprogrammiert. Bereits im Cup Viertelfinale setzten sich die Churer Piranhas Ende November erst im Penaltyschiessen durch. Auch gestern Abend taten sich die Bündnerinnen schwer mit dem krisengeschüttelten Tabellenvorletzten. Nach Martha Dubachers 2:0 (43.) war die Hoffnung der 135 Zuschauer gross, dass sich die Verkrampfung lösen würde - 90 Sekunden später war die Partie nach Daniela Stettlers Anschlusstreffer alles wieder offen. Woran die Bernerinnen in dieser Saison kranken war in der Schlussphase schnell ersichtlich: Trotz grossem Druck verfehlten sie die besten Abschlussmöglichkeiten und die Churerinnen brachten den knappen Vorsprung souverän über die Zeit.

Viel Kampf, wenig Glanz
Die ersten 40 Minuten lebte die Partie vor allem von der Spannung. Einzig Seraina Ulbers 1:0 in der 27. Minute nach Vorarbeit von Michelle Russi konnte als Zählbares gewertet werden. Vor allem physisch schenkten sich die beiden Teams gar nichts. „Die Bandenrichter haben heute aber viel zu tun", meinte der frühere schwedische Nationaltrainer Krister Ahlqvist mit einem feinen Lächeln. Aber auch nach den Ausfällen von Abwehrchefin Matilda Holbom (erkältet im letzten Drittel ausgewechselt) und Barbara Buff (verletzt) spielten die drei „Küken" Sina Casutt, Anna Wohlgemuth und Simona Streiff (alle 20) resolut auf den Körper. Captain Dubacher wusste den Grund für die wenigen spielerischen Höhepunkte. „Beide Teams waren einfach müde nach dem harten Jahr."

Trotz Dietliker Niederlage auf 2. Rang
Mit dem 2:1 Sieg überwintern die Churerinnen auf dem zweiten Tabellenrang. Nach Verlustpunkten würden sie die Tabelle sogar anführen. Leader Dietlikon verlor überraschend gegen Zug. Am Freitag hatten die Dietlikerinnen aber das Derby gegen Winterthur vorgezogen (5:2), da sie Mitte Januar am Europacup teilnehmen. So liegt der Meister weiterhin mit zwei Punkten Vorsprung an der Spitze.

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Tabellen

1.UHC Thun+9756.000
2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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