17.
11.
2007
NLA Frauen | Autor: Voneschen Reto

Frauen NLA: Piranha trotz Remis weiterhin Leader

Im Spitzenkampf der Damen Unihockey NLA zwischen Piranha Chur und Dietlikon hat es gestern Abend in Chur keinen Sieger gegeben. Nach 65 intensiven Minuten trennten sich die beiden besten Schweizer Teams 2:2.
Frauen NLA: Piranha trotz Remis weiterhin Leader

"Das war ein geiles Spiel", meinte Piranhas Verteidigerin Sabrina Arpagaus kurz nach dem Spiel. In der Tat kamen die 573 Zuschauer gestern Abend in der Churer Gewerbeschule in den Genuss einer attraktiven Partie, die dem Attribut Spitzenkampf jederzeit gerecht wurde. Auch wenn die Zürcherinnen etwas mehr vom Spiel hatten, war der Churer Punktgewinn verdient. Mit viel Herz und Wille nahmen sie Zweikämpfe gegen den international erfahrenen Gegner an. Nicht erstaunlich, dass in den Reihen der Churerinnen Zufriedenheit herrschte. "Ein Sieg wäre zwar schön gewesen, aber dem Spielverlauf entsprechend war das Unentschieden verdient", so Arpagaus in ihrer ersten Analyse.

Volle Halle, gute Stimmung

Dubacher
Das erste Tagesziel hatten die Churer Verantwortlichen schon bei Spielbeginn erreicht. "Wir wollen die Halle füllen und Werbung fürs Damenunihockey machen", sagte Churs Trainer Aldo Casanova letzte Woche. Seine Hoffnung erfüllte sich - knapp 600 Zuschauer sorgten für einen würdigen Rahmen des Spitzenkampfs. Und Werbung für den Sport betrieben beide Teams ebenfalls. Vor allem defensiv liessen sie wenig anbrennen. Bei den Churerinnen überzeugten Arpagaus und Matilad Holmbom, welche praktisch keinen Zweikampf verloren. Im Angriff wusste die Finnin Elina Kujala zu überzeugen. Mit einem Tor und einem Assist war sie an beiden Churer Toren beteiligt. Bei Dietlikon überzeugte einmal mehr die omnipräsente Simone Berner, die schwedische Verteidigerin Ina Rhöös musste verletzungsbedingt forfait geben.

Frühen Rückstand schnell weggesteckt
Mit einem Paukenschlag begann die Partie. Bereits der erste Schuss aufs Churer Tor war drin - Unglücklich wurde der Freischlag von Violetta Vögeli abgelenkt (1.). Die Churerinnen liessen sich davon aber nicht beirren und fanden rasch zurück ins Spiel. So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Dietlikon war zwar optisch mehr im Ballbesitz, die Piranhas blieben aber mit raschen Vorstössen immer gefährlich. Zweimal scheiterte Martha Dubacher an Nationaltorhüterin Laura Tomatis - den dritten Konter setzte sie aber in der 11. Minute in die Maschen.

Piranha stark unter Druck
Im Mittelabschnitt mussten die Churerinnen aber zwölf Minuten arg untendurch. Phasenweise standen fünf Spielerinnen vor dem eigenen Tor. Mit viel Blockarbeit und einer aufmerksamen Alexandra Boner im Tor überstanden sie die kritische Phase. Wiederum ein Konter über Dubacher kehrte danach das Geschehen. Zwar scheiterte sie erneut an Tomatis, doch besannen sich die Churerinnen im Anschluss wieder auf ihr auf ihre Offensivqualitäten. Die beste Chance zur Führung vergab jedoch Kujala in der 33. Minute.

Später Ausgleich

Besser machte es Kujala zu Beginn des dritten Drittels. Für einmal entwischte sie ihrem Schatten Simone Berner und traf gefühlvoll ins weite Eck (44.). Diesmal liess sich Dietlikon durch den Rückstand nicht beirren und drückte mit Vehemenz auf den Ausgleich. Als Holmbom in der 52. Minute auf die Strafbank musste, befürchtete man schon Schlimmes für die Piranhas. Mit Händen und Füssen überstanden sie die Strafe - kaum war sie aber abgelaufen traf Karin Hjelm zum 2:2 (54.). In der hektischen Schlussphase wie auch in der Verlängerung standen beide Teams mehrmals nahe am entscheidenden Tor. Auch eine Überzahl konnten die Churerinnen nicht mehr nutzen.


Piranha Chur - Dietlikon 2:2(1:1, 0:0, 1:1, 0:0)
Gewerbeschule. - 573 Zuschauer. - SR Müller/Ziegler.
Tore: 1. Vögeli (Klein) 0:1. 11. Dubacher (Kujala) 1:1. 43. Kujala 2:1. 54. Hjelm 2:2.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Piranha Chur, 2-mal 2 Minuten gegen Dietlikon.
Piranha Chur: Boner; Holmbom, Buff; Casutt, Arpagaus; Kälin, Kujala, Dubacher; Russi, Gabathuler, Kaufmann; Wegmann, Bless, Moser.
Dietlikon: Tomatis; Berner, Hjelm; Klein, Heusser; Stadelmann, Anderegg, Wiki (ab 41. Schäfer); Pescador, Stella, Vögeli; Meier.
Bemerkungen: Piranha Chur ohne Dominioni, Putzi, Ulber, Dietlikon ohne Rhöös, Bürgi (alle verletzt).


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2.Kloten-Dietlikon Jets+4349.000
3.Floorball Fribourg+2946.000
4.Pfannenstiel Egg+138.000
5.Ticino Unihockey+1235.000
6.UHC Grünenmatt+133.000
7.Unihockey Langenthal Aarwangen-1133.000
8.Ad Astra Obwalden-229.000
9.I. M. Davos-Klosters-4323.000
10.Regazzi Verbano UH Gordola-5619.000
11.UHC Lok Reinach-2418.000
12.Unihockey Limmattal-4717.000
1.Floorball Uri+5946.000
2.Aergera Giffers+836.000
3.Nesslau Sharks+1533.000
4.Chilis Rümlang-Regensdorf+1333.000
5.UH Appenzell+1230.000
6.UH Lejon Zäziwil+323.000
7.Unihockey Basel Regio-2222.000
8.UHC Bremgarten-3820.000
9.Visper Lions-2217.000
10.Red Lions Frauenfeld-2810.000

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