12.
2006
Frauen NLA: Piranha’s mit Herz
Chancen ja – Tore nein
Meisterschaftspausen scheinen den Akteurinnen aus dem Bündnerland nicht gut zu
bekommen. Schon vor zwei Wochen in der Partie gegen die Zürcher Oberländerinnen
happerte es in den Starminuten - nein gar zwei ganze Drittel lang - im Spiel der
Fische. Ganz so schlimm wie gegen Dürnten war es gegen die Flughafenstädterinnen
aber nicht. Im Gegenteil: Dominant und mit mehr Ballbesitz starteten die
Churerinnen in diese erste Partie der alles entscheidenden Rückrunde. Doch
allein diese Tatsachen nützt einem Team wenig, wenn nicht auch die notwendigen
Torchancen kreiert- und in Tore umgemünzt werden. Zudem standen die Klotener
Frauen in Sachen Torgefährlichkeit den Bündnerinnen in nichts nach. Trotz
weniger Ballbesitz gelang es den Zürcherinnen mal um mal, mit rasanten Kontern
das Blut in den Churer-Adern gefrieren zu lassen. Torhüterin Boner rettete die
Churerinnen etliche Male in letzter Sekunde. Allein der fehlenden Effizienz und
den toll agierenden Hinterfrauen war es zu verdanken, dass der Spielstand nach
einem Drittel immer noch 0:0 hiess.
Verherender Doppelschlag
Klotens Nyström war es dann, welche in der 25. Minute den Fluch der Torlosigkeit
in dieser Partie brach. Das schöne Zuspiel von Mitspielerin Timmel verwertete
Nyström eiskalt und schoss zur viel umjubelten 1:0 Führung ein. Und es kam noch
besser für die Klotenerinnen. In der 30. Minute staubte Melanie Blaser vor dem
Piranha Gehäuse einen Abpraller ab und nutzte diese Gelegenheit gleich um den
Ball in die Maschen zu wuchten. 2:0 hiess dann also für das Jets-Ensemble. Dass
diese Tatsache den Bündner Hauptstädterinnen so gar nicht gefiel war schwer zu
übersehen. Denn von nun an gingen die Churerinnen wie ausgewechselt ans Werk.
Der Druck auf Torhüterin Forster stieg immens, jedoch fehlte es irgendwie am so
nötigen „letzten Zacken“, um Ex-Nationaltorhüterin Forster zu bezwingen.
Kampf um jeden Punkt
2 Minuten vor Ablauf des zweiten Drittels fand dann eine der Piranha Akteurinnen
das Hintertürchen zum so herbei gesehten „letzten Zacken“ doch noch. Samira
Bless gelang es, mittels Konter noch vor Pausenfrist zum 2:1 Anschlusstreffer
einzuschiessen. Wieder einmal war die Aufholjagd lanciert. Und für die
Bündnerinnen sah es gar nicht einmal so schlecht aus. Kurz nach Beginn des
letzten Drittels schien der angestrebte Treffer erzielt zu sein. Doch alle
Piranha Träume zunichte machend, machte es sich der löchrige Ball lieber
haarscharf vom Torinneren entfernt, auf der Torlinie bequem. 5 Minuten vor
Ablauf der Partie geschah es dann doch noch. Die grandios agierende Brigitta
„Gina“ Wegmann rettete ihr Team noch rechtzeitig mit ihrem Treffer zum 2:2
Ausgleich. Das Spiel ging in die Verlängerung. Für die Churer Gäste schien es
wie ein Dejavu angesichts der Tatsache, dass schon wieder ein grosser Rückstand
wettgemacht werden- und schon wieder eine Verlängerung erzwungen werden konnte.
Dementsprechend verlängerungserpropt traten die Churer Fische dann auch auf.
Wegmann entschied in der 3. Minute der Overtime die Partie mit ihrem zweiten
Treffer zugunsten ihres Teams.
Kloten-Bülach Jets – Piranha Chur 2:3 n.V. (0:0, 2:1, 0:1, 0:1)
Ruebisbach, Kloten - 82 Zuschauer
SR: Bebie / Stäheli
Tore: 25. Nyström (Timmel) 1:0, 30. Blaser 2:0, 38. Bless (Wegmann) 2:1, 55. Wegmann (Gabathuler) 2:2, 63. Wegmann (Bless) 2:3
Strafen: Keine
Piranha Chur: Boner, Wegmann, Frölich, Kaufmann, Gabathuler, Bless, Casutt, S. Streiff, A. Streiff, Russi, Dubacher, Buff
Best Player: Sauko / Bless